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Der Baikal: Das heilige Meer Sibiriens

2006/05/15
Das „Heilige Meer“ - so nennen die Burjaten ihren Baikal-See. Das weltweit größte Süßwasserreservoir ist Bestandteil des UNESCO-Weltnaturerbes und ein Sinnbild für Russlands faszinierende Natur und schier endlose Weite. Seine Ufer sind zur Hälfte fast menschenleeres und wegeloses Naturschutzgebiet. Ursprünglich wurde das Gebiet am Baikalsee hauptsächlich von den Burjaten besiedelt, die zu den mongolischen Völkern gezählt werden. Viele Kultstätten rund um den Baikalsee zeugen von der uralten Schamanen-Kultur, die sich seit der Zarenzeit mit den Einflüssen von Buddhismus und Christentum vermischt hat.

Mit 1.637 Meter ist der Baikal der tiefste See der Erde . 650 Kilometer streckt sich der See in Nord-Süd-Richtung, in der Breite sind es im Mittel 50 Kilometer. Von über 25 Inseln im Baikalsee ist die Olchon-Insel die größte. Einziger Abfluss des Baikalsees ist die Angara, einer der großen Flüsse Sibiriens, die über den Jenisseij das Wasser in Richtung Nordmeer transportiert.

Der See, in dem ein Fünftel der weltweiten Süsswasser-Reserven gespeichert sind, hat eine eigene Flora und Fauna entwickelt: Von den mehr als 2.000 bekannten Arten sind 1.500 endemisch, das heißt, sie kommen nur in diesem Gebiet vor. Bekannt sind in diesem Zusammenhang die Baikal-Robbe, die einzige Süßwasserrobbe der Welt, und der Omul, ein zur Gattung der Lachse gehörender Speisefisch.

Bedroht wird die Baikal-Region durch die Industrialisierung, die Abholzung der Wälder und die exzessive Fischerei . Besondere Negativ-Schlagzeilen nicht nur in Russland machte das Papier- und Zellulose-Werk in Baikalsk am Südufer des Sees. Auch die zunehmende Besiedlung, die mit dem Bau der Transsibirischen Eisenbahn und zu Sowjetzeiten der der Baikal-Amur-Magistrale (BAM) erleichtert wurde, belastet die Umwelt. Das Ökosystem ist dennoch weitgehend intakt. Der Baikalsee verfügt über einen sehr ausgeprägten Selbstreinigungs-Mechanismus: Unzählige Kleinstlebewesen befreien das Wasser von Verunreinigungen und Verschmutzungen, so dass der Baikal glasklar und in weiten Teilen Trinkwasserqualität hat.

Quelle: Russland-Aktuell
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Comments on 'Der Baikal: Das heilige Meer Sibiriens'
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Plato Plato
2006/05/15
http://www.baikalsee.ru/ :-)

tapatapatu tapatapatu
2006/05/15
Danke, die Quelle wusste ich in der Tat nicht mehr. War schon auf der Suche.

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