Tod - Teil II
Hallo,
nachdem ich bereits über den Tod geschrieben habe, möchte ich jetzt mal etwas über das, was uns danach
erwartet schreiben.
Und da ist ja schon die Frage: Erwartet uns nach dem Tod etwas?
Die Hinduisten und Buddhisten sagen ja!
In Zusammenhang mit der Reinkarnation steht das Karma. Ich persönlich habe mich mit der Vorstellung
angefreundet, dass Karma existiert. Darunter versteht man dann, dass sich jede Handlung und jeder Gedanke
auf den Akteur selbst auswirkt.
Somit sind Menschen, die sich im Laufe ihres Lebens unethisch verhalten, irgendwann diejenigen, welche
unter den Konsequenzen ihrer Handlungen leiden. Das eigentlich interessante für mich ist, dass es sich beim
Karma nicht um einen Gott dreht, der Gerechtigkeit walten lässt, sondern um das Individuum, dass selbst zu entscheiden
hat, wie er handelt.
Kausalität, ergo das Prinzip von Ursache und Wirkung, hat ebenso viel damit zu tun, wie die Konzeption der
Reinkarnation, also der der Wiedergeburt.
So könnte man vereinfacht sagen: Wer im jetzigen Leben böse ist, wird entweder noch im selben Leben dafür bestraft werden
(Schicksalsschläge oder ähnliches) oder aber im nächsten Leben dafür bestraft. So käme man dann eventuell als Mücke oder sowas wieder auf die Welt.
Wahrscheinlich freunde ich mich auch so gerne mit dem Gedanken an, dass die Welt wirklich nach dem
Karma-Prinzip abläuft, weil ich es gerecht fände, dass Menschen irgendwann das zurückbekommen, was sie anderen Leuten antun. Im selben
aber auch, dass Leute, die gute Intentionen haben und sich um das Wohl ihrer Mitmenschen mit reinem Herzen
sorgen und kümmern, irgendwann dafür belohnt werden, ohne im Vorraus an die Belohnung zu denken.
Mein Kritik- bzw- Fragwürdiger Punkt ist da aber folgender:
Ein behinderter Mensch, dem es ohne sein Mitwirken nicht möglich ist, die Moralität seiner Handlungen oder Gedanken festzulegen, kann doch nicht
zwingend in einem Teufelskreis gefangen sein, oder?
Auch für Christen gibt es ein Leben nach dem Tod. Dieses besteht, sehr simpel gehalten, aus Himmel oder Hölle.
Leider liegen mir simple Vorstellungen nicht, weshalb jedem ziemlich klar ist, dass ich die christliche
Lehre nicht vertrete.
Weiß jemand wie das im Koran beschrieben wird? Denn im Islam kenn ich mich leider garnicht aus.
Das als zweiter Teil meiner Tod-Gedankenreihe.
Auch diesmal wäre ich froh, wenn dazu jemand etwas schreiben könnte und mir vielleicht ein bisschen Licht in's Dunkel
bringen würde. |
Comments on 'Tod - Teil II'
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Islam?
Davon hab ich keine Ahnung... außer: Stürz dich mit einem möglichst vollbeladenen Personenjet in ein amerikamisches Hochhaus... schon hast du im Paradies 72 Jungfrauen!
:-P
Oh mann... und zum Buddhismus: Wenn du in deinem ganzen Leben nicht stets brav Baumrinde futterst und 5 Stunden täglich mit Meditieren vergeudest, wirst du laut den Buddhisten zunächst einmal als ein Wesen niedrigerer Stellung wiedergeboren - also als erst als Frau (!), dann als Tier und irgendwann als Pflanze.
Schwachsinn...
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Ja nu...ich persönlich hätte nach meinem Abschied aus diesem Dasein eigentlich ganz gern meine Ruhe. Und was das Karma angeht...hm. Mir sind in meinem Leben schon viele Dinge widerfahren, die ich einfach mit einem "schlechten Karma" erklären könnte...und ich müsste mich also fragen, wie verdammt Scheisse ich denn bloss in einer früheren Inkarnation drauf gewesen sein muss, um DAS verdient zu haben. Andererseits glaube ich fest daran, dass nichts ohne Grund geschieht. Es gibt keine Zufälle.
Wer sagt denn eigentlich, dass ein Behinderter, der für sein Handeln und seine Gedanken nicht verantwortlich gemacht werden kann, nicht im Grunde ein uns überaus "überlegenes" Geschöpf ist, da er ja unschuldig ist...und dass dieser Mensch viel schneller ins "Nirvana" eingehen würde, als es jeder bewusste Mensch je vermag?
Es ist doch interessant, dass der Buddhist den endlosen Kreislauf der Wiederkehr zu durchbrechen sucht. Die Christen hoffen darauf, dass es nach dem Tode weiter geht. Die Buddhisten sehnen sich danach, dass es aufhört. Aber in gewisser Weise wollen beide dahin, wo alles angefangen hat.
Der islamische Glaube ist in Bezug auf das Leben nach dem Tod übrigens sehr mit dem Christentum verwandt. Das irdische Leben in seiner Ausrichtung nach und Einhaltung von religiösen Geboten und Gesetzen entscheidet darüber, ob der Gläubige einst in die Hölle oder den Himmel eingehen wird.
Wenn ich mich richtig besinne, dann gammelt man sowohl im Christentum als auch im Islam eine endlose Zeit wartend herum, weil man ja in beiden Religionen auf das Jüngste Gericht zu warten hat.
Ich gebe zu, dass ich mich mit dem Christentum nicht so gut auskenne. Im Islam verschleppt ein Engel deine Seele in der Stunde des Todes in den Himmel, wo eine Art Schnellgericht stattfindet. Wenn der Mensch gottgefällig gelebt hat (was immer das heissen mag), bekommt er den positiven Bescheid, dass ihm etwaige Sünden vergeben sind. War er nicht besonders gottesfürchtig, kommt er schon erst mal gar nicht in den Himmel rein und muss im Loser-Warteraum zwischenlanden. Anschliessend packen sie die Seelen wieder in den Körper zurück. Da liegen sie dann und harren der Dinge, die mal kommen sollen. Und damit ihnen nicht langweilig wird, wird noch eine hochnotpeinliche Befragung zu diversen religiösen Dingen durchgeführt. Man sollte den Koran kennen, wissen, wer der richtige Prophet ist und nicht in die falsche Himmelsrichtung gebetet haben, denn sonst machen sie einem das Warten richtig unangenehm. Wenn man hingegen alle Fragen richtig beantwortet hat, erleichtern sie einem das Warten. Die meiste Zeit verbringt man allerdings mit Dösen.
Am Tag des Jüngsten Gericht (Krach! Knall! Peng! Endzeit!) bekommen die Gläubigen wieder ihren/einen Körper. Und dann wird endgültig darüber entschieden, wer in den Himmel oder in die Hölle kommt.
Tja...ich stelle mir das schon lustig vor. Gott ist natürlich der Oberste Richter, nur heisst er eben bei den Muslims Allah. Jesus ist vermutlich anwesend, doch er wird laut Koran der Ankläger der Juden und Christen sein. Mohammed ist sowohl Verteidiger als auch möglicher Ankläger der Menschen. Und alle guten und schlechten Taten stehen in einem Buch und werden dem Betreffenden vorgelesen und gegeneinander gewogen...
Ob man dann tatsächlich in den Himmel kommt, steht wortwörtlich auf des Messers Schneide, denn ein Engel führt die Menschen über einen sehr schmalen Grat Richtung Himmelstor. Die Guten kommen an und und die Schlechten fallen runter. Für die ist Schicht im Schacht. Hölle! Hölle! Hölle!
Tja...und was Himmel und Hölle angeht, so ist die Hölle in beiden Religionen ziemlich übel. In Bezug auf den Himmel glaube ich, dass im islamischen Himmel die besseren Partys gefeiert werden. Denn laut Koran ist das Paradies ein Ort der Sinnesfreuden. Bei den Christen ist sowas eher unvorstellbar.
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Es gibt viele Religionen, und alle versprechen eine Existenz nach dem Tod. Und sie sind alle steinalt... aber was spricht dagegen sich anständig und ehrenhaft zu benehmen auch wenn man den Eindruck hat dass die wenigsten Menschen ebenso handeln? Es gibt viele Religionen, aber im Endeffekt lehren sie auch nur auf sein Herz zu hören...
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Im modernen Buddhismus ist jeder Mensch von Anfang an gleich viel wert, behindert oder nicht. Niemand wird nur weil er nicht meditiert oder asketisch lebt (Buddha hat die Askese auch vor der Erleuchtung aufgegeben) schlechter wiedergeboren, das ist hinduistischer Unsinn. Jeder Buddhist hat seinen eigenen Weg zur Erleuchtung, und die Meditation hat sich als ein guter Weg dorthin erwiesen.Wiedergeburten als mindere Wesen (die es im westlichen Buddhismus gar nicht gibt) sind die Folge krasser Vergehen gegen das Wesen anderer, und geschehen nicht, weil man mal geflucht hat oder so.Das Karma richtet sich nicht nur nach guten und bösen Taten, sondern auch nach der Einstellung und dem Menschen, quasi wird die Tat nicht universel bewertet sondern, sollte es sich zum Beispiel um einen eingeschränkten Menschen handeln, individuell bewertet. Jeder Weg wird als grundsätzlich gut bewertet, solang er niemanden verletzt. Das heisst, dass auch wer nichts Gutes tut, aber gutes denkt (was erwiesener Maßen z.B. bei geistig behinderten Menschen häufiger als bei "normalen" Menschen vorkommt) ein "besserer" Mensch ist und das bessere Karma ansammelt. Es gibt kaum allgemein gültige Regeln für gutes Karma, aber viele aufgezeigte Wege es zu erreichen. Ich glaube daran.
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Im Koran steht, dass nach dem Tod einem Im Paradis 40 Jungfrauen erwarten. Das scheint allerdings nur eine falsche Übersetzung über die Jahre hin gewesen zu sein (ähnlich wie stille Post ^^). Anscheinend wartet dort auf die Islamisten statt einem Haufen Jungfrauen, ein Haufen Obst (kein Scherz!). Doof nur für die ganzen "Schläfer" unter den Islamisten - Wenn sie in den Himmel kommen, wartet dort anstatt lauter hübscher Jungfrauen nur ne Schale Obst ;)
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Deinen Frage zu Behinderten...
Ich glaube, dass sich jeder seine Lebenssituation für das nächste Leben auswählen kann. ZB in welche Familie man geboren wird und dass man sich dann auch eine Lebenssituation auswählt, in der man möglichst oft mit den Themen in Berührung kommt, an denen man wachsen will.
Ob man es dann auch schafft, an diesen Themen zu arbeiten, oder ob man noch ein weiteres Leben braucht um mit diesen klar zu kommen, liegt auch wieder bei uns selbst. Dennn wir allein sind verantwortlich für unser Leben. Kein Schicksal, kein Gott und keine Zufälle lenken unser Leben. (Denn Zufall ist nur, was du dir selbst Zufallen lässt). Nur wir selbst bestimmen was läuft. Ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht, wir steuern uns in ganz bestimmte Situationen um uns zu fordern, reflektieren und zu wachsen.
Fussball-Witwe
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