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Vier tödliche Haiattacken. Was für Bilder gehen einem da durch den Kopf!?

Wahrscheinlich jeder von Euch hat Steven Spielbergs Jugendwerk “Der weisse Hai” gesehen, zumindest ausschnittsweise. Für seine Zeit grandioses Kino, keine Frage. Und wessen Vorstellung von Haien wurde dadurch nicht beeinflusst?

Aber wer, ausser den Tauchern unter Euch, hat sich näher mit diesen Tieren beschäftigt? Und deshalb gibt es heute, quasi als PR-Beitrag zum Artenschutz, diesen kleinen Eintrag ;)

Denn leider können diese blutrünstigen Killerbestien keine Filme machen … sonst wäre das der wahre Horrorfilm.

Und so bringt uns das zur weekly number: 55 Menschen wurden in 2003 von Haien attackiert - weltweit.
Und VIER davon starben.

(Laut International Shark Attack File, zitiert durch die Division of Aquatic Resources des Hawaii Department of Land and Natural Resources, von denen auch die anderen Zahlen hier stammen samt Grafik. Und wen es interessiert: 2002 gab es 63 Attacken, wovon 3 tödlich verliefen, also tödlich für den Menschen. 68 in 2001 mit 4 Todesfällen, und 79 in 2000 mit 11 Todesfällen. Generell scheint es eine abnehmende Tendenz der Anzahl der Attacken zu geben)

So … und jetzt zur ebenso interessanten Zahl. Wie viele Haie wurden von Menschen getötet? Auch 4 in 2003? 40? 400? 4.000?

Alles falsch. Etwa 100 Millionen!!!

Die Zahl sollte man mal sacken lassen.

Das sind etwa 800 Millionen Kilo Haifleisch, die zum Teil mit Absicht wegen ihres Fleisches, besonders ihrer Flossen, getötet werden, oder zur Produktion von Lederhandtaschen oder –schuhen, für Öle oder Pharmazeutika, aber grossenteils auch „aus Pech“, - mmh, mehr Pech für den Hai, als für den Fischer - beim fischen nach anderem Getier.


So gesehen lebt der gefährlichste Killer der Meere … noch nicht einmal im Meer.



Nachtrag: Anbei ein passendes Bild (Quelle: www.duiops.net/seresvivos … habe leider keine näheren Angaben zum Photographen gefunden), samt einer netten Statistik (Quelle: Division of Aquatic Resources, Hawaii Department of Land and Natural Resources), die für Hawaii die Relation von Menschen im Wasser und Haiattacken aufzeigt je Monat.

Man beachte: Die Haiattackenzahlen sind dabei SUMMIERT über einen Zeitraum von 55 Jahren!! Helbblau sind Attacken, lila sind die Tödlichen.

Während also im Schnitt z.B. etwa 500.000 Menschen im Juni ins Wasser gingen, was hochgerechnet auf 55 Jahre etwa 27,5 Millionen Menschen wären, wurden in diesem Zeitraum über 55 Jahre 10 Menschen attackiert … und keiner starb.
So viel zum Risiko des Menschen.

Ein nicht ganz fairer Vergleich wäre hier noch, dass linear hochgerechnet im gleichen Zeitraum weltweit etwa 5 Milliarden Haie von Menschen getötet wurden. Eigentlich unvorstellbar.

Interessant ist übrigens noch, dass überproportional viele Attacken von Oktober bis Dezember stattfanden, obwohl da relativ wenig Schwimmer unterwegs waren. Dafür hat man noch keine Erklärung gefunden.
Ach, und für die Schwimmer sei gesagt, dass ¾ aller Attacken Surfern galten. Das war es jetzt aber auch mit weekly numbers;)

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Wie viel Dummschwätzen darf ein Politiker?

Keine Frage, Artikel 5 des Grundgesetzes (Das Recht auf freie Meinungsäusserung) gilt auch für Politiker, insofern die Frage mit „unendlich viel“ beantwortet werden kann.

Gut, somit wäre ja die Frage geklärt.



Wer Lust hast, kann ja weiterlesen ;)

Denn aktuell besonders angeregt auch durch eine Diskussion von Jim Nelson, seines Zeichens Chefredakteur der US-amerikanischen Ausgabe von GQ (vgl. hierzu auch sein herrliches Editorial, GQ (US-Ausgabe), Juni 2006, S.40), frage ich mich wieder einmal, warum die Wählerschaft nicht rigoroser umgeht mit Dummschwätzern in der Politik?

Ein aktuelles Beispiel aus USA verdeutlicht herrlich, was ich meine.

Amuse bouche

(Ob Bush wirklich zum amüsieren ist, ich weiss es nicht … aber der geneigte Leser verzeihe mir dieses Wortspiel;)

Während die Ausgeburt an Intelligenz, seine Exzellenz, der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, George Walker Bush seinen besten Mann, den Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, über den Klee lobt - „(His) steady leadership is exactly what is needed at this critical point“ - werden die Stimmen innerhalb der obersten Führung des Militärs in den USA immer lauter, Rummy aufgrund seiner „absolute failures in managing the war“ in die Wüste, ehm, also eigentlich nicht in die Wüste, wieder mal, das war je eben nicht so toll, sondern nach Hause zu schicken.

Klar, viele der zweifelhaften Experten, wie amtierende oder pensionierte Vier Sterne Generäle oder so, und sicher Friedenstauben allesamt, hatten wohl nicht genügend Möglichkeiten, sich von den überragenden Eigenschaften Rumsfelds zu überzeugen. Guuut, der ein oder andere mag einfach zu weit weg gewesen sein … z.B. im Irak. Also was wissen die schon?

Vorspeise

Rumsfeld aber weiss es, wie so vieles, und zwar EXAKT, wie auch Bush immer wieder betont, und sagt die Tage doch glatt noch:
„What we did in Iraq was exactly the right thing to do. If I had it to recommend all over again, I would recommend exactly the same course of action!”.

Mmmh, was soll man dazu eigentlich noch sagen …?

Herr Ober, wir hätten gerne noch eine Flasche Wein. Oder machen Sie es gleich zwei;)

Zum Hauptgang servieren wir Ihnen heute leider kein Rumpsteak – medium rare, dafür aber ein ebenso kaum durchgegartes Beispiel der Exaktheit in Person, das Signiture Dish des (Weissen) Hauses, Rumsfeld – (not) well done:
„Out of thousands and thousands of admirals and generals, if every time two or three people disagreed we changed the secretary of defense of the United States, it would be like a merry-go-round.”

Ahhh ha.

Und, wie Jim so schön bemerkt, neben der “eigentümlichen” Syntax, möchten auch wir nicht, dass Karussels ihre Secretaries of defense wechseln. Aber, und hier hat Jim nachgerechnet, gibt es in den USA nicht Tausende über Tausende Generäle und Admiräle, sondern … 39!

Für jemanden, der immer und immer wieder EXAKTHEIT als oberste Maxime seines Handelns postuliert, ist das recht weit ab vom Schuss.

Bzw. fragt man sich doch unwillkürlich, wie exakt Rumsfeld auch andere Fakten kennt, auf denen er seine Handlungen basiert – oder eben solche Aussagen wie zur Vorspeise!? Und dann, wieso so jemand noch dort ist, wo er ist, und kein Aufschrei durch´s Volk geht?


Wie blind kann man sein, um so etwas zu sagen?

Und wie blind ist „das Volk“, dass es nicht aufbegehrt ob dieser Ignoranz?


In Deutschland würde das nicht passieren? Mmmhhh … Stoibers Reden mögen witzig sein … aber ernsthaft: Wer möchte von so jemandem repräsentiert werden?


Und auf einer rationaleren, weniger polemischen Ebene: Wie war das bei Frau Dr. Merkel mit dem Rückzug des Staates vor der Wahl, mit öffentlicher Sparsamkeit, mit Eigenverantwortung?
Und jetzt gibt es die grösste Steuererhöhung der Nachkriegszeit, verschlingt Hartz IV immer weiter immer mehr und mehr Milliarden, und Elterngeld gibt es nur voll, wenn Väter zwei Monate lang auf Staatsgeheiß „zum Wickeln“ antreten. Aha.

Wie viele Prozent der Bevölkerung beziehen ihr Einkommen noch aus Arbeit? Wieder diese ominöse 39 … für niemanden erschreckend?

Wir geben EUR 40 Milliarden pro Jahr zur Förderung von Langzeitarbeitslosen aus … mit dem Erfolg, die Arbeitsplätze in der Verwaltung gesichert zu haben. Aber ansonsten? Nichts!
(2/3 aller Arbeitslosen, nicht nur der Langzeitarbeitslosen, gelten mittlerweile als nicht mehr vermittelbar, quasi arbeitslos in alle Ewigkeit. Ok, ok, bis zur Rente, oder dem Tod, whatever comes first)

Und wie viel investieren wir in die Zukunft? Im „Pakt für Forschung und Innovation“ wurde im Mai 2005 verabschiedet, dass zur Förderung von Spitzenuniversitäten zukünftig 3% mehr, oder beeindruckende EUR 150 Millionen, zusätzlich investiert werden sollen – etwa 300 Mal weniger als o.a. EUR 40 MRD!!

Und, btw, der Kapitalstock der Universität von Harvard beträgt derzeit etwa USD 25 Mrd. Steigert Harvard allein die Verzinsung dieses Vermögens um 1% pro Jahr, so reden wir von USD 250 Millionen. Und das ist nur eine Universität.

Und noch eine kleine Randnotiz zum Dauerthema „Der Deutsche und seine Bürokratie“: 2005 wurden 107 Rechtsverordnungen zwecks Bürokratieabbau ausser Kraft gesetzt – und 160 neu erlassen (über das geile 160 Werk des Gesetzgebers zur sozialen Balance im Steuergesetz und dessen Auswirkungen auf Pferde, Esel, Maultiere, Przewalski-Pferde, Tapane, Zebras und Zebroide, und überhaupt, sage ich hier nichts mehr).

… und so weiter … und so fort ….

Äpfel mit Birnen … mag sein. Aber alles Obst. Und meiner Meinung nach nicht wirklich Frisches.

Wo ist Qualität, wo Exzellenz? Wo sind die versprochenen Reformen? Wo sind die zukunftsgerichteten Konzepte?

War, und ist, alles nur Dummgeschwätz!?

Und … zum Ausgang zurück: Wo ist der Aufschrei der Wähler?

B.


P.S.: Oder bin ich der Dummschwätzer und kapier’s bloss nicht?
Aber wahrscheinlich sollte ich jetzt besser den Mund halten und Deutschland seine Weltmeisterschaft feiern lassen … welch schöne Ablenkung … der Herbst/das Aufwachen kommt früh genug …
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Nach meinem Blog „My daily Nietzsche“, der sich, frei aller in der Überschrift implizierter Verpflichtung weder wirklich täglich noch ausschliesslich um Nietzsche, aber um eher philosophische wie emotionale Themen kümmert, habe ich beschlossen, nun das rationale Pendant hierzu einzuführen:

My weekly number

Auch hier werde ich mir die Freiheit herausnehmen, mich nicht sklavisch an weekly zu halten … aber die Überschrift gefiel mir halt;)

Genug der Vorrede, gehen wir in medias res, oder wos is?, wie der Bayer sagen würde;)

Ja, ja, der Bayer … da hat er also endlich mal einen Bären im Wald entdeckt, schon soll er erschossen werden. Interessant in diesem Zusammenhang finde ich einen Artikel von Jeffrey T. Iverson (TIME Magazine, Europe edition, May 22, 2006, S. 14) über den aktuellen Versuch, in Frankreich wieder Braunbären anzusiedeln.

Nachdem das Maskottchen der Pyrenäen, der europäische Braunbär (Ursus arctos, wieder was gelernt), dank der Ausbreitung des Menschen, illegaler Jagden und des langsamen Reproduktionszykluses der Bären auf wohl 15 Exemplare dezimiert wurde, hat die französische Umweltministerin Nelly Olin ein „Wiederansiedlungsprogramm“ initiiert. Trotz zahlreicher Proteste tausender Bauern und Schäfer wurden Ende April zwei Bären aus Slowenien erfolgreich ausgesetzt, und ein weiteres Pärchen soll diese Woche noch folgen.

Die Bauern und Schäfer haben Angst um ihre Schafe, weshalb z.B. auch schon 12 Töpfe mit Honig, gemixt mit Glasscherben, wie fies ist das denn, bitte schön??, in der Umgebung der „Freilassungsorte“ gefunden wurden.

So, aber wo bleibt die Zahl, fragt ihr euch, oder stimmt auch das nicht in der Überschrift? ;)

Also, laut Studien des französischen Umweltministeriums töten Bären in den Pyrenäen etwa 150 bis 300 Schafe pro Jahr.

Ok … aber stolze 20.000 Schafe sterben jährlich auf natürliche Weise durch Kälte und Krankheiten von ganz alleine.
Das heisst, lediglich etwa 1 % aller nicht durch den Menschen getöteten Schafe sterben durch Bären … und deshalb muss man die killen???

Und um es noch drastischer zu machen. Ich habe noch ein bisschen gegoogelt … laut EU-Verodnung vom 19.12.2003 zur Einführung neuer Tests wg. TSE (transmissible spongiforme Enzephalopathien) bei Schafen und Ziegen gab es in Frankreich Ende 2002 genau 7.012.395 Schafe. Von diesen mussten 66.000 jährlich zur Vorsorge wg. TSE geschlachtet und untersucht werden.

Ich konnte jetzt nicht herausfinden, wie alt die Schafe durchschnittlich sind, wenn sie geschlachtet werden. Aber nehmen wir zwei Jahre an, dann werden pro Jahr über 3,5 Mio. Schafe in Frankreich vom Menschen geschlachtet.

All diese Zahlen in Relation zu den 150 – 300 von Bären gerissenen Schafen zu setzen, macht ja gar keinen Sinn mehr.

Also … summa summarum denke ich, wäre diese Bärenhysterie ein Witz, wäre es nicht so traurig, dass sie für den bayerischen Bären eventuell tödlich endet.

B. :(
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