Tod - Teil I
Hallo zusammen,
es gibt zwar keinen bestimmten Anlass dafür, aber ich möchte diesmal wieder etwas ernsthafter bloggen.
Es geht um den Tod. Insbesondere darum, ob man vor dem Tod Angst hat oder nicht. Ob man daran glaubt, dass mit dem Tod alles endet
oder ihm die Wiedergeburt folgt.
Suizid, Reinkarnation, Nirvana.
Ich habe schon Tage erlebt, an denen ich irgendwie im Gefühl hatte, dass es sehr gut möglich wäre, dass ich
jeden Moment, ohne dies zu planen, sterben könnte. Sei es durch einen Verkehrsunfall, ein Verbrechen oder sonstwas.
Und meistens dachte ich in diesen Momenten: "Hey...du bist zwar jung, aber wenn du jetzt sterben würdest,
wäre das für dich persönlich nicht mal tragisch." Also mitunter ein Moment, an dem ich keine Angst vor dem
Sterben verspürt habe. Wo ich nur dachte: "Wenns jetzt vorbei sein soll, dann ist es halt so" Denn egal ob heute oder erst
in 50 Jahren...sterben werden wir eh alle...und schmerzhaft wird es für uns oder unsere Mitmenschen
eh in jedem Fall sein.
Auch in einigen Depriphasen, wo man sich gedacht hat, dass alles schrecklich ist und das Leben
keinen Sinn macht kommt man zu sehr unterschiedlichen Gedanken bezüglich des eigenen Ablebens.
Ich habe mir oft die Frage gestellt, wer bei meiner Beerdigung an meinem Grab stehen würde. Wer würde wirklich trauern?
Wem wäre es gleichgültig? Würde sich überhaupt jemand darum kümmern?
Zwei sehr verschiedene Auffassungsarten.
Mit meiner Mutter beispielsweise könnte ich niemals über meine Gedanken an den eigenen Tod reden.
Vor ein paar Jahren habe ich im Internet mal eine Seite besucht, auf der man sich 'ausrechnen' lassen konnte,
wieviele Tage man noch zu leben hat und dan welchem Datum man stirbt. Als ich dies meiner Mutter ohne mir
vorher darüber Gedanken zu machen sagte, kamen ihr die Tränen.
Wie also legt sich unsere Einstellung zum Tod fest? Kommt es darauf an, wie man sich gerade fühlt, oder kann
man wirklich eine dauerhafte Position diesbezüglich einnehmen?
Kurt Cobain, Sänger der Band Nirvana sagte mal:
"It's better to burn out, than to fade away"
Ich finde diesen Satz sehr passend. Zwar hat er noch einen einen Suizidrechtfertigenden Beigeschmack, aber
in einer gewissen Hinsicht teileich diese Konzeption.
Lieber Ausbrennen, als vor sich hinflackern. Denn wer möchte schon lange Leben und eigentlich nur
vor sich hinvegetieren? Dann lieber kurz und intensiv leben, oder?
Dies als erster Teil dieses für mich wirklich interessanten Themas.
Ich würde mich freuen, wenn einige von euch ein paar Worte finden würden und etwas zu dem Thema beisteuern. |
Comments on 'Tod - Teil I'
Refresh
1. so alt sind wie noch nicht.
2. aber es komt also ich meine man solte nicht so oft da rüber nach denken den der erzeugt die Angst.
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hast du über eine dritte alternative nachgedacht?: intensiv UND lange leben.
unter "intensivität" verstehe ich aber nicht nur lebensverkürzende dinge.
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jein ich wolte euch noch zu wort kommen lasen
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Gedanken über den Tod werden in verschiedenen Situationen aktuell, das ist meine Erfahrung.
Und ich denke, dass Du richtig damit liegst, dass die eigene Stimmung ausschlaggebend dafür ist, welche Form sie annehmen.
Wenn z.B. ein naher Mensch stirbt, wirft uns das immer auf uns selbst zurück. Je nachdem wie alt er war, ob er gelitten hat oder überraschend starb, verändern sich sicher auch unsere Gedanken.
Es gibt eine sehr schöne Einsicht, die ich aus dem Buch Tuesdays with Morrie habe (dass sie ursprünglich aus einer anderen Quelle stammt, und ich es vergessen habe, ist gut möglich) und die besagt, dass wir unser Leben jeden Tag so leben sollten, dass, säße ein kleiner Vogel auf unserer Schulter und fragte uns, ob wir bereit wären heute zu sterben, wir diese Frage ohne Bedauern mit einem klaren JA beantworten können sollten.
Naja. Also ich bin weit davon entfernt, wie von vielen anderen Dingen auch ;-)
Dennoch macht mir die Tatsache sterben zu müssen an sich keine Angst. Die verschiedenen Formen des Wie schon eher.
Der Gedanke als Pflegefall rumzuvegetieren, ist ausgesprochen unangenehm, aber einen "jungen, kräftigen Tod" wie Hermann van Veen ihn besungen hat, haben leider die wenigsten...
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der tod ist aller wahrscheinlichkeit nach das ende aller dinge. also: nie mehr mit schönen frauen knutschen, nie mehr FF zocken, nie mehr womöglich schöneres und wichtigeres :) nie mehr lieben, hoffen, freuen, in die sonne schauen, auf dem gras liegen und dem vogelgezwitscher zuhören. das alles ist mit dem tod zuende.
nein, noch kann ich das alles nicht aufgeben.
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