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USA - die Eindrücke

2008/08/18
| Category: Reise | VotesThumbs downVotesThumbs up | Votes: 2
Naja, vielleicht sollte man das einschränken auf den Bundesstaat Washington, denn dort waren wir 2 Wochen. Auf jeden Fall will ich hier ein paar meiner Eindrücke zusammenfassen:

Autos & Autofahren
Also erstmal muss man sagen, dass alle Autos in USA “groß” sind. Man könnte auch sagen “Trucks” statt Autos. Jeder fährt dort ein SUV, Pickup oder Geländewagen (bzw. -Truck). Kleinwagen gibt es nicht. Der kleinste, den ich gesehen habe war ein Mazda 3. Polos, Smarts oder sonstige Kleinwagen sind nicht existent. Aber das wird sich ja mit den dort steigenden Benzinpreisen auch ändern.
Nun zum Autofahren: In der Stadt schrecklich. 10-spurige Autobahnen, Abfahrten links und rechts, Einbahnstraßen ohne Ende. Außerhalb der Stadt klasse. Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 oder 70 Meilen/Stunde (ca. 120 km/h). Jeder hält sich dran. Exakt. Tempomat rein, relaxen. Kein dauernder Spurwechsel, keine Drängler, keine Raser. Toll. Einfach toll! Warum wir in Deutschland kein umfassendes Tempolimit auf Autobahnen durchsetzen können ist mir ein Rätsel, das hat wirklich nur Vorteile...

Häuser
Einfamilienhäuser sind aus Holz, nicht aus Stein solide gebaut. Dadurch gibt es viele, die sehr runtergekommen aussehen. Drinnen fühlt man sich nicht wirklich sicher aufgehoben, erstens weil es ständig komische Geräusche gibt (Holzknarren...) und zweitens weil die Türen sehr “windig” sind.
Die kleineren Orte sind klassische Straßendörfer, eine lange, gerade Straße und lauter flache Bauten daran aufgereiht, jede Menge Kleinbetriebe und die großen Ketten natürlich.
Businessgebäude in der Großstadt sind bevorzugt hoch, 20 Stockwerke oder so, schöne Skyline inklusive.

Supermärkte
Alles in USA ist größer, die Autos, die Autobahnen, die Supermärkte, die Zwiebeln, die Milchtüten. Die Auswahl im Ketten-Supermarkt (z.B. Safeway) ist Wahnsinn (die kleinen Grocery stores auf dem Land erinnern einen eher an Läden im Osten kurz nach der Wende). Man läuft durch und kommt aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Es gibt von allem 20 verschiedene Sorten. Nur nicht von Tempos. Davon gibt es nur 2lagige Varianten. Schrecklich ;-)

Natur & Umweltschutz
Es gibt unheimlich schöne Natur in Washington, und so kontrastreiche. Man hat wilde Pazifikküste, unberührte Urwälder, Gebirge, ruhende Vulkane, Canyons mit breiten Strömen und trockenem Land, Alpenlandschaften und Landschaften, die wie aus dem Western aussehen. Man sieht Tiere, die man sonst nur im Zoo sieht (z.B. Murmeltiere). Einfach schön.
Die vielen Nationalparks sind toll organisiert. Man hat ein Visitor Center, schöne Wanderwege (meist geteert).
Eins ist noch aufgefallen: es ist überall sauber. Es liegt kein Müll am Straßenrand, überall sauberes Wasser, selbst am Hafen.

Essen
Hatte ich erwähnt dass auch die Portionen in USA größer sind? Ja, man kann selbst von einer Vorspeise mehr als satt werden. Man kann eigentlich nicht wirklich gesund essen. Es gibt kein Vollkornbrot. Alles ist wahnsinnig süß. Fettig und (wen wundert’s) alle Packungen sind sehr groß. Also am besten man isst nur Obst oder Gemüse.
Die Kochkunst ist interessant. Viele Gerichte, die süßlich sind, mit Früchten (ja, pikante Gerichte mit süßem Touch). Und der Fisch ist an der Küste natürlich sehr frisch und lecker.

Leute
Ja, die Leute machen im Schnitt einen etwas beleibteren Eindruck. Bei dem Essen (s.o.) ja auch kein Wunder. In der Stadt laufen erstaunlich viele sehr fertig aussehende Menschen herum. Als Frau fühlt man sich nicht wirklich wohl, wenn man alleine v.a. Abends durch die Stadt läuft. Man sieht einfach, dass es dort kein soziales Netz gibt, das die Leute auffängt. Man fällt einfach bis unten durch...
Die Menschen in Washington waren sehr freundlich, offen und hilfsbereit. Uns sind aber auch sehr kleinkarierte Leute begegnet, gibt es wahrscheinlich überall....

Sicherheit
Mir ist zwar nichts passiert, aber irgendwie verursacht es doch ein komisches Gefühl, wenn man weiß, dass potentiell jeder eine Schusswaffe haben könnte. Sicherer fühlt man sich da nicht. Eher unwohl.

Insgesamt tolle Eindrücke, die sicherlich hier nicht vollständig geschildert werden können. Die Natur ist wirklich wunderschön. Ansonsten lernt man sehr zu schätzen, in welchem Paradies wir hier in Deutschland leben.... :-)
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Comments on 'USA - die Eindrücke'
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slayer slayer
2008/08/18
Nett

Plato Plato
2008/08/20
Sehr schöne Zusammenfassung, dafür Daumen hoch!

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