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Blog entries from category peter pinguin

Blog entries: 7. All Blog entries are sorted chronologically.

Peter Pinguin in Afrika (7/7)

2006/05/13
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So machte sich Peter wieder auf den Weg, immer auf der Suche nach Giraffen. Um einen besseren Überblick zu haben, kletterte Peter Pinguin mühevoll auf einen hohen Baum. Er merkte, daß seine Kräfte von all den großen Anstrengungen langsam weniger wurden und daß er vor allem einen Riesenhunger hatte, und eigentlich hatte er ja Appetit auf leckeren Fisch. Aber davon war natürlich hier weit und breit nichts zu sehen.

Oben angekommen, machte er es sich auf einem dicken Ast bequem und wollte mit dem Fernglas in die Ferne schauen. Irgendwo werden die Giraffen ja wohl zu sehen sein. Aber was war das? Durch das Fernglas sah er nur gelb. Und wenn er ganz genau durchschaute, sah er noch braune Flecke. „Jetzt ist auch das Fernglas kaputt, da werde ich die Giraffen ja nie in der Ferne entdecken können!“ rief Peter Pinguin.

Eine angenehme Stimme sagte auf einmal: „Stimmt, in der Ferne wirst du sie nicht entdecken können, aber vielleicht ...!“ In diesem Moment nahm Peter das Fernglas von der Nase und mußte herzhaft lachen und zugleich staunen. Die schönste Giraffe, die er sich vorstellen konnte, stand direkt vor seiner Nase, lächelte ihn lieb an und sagte dann: „Guten Morgen, mein Schatz! Aufstehen! Hast du heute besonders fest geschlafen? Du hattest wohl einen tollen Traum? Erzähl mal!“ Aber das war natürlich nicht die Giraffe, sondern Peter Pinguins Mama.

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Peter Pinguin in Afrika (6/7)

2006/05/13
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Bloß schnell raus aus diesem Wald hier – schnell zurück zum Auto! Peter Pinguin rannte, so schnell ihn seine Beine tragen konnten. Noch ein Treffen mit Affen oder der Schlange konnte er nicht gebrauchen. In seinem Auto fühlte er sich dann sicherer, hier konnte er vielleicht einigen Gefahren davonfahren. Als er ein paar Kilometer gefahren war, kam er in ein Dorf. Daß hier Menschen wohnen, erkannte Peter Pinguin sofort. Er stoppte sein Auto und wartete, was geschah.

Auf einmal kam ein gelbes Etwas angehüpft, maskiert und mit einer Trommel und sah ziemlich komisch – sogar ein wenig beängstigend – aus. Hatte sich Peter etwa geirrt, so sahen doch keine Menschen aus. Seine Eltern hatten ihm einmal erzählt, daß die Menschen in Afrika eine braune Hautfarbe hätten, aber das ist doch kein braun, oder hatte er vor lauter Affen- und Schlangenschreck die Farben vergessen?

Aber als Peter auf die andere Seite schaute, fiel ihm ein Stein vom Herzen. Menschen, so wie er sie sich vorgestellt hatte, tanzten um sein Auto herum. Sie klatschten und hüpften und sprangen und sangen. Ja das war ja lustig hier. Peter Pinguin wurde auf einmal auch ganz fröhlich und vergaß fast die Schrecken der letzten Stunden. Und als er dann genauer „das gelbe Etwas“ anschaute, sah er auch, daß unten zwei braune Menschenbeine herausschauten – also nur ein Kostüm – zum Glück! Die Menschen hier hatten noch nie in ihrem Leben einen Pinguin gesehen – er kam von so weit her und ist ausgerechnet in ihr Dorf gefahren. Toll! Und als Peter Pinguin ihnen dann noch die Erlebnisse mit Kobora und dem Krokodil erzählte, fand ihre Freude keine Grenzen mehr – der Pinguin war ja wirklich ein Held! Sie wollten ihn am liebsten gar nicht weiter ziehen lassen, aber Peter wollte unbedingt noch ein bestimmtes Tier in Afrika treffen; das Tier, welches von am weitesten oben sein Futter holen kann!

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Peter Pinguin in Afrika (5/7)

2006/05/13
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Noch ganz in Gedanken an diese blöden Affen ging Peter Pinguin weiter. Wie könnte er sich an ihnen rächen? Und wie er so grübelte und grübelte, merkte er gar nicht, wie er von oben beobachtet wurde.

Im Baum saß Kobora, die Riesenschlange und traute ihren Augen kaum: da kam doch so ein kleiner, süßer Plitsch-Platsch-Pinguin angelaufen, schaute nicht nach rechts und links und oben und unten und dachte wahrscheinlich im Moment überhaupt nicht an irgendeine Gefahr. Wie Pinguine wohl schmecken? Satt werde ich bestimmt von dem! Immer nur Mäuse und kleine Hasen.

Ganz leise – fast geräuschlos – lies sie sich vom Baum heruntergleiten. Immer tiefer, immer näher auf Peter Pinguin zu – und plötzlich, mit einem Ruck schnellte sie zu Boden und wickelte sich – 1,2,3 – hast du nicht gesehen, um Peter Pinguin.

Der war so verdutzt, so überrascht, daß er im ersten Moment wie angewurzelt stehen blieb. Als er sich aber im zweiten Moment bewegen wollte, ging das überhaupt nicht. Kobora hatte sich fest um seinen Körper gewickelt und zog sich immer weiter zusammen. Es schnürte ihm schon fast die Luft ab. Er wollte etwas zur Schlange sagen, aber er konnte nur den Schnabel öffnen ohne ein Wort herauszubringen. Von der Schlange waren nur noch Kopf und Schwanzende nicht verwickelt.

Ein großer Vogel, der gerade vorbeikam sah in der Wiese einen dicken Wurm liegen – er riß sich ein Blatt vom Baum ab, denn er war ein vornehmer Vogel, und legte es sich als Teller unter den Wurm. Dann holte er Messer und Gabel unter seinem Gefieder hervor, sagte einen kurzen Tischspruch und wollte gerade das erste Stück von dem leckeren Wurm abschneiden, als eine kreischende Stimme, die überhaupt nicht zu einem Wurm paßt, rief: „He, aufhören! Bist du wahnsinnig? Du kannstmir doch nicht meinen Schwanz abschneiden. Laß ihn dran – verstanden?“

Der Vogel schaute auf und sah, daß der Wurm gar kein Wurm war – sondern der Schwanz von Kobora, der bösen Riesenschlange, vor der sich jeder in der Umgebung fürchtete. Und dabei war ihm schon so das Wasser im Schnabel zusammengelaufen. Und dann sah der Vogel endlich, daß die böse Kobora ja schon wieder ein Opfer mit der Kraft ihres Körpers eingewickelt hatte. Und noch dazu einen Vogel – zwar eine andere Art als er selbst – aber immerhin einen Vogel.

Blitzschnell kam dem großen Vogel eine Idee: „Ich lasse deinen Schwanz nur dran, wenn du sofort – ich wiederhole: sofort – den kleinen Pinguin freiläßt!“ Kobora sah keine andere Möglichkeit, als Peter Pinguin wieder freizulassen, ihr Schwanzende war ihr wichtiger – auch wenn sie sich schon so auf den leckeren Happen in schwarz-weiß gefreut hatte. So schnell wie sich um Peter gewickelt hatte, wickelte sie sich wieder ab und verschwand in den Bäumen. „Hu – das war knapp!“ Peter atmete erstmal wieder richtig durch. „Danke, großer Vogel – du hast mir das Leben gerettet!“ „Ach, keine Ursache – wir Vögel müssen doch zusammenhalten. Ich muß jetzt bloß schnell weiter, mein Magen knurrt wie ein Bär!“ sagte er und verschwand.

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Peter Pinguin in Afrika (4/7)

2006/05/13
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Als er von der Savanne zum Rande des Urwaldes kam, parkte er sein Auto und ging zu Fuß weiter. Zu dicht war dort das Gestrüpp und Geäst. Peter Pinguin sah nur Bäume, Lianen, Gras und Gebüsch. Irgendwo muß doch mal ein Tier sein!

Als er auf eine kleine Lichtung kam, sah er sich genauer um. Aber was heißt ein Tier! Er war umgeben von Tieren! Wo er nur hinsah: Affen, Affen, Affen! Peter Pinguin war ganz erschrocken. Affen sind ja witzig – aber gleich so viele? Auch die Affen waren ganz erstaunt, was für ein Fremdling im schwarzweißen Frack sich da in den Urwald eingeschlichen hat.

„Den müssen wir doch gleich mal testen, ob er Spaß versteht!“ Bungo, der Oberaffe, setzte sich einen dunkelgrünen Urwaldblatthut auf und reichte Peter Pinguin eine Banane. „Hier, probier mal, Kleiner!“ Gerade in dem Moment, als Peter zugreifen wollte, klaute ihm Kniffo – von oben – baumelnd an einem Ast - seinen Safarihut. „He, laß das sein. Ohne Hut kriege ich hier einen Sonnenstich!“ Aber Kniffo tat ihm noch lange nicht den Gefallen. Der Hut wanderte in der Luft von Affe zu Affe – jeder probierte ihn und sang dazu: „Schwarz und weiß – total bleich – nicht wie ich – kriegt Sonnenstich – ätsch, bätsch!“ Sie sangen und warfen den Hut dabei, und so sehr sich Peter auch bemühte, er konnte den Hut nicht erwischen. Als alle Affen den Hut einmal aufhatten, gaben sie ihm den Hut lachend zurück, schenkten ihm nun wirklich die Banane und sagten: „Du verstehst wohl gar keinen Spaß?“ Bungo stieß einen schrillen Pfiff aus und so plötzlich wie sie aufgetaucht waren, waren sie auch wieder verschwunden.

Na das wurde aber auch Zeit. Die waren ihm ja ziemlich auf die Nerven gegangen. Und Spaß war das ja nun nicht mehr – so ein Sonnenstich ist nämlich gerade für einen Pinguin nicht sehr witzig. Der Löwe hätte ihn wohl auch vor den Affen warnen sollen.

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Peter Pinguin in Afrika (3/7)

2006/05/13
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In der Ferne entdeckt er eine Löwenfamilie – und denkt sich so bei sich: die muß ich mir doch mal aus der Nähe betrachten! Peter Pinguin fährt mit dem Auto bis ganz nah an die großen Raubkatzen heran und will gerade ein Foto vom König der Tiere machen. Da hebt der Löwenvater die Pfote und sagt: “Stop! Wer bist du überhaupt? Ich bin der König der Tiere – aller Tiere – aber so etwas wie dich habe ich mein Leben lang noch nicht gesehen. Seit wann bist du hier in Afrika – und überhaupt: wozu brauchst du ein Foto von mir?“

Peter wußte gar nicht, womit er anfangen sollte zu erzählen: Von seinen Eltern? Von seinen bisherigen Erlebnissen mit Elefant und Krokodil? Von seinem Traum? Von seinem Tierparkbesuch? Von sich selbst? Und was war, wenn ihm der Löwe gefährlich wurde?

Etwas eingeschüchtert schaute sich Peter den Löwen an. Nein, eigentlich schaute der Löwe ja ganz lieb. Und die Löwenmama auch. Und die Löwenkinder erst! Die waren ja so richtig knuddelig!

Peter begann zu erzählen. Er erzählte und erzählte: vom Nordpol, von Fischen und von Seerobben, von Eisbären und Walrossen, von Schnee und Kälte, von seinen lieben Eltern und daß das Foto ja für sie sein sollte – als Beweis, daß er echte Löwen getroffen hat – nicht nur im Tierpark.

Die ganze Löwenfamilie hörte aufmerksam zu und staunte. Sogar die Kleinen hörten mal für kurze Zeit mit dem Herumtollen auf. Von solchen Tieren hatten sie ja noch nie gehört. Da gab es doch außerhalb von Afrika noch eine aufregende Welt mit vielen anderen, unbekannten Tieren.

Peter Pinguin und die Löwen erzählten noch lange miteinander. Als Peter dann sagte, daß er noch weiter muß, um noch neue Tiere zu erkunden, gab ihm der Löwenvater noch einen guten Rat mit auf den Weg: „Nimm dich ja in Acht vor Kobora, der Riesenschlange. Sie ist sehr hinterlistig und hat leider schon viele kleine einzelne Tierkinder auf dem Gewissen.“

Peter Pinguin wußte zwar nicht, was „auf dem Gewissen“ bedeutet, aber nett hörte sich das mit der Schlange nicht an, vor der mußte er sich wohl hüten. Er dankte dem Löwen und seiner Familie recht herzlich für das schöne Gespräch und den Rat mit der Schlange und setzte dann seinen Weg fort.

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Peter Pinguin in Afrika (2/7)

2006/05/13
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Auf seiner Wanderung kam er an einem Fluß entlang – der voll blauem, klarem Wasser war. Allerlei Tiere tummelten sich dort. Viele Schildkröten sah er und auch verschiedene Vögel, die es sich auf einem grün gemusterten Brett gemütlich gemacht hatten. Ja, das wäre eine schöne Bank zum Ausruhen, dachte Peter Pinguin. Jetzt kam ihm die Bank sogar näher. Welch`ein Service! Aber was war das! Auf einmal machte die Bank einen Satz, war am Ufer und riß das Maul weit auf. Bank mit Maul? Was für ein schrecklicher Irrtum. Die Bank war ein Krokodil! Blitzschnell nahm er seinen Wanderstock und steckte ihn dem Krokodil ins Maul. „Das haßt Du nun davon, Du alter Vielfraß!“ sagte Peter Pinguin zu ihm. Nun machte Peter Pinguin auch noch eine kleine Mutprobe. Er stellte sich mitten in das Krokodilmaul, hielt sich dabei an seinem Stock fest und winkte fröhlich den Vögeln. Schade, daß gerade niemand mit einem Fotoapparat vorbeikam. Das Foto hätte er dann nach Hause schicken können – da hätten seine Eltern und Freunde aber gestaunt!

Frohen Mutes und stolz, das Krokodil bezwungen zu haben, wanderte Peter Pinguin weiter. Weil einige Dinge wie ein Wunder geschehen, hatte er auf einmal ein Auto, mit dem er durch die heiße Savanne fahren kann.

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Peter Pinguin in Afrika (1/7)

2006/05/13
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Heute war ein toller Tag gewesen. Peter Pinguin lag abends im Bett und dachte über die vergangenen Stunden nach. Er war mit seinen Eltern im Tierpark gewesen. Was gab es da nicht alles zu sehen: Tiger, die aussahen als hätten sie vergessen ihren Schlafanzug auszuziehen; Papageien, die sprechen konnten und nie den Schnabel hielten; Eisbären ohne Eisberge; Hirsche mit einem Geweih wie Antennen und viele, viele Tiere mehr. Ach, es war einfach so toll gewesen. Am allerbesten fand er aber die Tiere, die eigentlich in Afrika lebten. Die waren zwar im Tierpark nah, aber in Wirklichkeit so fern für ihn. Sie sahen so außergewöhnlich und aufregend aus, und er hatte sie noch nie in freier Natur gesehen. Wie das wohl wäre, all den Affen, Elefanten, Giraffen und Krokodilen leibhaftig zu begegnen? Er stellte sich gerade vor, wie er wie durch ein Wunder mitten in Afrika landete und dann ... dann war er wahrscheinlich eingeschlafen ...

... aber was war das? Ihm wurde auf einmal ganz heiß. Puh, war das eine Hitze, wie in Afrika. Jetzt könnte er eine kalte Dusche gebrauchen. Aber weit und breit kein Wasserhahn in Sicht. Oh – Peter Pinguin traute seinen Augen nicht. Da kam ja eine lebende Dusche direkt auf ihn zu. Ein Elefantenpapa, der frisches, kühles Wasser auf ihn herunterspülte. Ja, das war angenehm. Und sogar ein Handtuchhalter und ein Waschlappenhalter waren dabei. Das waren natürlich die beiden Elefantensöhne. So toll hatte er noch nie geduscht. Deshalb fühlte er sich danach auch topfit und bereit für große neue Entdeckungen. Wenn er schon mal in Afrika war, mußte er auch auf große Expedition gehen. Und so suchte er sich einen Wanderstock und machte sich auf den Weg.

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