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Überwachungsstaat ... oder alles nur Quatsch?

In einer neuen Rubrik "Hä? oder: Auf der Suche nach Erkenntnis" möchte ich mich mit Euch auf die Suche machen nach Antworten auf die Fragen, die einen schon immer gereizt haben ... oder auch nicht;)

Heute ist die Frage:

Warum muss man eigentlich beim Einchecken in ein Hotel soviele persönliche Daten angeben?

Denn ich frage mich, was das eigentlich soll!? Werden diese Daten in einer grossen Datenbank abgeglichen? Wird da ausgerechnet, wie oft ich im Jahr nicht zuhause schlafe?
Aber wenn das so ist, warum muss ich dann nirgends angeben, wenn ich privat, aber eben nicht zuhause übernachtet habe? Denn sonst stimmt das ja nicht.

Geht es um Steuern oder Abgaben? Ok, aber warum muss ich dann im Restaurant beim Bezahlen nicht auch meinen Pass vorlegen und meine Privatadresse usw. aufschreiben?

Das könnte ja noch interessant sein, denn man könnte z.B. schauen, welcher Zusammenhang zwischen Jakobsmuscheln und Nichtraucherzimmern besteht, oder so;)

Zurück zum Thema. Warum?

Weil es vor Jahrhunderten dem König oder seinen Vertretern oblag, eine Reisegenehmigung auszustellen, und somit die Übernachtungen zur Kontrolle verwendet werden konnten?

Und wie steht es da eigentlich mit dem Datenschutz, der heiligen Kuh Deutscher Verbraucherschützer?

Wer darf diese Daten benutzen, und wer tut es? Und wenn es keiner sinnvoll tut, warum dann der ganze Act?

Kann mich da jemand erleuchten??? ;))
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Comments on 'Überwachungsstaat ... oder alles nur Quatsch?'
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Virtual Virtual
2006/02/22
Antwort hab ich auch keine.

Aber mir ist's auch irgendwie Wurst. Ich hab da kein Problem damit. Wenn ich immer Leute höre, man müsse auf Datenschutz etc achten. Klar, aber bei vielen Daten ist es doch bums, ob sie jemand kennt oder nicht. Viele machen schon 'nen Aufstand wenn sie beim Geld Abheben ohne Karte ab 1000 EUR den Ausweis vorlegen müssen. Sie seien ja schon seit 5 Jahren Kunde. Sowas versteh ich nicht. Was will denn der Hansel hinterm Schalter mit den Daten? Nix. Die haben eben ihre Anweisungen. Und mich würd's nicht weiter stören, wenn jemand meine Perso-Nummer oder das Geburtsdatum 3 Sekunden anguckt, um's in den PC einzutippen.
Ähnlich im Hotel. Die Leute seh ich nie wieder. Also ist's mir doch hops, was die von mir wissen wollen.
Und klar geht's mich persönlich nix an, wann wer geboren ist. Aber was juckt's mich, wenn einer weiß wann ich geboren bin. Na und?
Ausgeweitet auf nationale Sicherheit: Kameras an öffentlichen Plätzen. Warum machen da so viele Leute ein Problem draus?
Oder Einsicht in sämtliche Papiere eines Einreisenden. Wenn's hilft, illegal verweilende Leute zu finden oder gesuchte Personen zu fassen..

Fakt ist: Eine gut gepflegte Datenbank kann Gold wert sein.
Simples Beispiel "Amazon".
Jeder Klick wird gespeichert. Was schaue ich mir an? Was kaufe ich sonst noch, wenn ich mir das neuste Arch Enemy Album besorge? Was haben andere Leute gekauft, die ebenfalls die Chimaira Live DVD auf ihrem Wunschzettel haben?
Alles wird gespeichert und gekonnt ausgewertet. Einerseits wissen die viel über mich. Was ich für Bücher lese, was ich bevorzugt für Musik höre. Aber andererseits ist das Resultat doch genialer Kundenservice!
Kaum logge ich mich ein, werden mir die neusten CDs vorgestellt, auf deren Release ich tatsächlich schon sehnsüchtig warte oder von denen ich noch gar nicht wusste, dass neues Material ins Haus steht. Alben von Bands, die keiner in meinem Freundeskreis kennt, die ich in keinem Laden gefunden habe, bei denen ich schon die Hoffnung aufgegeben hatte sie preiswert zu bekommen.. kaum geh ich auf Amazon, wird mir promt genau diese CD angeboten, ohne dass ich danach suchen muss, und das zu einem TOP Preis.

Katschi Katschi
2006/02/22
also ich bin der meinung, dass der Staat den Bürger besswer bewachen kann, als man denkt... Telefonkarten, Handy, Geld/Kreditkarten, Navigationssysteme im Auto...
dann gab es ja vorm Bundesverfassungsgericht noch die Diskussion wegen dem Mautsystem... da werden ja sämtliche vorbeifahrende Autos registriert... einer hat da den Antrag gestellt, dieses System bei der Verbrechensaufklärung mit zu benutzen, der Antrag wurde zwar aus Datenschutzgründen abgelehnt, aber was die da WIRKLICH mit den daten machen... wer weiß...
Aber durch solche Kleinen sachen, wie Telefon/Geldkarten usw. kann man die Stationen wunderbar nachverfolgen, die ein Mensch in seinem Tag abgegangen ist... in London ist man ja sogar schon einen Schritt weiter und man kann beobachten, WIE ein mensch von Station zu Station wandertt... mit Überwachungskameras...

slayer slayer
2006/02/22
Der Punkt ist: Wenn man alle digitalen "Spuren" zusammenlegt wüsste man ALLES über die Leute. Kundenkarten -> Was kaufst du wann, wie oft ein? Internet -> Kommunikation, Surfverhalten? Aus welcher "Zelle" verschickst du deine SMS? Wo loggt sich dein Handy ein? Das ist schon alles sehr krass!

slayer slayer
2006/02/22
WER SCHREIBT WO EINEN BLOG ÜBER WAS? Ist das krass ;)

Katschi Katschi
2006/02/22
oO Slayer gehört zur internationalen Daten-Mafia, AUF IHN!!!
^^

drb drb
2006/02/23
interessante antworten;)

wobei ein teil der frage noch nicht geklärt ist: machen die was mit den daten? wenn ja was? wenn nein, warum dann erheben?

und noch eine sache zu KATSCHI: ALLE telefongespräche und emails in D - und auch in vielen anderen Ländern - werden abgehört bzw. gelesen ... allerdings "nur" nach bestimmten reizwörtern wird automatisiert gesucht, und erst dann werden sie weitergehend analysiert.
na ja ... gut, dass wir nnachgefragt haben;)))

spaetzle spaetzle
2006/02/23
Naja, ich seh das einfach so: Ich habe nix zu verbergen und es ist mir ziemlich egal ob jemand weiß, ob ich heute abend zum Salsa gehe oder nicht ;-)

Virtual Virtual
2006/02/23
Genau diese Meinung vom spaetzle vertrete ich auch (wie im ersten Post angedeutet).
Und wenn "sie" es wissen, mir ist's egal. Es gibt mir keinen Grund etwas daran zu ändern.
Klar ist es krass, aber ich hab (noch) nix "verbrochen", dass ich befürchten müsste, dass heute abend in Reutlingen ein Auftragskiller vor der Färbe wartet, nur "weil" sie wissen, dass ich da jeden Do bin, wenn ich freitags nicht schaffen muss ;-)

slayer slayer
2006/02/23
Wenn ich jetzt hier "Bombe" und "Im Namen Allahs" schreibe, wird das vom BND und CIA gescannt. Dann surft hier jemand vorbei (Hallo übrigens) und sieht, dass wir keine Terroristen sind. Aber er schreibt in die Datenbank, dass Jan Keller unter dem Pseudonym "slayer" auftritt. Interessant, gell?

@ DrB: Die Daten werden gesammelt für den Fall der Fälle. Man könnte sie ja mal brauchen :P

ROHRAX ROHRAX
2006/02/23
Hm... die Frage ist interessant. Auch die Antwort von VS mit dem Beispiel von amazon.de ist interessant.
Ich persönlich habe grundsätzlich auch nichts dagegen, das meine Daten irgendwo gespeichert werden. Aber was mich arg nervt, sind solche Seiten im Netz, desen Betreiber dann die DBs verkaufen, um damit Geld zu machen, und der Benutzer dadurch zugespamt wird.
Manchmal nervt es mich bei amazon sogar, wenn auf der Startseite x-Artikel stehen, die mir empfohlen werden, aber mich dennoch nicht interessieren.
Aber solche "Speicherungen" haben natürlich auch Vorteile.
Besonders beim Einkauf im Netz, wenn man sich nur noch einloggen muss, also keine Adresse mehr eingeben oder sowas.

Fazit: Praktisch, aber unter Umständen auch sehr nervig ;)

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