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Gestern Abend habe ich im WDR die Dokumentation von Michael Moor „Bowling for Columbine“ gesehen. Der Film hat schon ein Paar Jahre auf den Buckel, aber wie ich finde, nichts an Aktualität verloren. Der ganze Film dreht sich um das Thema Waffen und die durch Politik und Medien suggerierte Angst der Amerikaner. Aufhänger ist das Massaker von zwei Schülern an der Columbine Highschool im April 1999.
Zitat aus der deutschen Website (www.bowling-for-columbine.de):
„Der Morgen des 20. April 1999 sieht nach einem ganz normalen Tag in Amerika aus. Farmer bestellen ihre Felder, Milchmänner liefern Milchflaschen aus, der Präsident lässt Bomben über einem Land abwerfen, dessen Namen wir nicht einmal aussprechen können“ (O-Ton) – und Dylan Klebold und Eric Harris, zwei Jungs in Littleton, Colorado, gehen zu ihrem Bowlingkurs. Was keiner ahnt: Die beiden bowlenden Jugendlichen werden wenige Stunden später das Columbine Highschool Massaker verüben, in dessen blutigem Verlauf 12 Schüler und ein Lehrer den Tod finden und viele Kinder und Jugendliche schwer verletzt werden. Wie eine ironische Spiegelung des Schicksals wirkt der Umstand, dass an diesem Tag die USA ihren stärksten Bombenangriff auf dem Kosovo fliegt.
Sehr aufschlußreich und zum Nachdenken anregend. In den USA werden jährlich über 10.000 Menschen mit Waffengewalt ermordet. Deutschland, Frankreich, Großbritanien oder Japan haben eine jährliche Mordrate, deutlich unter 100 Menschen. Selbst in Kanada, wo 10 Millionen Familien etwa 7 Millionen Schußwaffen besitzen, ist die Mordrate deutlich unter 100 pro Jahr ... in den USA ist es mehr als das Hundertfache.
Michael Moor hinterfragt in seiner Dokumentation: „Sind wir verrückt nach Waffen oder einfach nur verrückt?“
Noch etwas finde ich außerordentlich bemerkenswert: In Kanada schließen sich die Menschen grundsätzlich nicht in ihre Wohnungen oder Häuser ein. Die Türen bleiben einfach offen. Ein Kanadier sagte im Film, er würde sich eingesperrt fühlen, würde er seine Türen verschließen. Gleichzeitig verbarrikadieren sich die Amis hinter verstärkten Türen mit mehrfach gesicherten Schlößern. Und diese Mentalität findet sich auch in Deutschland wieder. Sicherlich wird auch in Kanada eingebrochen ... aber die Bevölkerung hat ein Grundvertrauen um das ich sie glatt beneide. Read entry » |
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Die US-Regierung setzt ihren Kampf gegen elektronische Währungen fort. Dies überrascht angesichts der gefährlichen Instabilität des US-Wirtschafts- und Währungssystems nicht. Nun ist PayPal an der Reihe, nachdem e-gold mittels Durchsuchung und Beschlagnahmung zu weitgehender Kooperation gezwungen wurde. Nach anfänglichen Widerständen ist bei PayPal mit vollkommener Kooperation zu rechnen, d.h. vollständige Weitergabe von Benutzerdaten an Regierungsbehörden.
Bereits letztes Jahr forderte der IRS (US-Steuerbehörde) PayPal zur umfassenden Herausgabe von Benutzerdaten auf. Bei einem Gericht in San Jose (Kalifornien) wurde auf Herausgabe von Daten über Transaktionen zwischen dem 1.1.1999 und dem 31.12.2004 geklagt.
Der IRS erhebt den Vorwurf, dass PayPal benutzt wird, um Gelder an der Steuer vorbei auf und von Offshore Kreditkarten-Konten zu verschieben. Daher verlangt die Behörde Daten zur Feststellung der Identität aller PayPal-Nutzer, die Bankkonten oder Kreditkarten in einer von 30 Jurisdiktionen besitzen, die als "Steueroasen" klassifiziert werden.
Das Gericht gab nun der Klage statt und entschied, dass der IRS Zugriff auf Daten zu gewähren ist, falls es sich um Erhebungen zur Aufdeckung von "Steuerbetrug" handelt. Da ein Verdacht auf "Steuerbetrug" immer und ohne Voraussetzung erhoben werden kann, ist dies ein bedenklicher Freibrief für die Steuerbehörde. Zumal der Zugriff auf PayPal-Daten den angenehmen Nebeneffekt hat, dass die Behörde - auch wenn kein Verstoß gegen Steuergesetze nachgewiesen werden kann - so das Bankgeheimnis in Ländern, wo dieses noch gilt, einfach umgehen kann.
Der Vorteil von PayPal - und anderen elektronischen Währungen - lag bisher darin, dass ohne Umweg über Banken gezahlt werden kann. So können natürlich auch Güter mit Offshore-Vermögen bezahlt werden, die dann an die Heimadresse geschickt werden, ohne wie bei Banküberweisungen eine deutliche Spur auf Papier zu hinterlassen. So kann natürlich auch PayPal prinzipiell dazu verwendet werden, Gelder zu "waschen", d.h. unversteuerte Einkommen zum Konsum in Hochsteuerländern zu verwenden. Gelder können per Email zwischen Offshore- und Inlands-Konten verschoben werden.
Bisher hat PayPal laut eigenen Angaben noch keine Daten weitergeleitet, das Unternehmen meldet, dass es die Privatsphäre seiner Kunden "really seriously", "wirklich ernst" nehme.
Doch es bezweifelt kaum jemand, dass nicht sehr bald eine vollumfängliche Kooperation mit den Behörden erfolgen wird. Schließlich ist PayPal mittlerweile im Besitz von eBay. eBay ist dafür berüchtigt, eng mit Regierungsbehörden zusammen zu arbeiten. Die diesbezügliche Unternehmenspolitik von eBay ist zum Teil skandalös und erregt zurecht große Skepsis und Ablehnung bei jenen, die Privatsphäre zu schätzen wissen.
Joseph E. Sullivan, "Director of Compliance and Law Enforcement Relations" (Direktor für Gesetzeseinhaltung und Beziehungen mit der Exekutive) bei eBay, sprach schon vor einigen Jahren sehr deutlich aus, wie sich eBay offen bei Regierungsbehörden anbiedert, damit das Geschäft nicht gestört wird:
Ich weiß aus Ermittlungen bei eBay-Betrugsfällen, dass eBay wahrscheinlich die großzügigste Unternehmenspolitik aller Internetfirmen hat, wenn es darum geht, Informationen zu teilen. Wir fordern keine Subpoena [gerichtliche Verfügung], außer unter sehr beschränkten Umständen. [...] Das bedeutet, wenn Sie eine Exekutivbehörde sind, können Sie uns ein Fax mit Ihrem Briefkopf schicken, um Informationen anzufordern: wer steckt hinter diesem Benutzer [...]. Wir geben Ihnen deren Name, Adresse, Emailadresse und Verkaufsprotokoll. [...] Wir werden Ihnen wahrscheinlich raten, sich eine Subpoena zu besorgen, wenn Sie Kreditkartendaten suchen. [...] Wir tun auch andere Dinge, um Ihre Ermittlungen zu unterstützen, indem wir eigene Ermittlungen anstellen, normalerweise, um herauszufinden, ob auch andere Benutzer mit dieser Sache zu tun haben.
Ohne Subpoena gibt eBay also alle Arten von Informationen an Exekutivbehörden heraus, egal für welchen Zweck: Name, Benutzer-ID, Email-Adresse, vollständige Anschrift, Telefonnummer, Firma, Passwort, Geschlecht, Versandadressen, alle Gebote, alle eingestellten Produkte, Benutzerbewertungen und -kommentare, bezahlte Preise, Chat-Protokolle und Foreneinträge (!).
Quelle: pressetext Deutschland Read entry » |
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Gerade keine Logwaver online
...aber 15 Guests und Du 
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