Fortsetzungsgeschichte
Einer dieser Tage, lichtdurchflutet aber farblos, ereignisreich aber unbefriedigend.
Zu Hause ankommen war auch schon mal schöner.
Zu viele Kippen, zu wenig Schlaf. Ungesundes Essen und ein Rhythmus, der sich selbst ständig durcheinander bringt.
Ich hatte mir ein schwebendes Arbeitsverhältnis anders vorgestellt.
Nur soviel arbeiten wie zum überleben nötig. Für das eine oder andere extra hier und da etwas mehr Zeit aufwänden. Genügend Zeit übrig haben um meine Leidenschaften zu pflegen. Nicht um festzustellen, daß mein Leiden mich schafft.
Jeder leidet. Die Wenigsten primär. Und Viele nicht unter ihren Leidenschaften.
Prioritätenkontrolle.
Was brauche ich wirklich?
Zeit? Geld? Brauche ich, mehr Geld wenn ich mehr Zeit habe?
Würde ich mit mehr Geld meine freie Zeit anders verbringen?
Definitiv!
So brauche ich nicht viel. Weder Geld noch Zeit.
Ich lebe alleine. Zeit habe ich zuviel.
Geld genug. Noch. Arbeiten kann ich.
Ich würde nur gerne für das bezahlt werden was ich gerne und sowieso mache.
Soviel Glück kann eben nicht jeder haben.
Fatal. Ich lebe nicht. Ich überlebe.
Einer dieser Tage, wie gesagt. Das Universum schrammt mir durch's Gesicht, eine, meine, Welt die gerade mal hält und ich kämpfe mit mir selbst, verliere schlimmsten Falls sogar.
Ich bin stark genug Fluchtimpulse zu unterdrücken. Leider. Nur einmal, bitte, schwach werden dürfen. Schwach werden können. Und merken, daß ich den Kampf gegen mich gewinne sobald ich ihn aufgebe. Merken daß die Welt mich mit Leichtigkeit tragen kann. Daß es großartig ist ein Gesicht des Universums zu sein.
Nur einmal. Bitte. Für immer.
Nicht so wie immer. Daß ich mich einem aussichtslosen fight stelle. Um ein Leben kämpfe. Um mein Leben. Meins. Gegen mich und die, von denen ich glaube, daß sie gegen mich sind.
Wer greift wen an? Wer verteidigt?
Ich bin müde.
Zu Hause angekommen also. Bei einem Vater der viel jünger ist als ich. Bei einer Mutter, die älter ist als Vater und Sohn zusammen. Bei einer Schwester, die mir näher ist als meine Mutter. Bei einem Schwager, der mir manchmal näher ist als ich mir selbst. Bei einer Nichte, die mein Herz zu sprengen droht.
Bei Freunden, von denen ich nicht weiß, was jenes Wort für sie bedeutet und ob und was sich ändern würde wenn ich es wüsste. Bei einer Vergangenheit, die jenen Namen zu unrecht trägt.
In einer Umgebung, die mir den Atem und das Licht zu sehen nimmt. Die mir die Stille zu hören nur selten gewährt. In einer Welt die,.... haaach, vedammt!
Einer dieser Tage eben!!
Ich bin durstig.
Trinken. |
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