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Fühle mich seltsam - wie immer - und dann ist auch noch Wochenende, heul ;-)
Die von benzin beschriebene Armut wird in unserer Gesellschaft wohl nur zu gern verleugnet; vielleicht auch deswegen, weil es keine einfachen Lösungswege gibt?
Mir jedenfalls fallen keine ein, was genauer betrachtet eigentlich schon ein Armutszeugnis ist.
Aber mir ist in dem Zusammenhang etwas eingefallen, was ich neulich erlebte, und was eine ganz andere Armut zeigt, die mich nicht weniger betroffen macht, als wenn alte Menschen es nötig haben, die Abfalleimer nach etwas Brauchbarem durchsuchen zu müssen...
Ein ganz normaler Freitagabend bis auf die Tatsache, dass ich vergessen hatte Brot zu besorgen, was aber für das Abendbrot meines Holden unerlässlich ist.
Da die Bäcker in Reichweite schon geschlossen haben, werfe ich also mein Auto an und zuckele zum nächstgelegenen Famila-Markt, um den Mangel zu beseitigen. Klar bin ich in Zeitdruck und ärgere mich über mich, dass ich die Vorräte nicht beizeiten kontrolliert habe.
Der kürzeste Weg ist normalerweise nicht stark befahren und recht idyllisch, so bin ich ein wenig erstaunt, dass direkt vor mir mindestens fünf andere Fahrzeuge ebenfalls in meine Richtung wollen.
In Gedanken damit beschäftigt, was ich wohl mache, wenn unser Lieblingsbrot ausverkauft sein sollte, nehme ich dennoch schon recht früh eine Gestalt am rechten Straßenrand wahr, der unbefestigt und dank der Witterung ziemlich mullig ist.
Ich richte mich mehr instinktiv darauf ein, dass die Kolonne vor mir abbremsen wird, aber nichts dergleichen passiert. Einer nach dem anderen fährt vorbei, obwohl ganz klar ersichtlich ist, dass da ein Mensch mit seinem Fahrrad gestürzt sein muss und sich gerade ziemlich mühsam aufzurichten versucht.
Gut anhalten kann man direkt an der Stelle nicht, also fahre ich ein Stück weiter, stelle mein Auto sicher ab - ist bei mir gar nicht so selbstverständlich, wenn ich spontan anhalte ;-) - und gehe zurück.
Es stellt sich heraus, dass es eine alte Frau ist, die in dem weichen Sand weggerutscht war und zu Fall kam. Das Fahrrad liegt auf ihr drauf und sie kann aus eigener Kraft nicht sich selbst und das Rad anheben. Ich helfe ihr, suche ihren Schuh, der bei der Aktion im Laub verloren gegangen ist und frage, ob ich sie nach Hause begleiten soll.
Gottseidank ist sie recht weich in der Böschung gelandet und hat sich nicht verletzt. Nein, sie wohne gleich um die Ecke und schöbe nun den Rest des Weges nach Hause.
Alles in allem eine Aktion, die mich knapp fünf Minuten kostete, die Frau aber war dankbar und froh, dass ihr jemand geholfen hatte.
Natürlich ist mir klar, dass das Ganze auch anders hätte aussehen können, aber ist das schon Grund genug, so zu tun als sähe ich den Menschen in Not vor meiner Nase nicht?
Dass kein anderer auf die Idee gekommen ist, wenigstens Hilfe anzubieten, fand ich jedenfalls erschreckend und sehr "arm". Read entry » |
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Was für ein Mensch Du bist!
Staunend nahm ich wahr:
Du bist so klar,
doch gleichzeitig auch sonderbar.
Dein Blick ist offen,
Deine Worte sind es auch,
welch Seltenheit in meiner Zeit.
Ganz geradeaus, die Schale hart,
und doch
im Inneren geborgen -
Dein Herz so zart
zeigt sich in Deinen Augen.
Das Ziel im Blick
mit festem Schritt ohne zu zögern,
weichst du
um ihretwillen weit zurück
hinter die selbstgezogenen Linien.
Ich schau nur zu.
Belustigt erst, dann interessiert
und warte ab,
was noch passiert.
So reif bist Du,
und Dein Ideal ist hoch,
nie wird sie es erfüllen;
sie spielt ja noch.
Enttäuschung, Rückzug,
kein Schritt weiter.
(wohl weil Du sonst
an Dir zerbrichst)
Klirrender Frost vereist die Fronten...
was schade ist,
denke ich.
Ich sehe Deinen tief
zu ihr geneigten Kopf
und wie ein sanftes Streicheln,
ruht Dein Blick auf ihr.
"Himmel, nein!",
entfährt es mir.
"Lauf, solang´ Du laufen kannst,
noch bist Du frei!
Wenn sie Dein Herz
in Händen hält,
ist es vorbei!!"
sagt mein Verstand.
Mein Herz jedoch, das widerspricht:
"Was aber ist,
wenn ihr NEIN
ein VIELLEICHT meint,
das eigentlich ein JA ist,
von dem sie selbst nichts weiß?"
Das ist es,
was Du hören willst.
Da hat das Herz auf Herz gebaut.
Was immer geschehen wird
oder auch nicht,
ich will nicht sehen,
wie Dein Herz
in dieser Falle
zerbricht.
Es gibt so wenige von seiner Art. Read entry » |
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Tiefschwarz die Nacht
und blutrot mein Verlangen.
So eisern hielt ich einst die Wacht;
wie hat es angefangen?
Kein Dieb war es zu später Stunde,
der das Geflecht so jäh zerbiss,
nur jener unerhörte Riss
auf ungewohntem Grunde.
Warum so blind, so taub, so stur,
leugne ich seine Kraft,
wenn er so leicht es schafft,
dass ich der Laune der Natur
mich lüstern nur ergebe
und meine wüsten Träume lebe? Read entry » |
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2008/03/09 | Category: Frust | Comments: 0
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Ihr Lieben, ich entschuldige mich schon mal im Vorfeld bei Euch, dass ich hier gleich doch wieder nur Dampf ablassen werde, denn ehrlich gesagt finde ich es inzwischen selbst schon doof, dass ich mich meist nur melde, wenn die Dinge bei mir mal wieder nicht rundlaufen.
Das ist auch ein Grund für meine relativ lange Blog-Pause (abgesehen von der Okkupation meines Rechners durch die Roboter-AG), denn mir wäre wirklich nur nach maulen und meckern und jammern
zumute gewesen und das muss nicht immer sein, zumal ich ohnehin zu der Ansicht gelangt bin, dass wir in der Regel dazu tendieren, eher die negativen Erlebnisse, Erfahrungen und Gefühle zu kommunizieren, jedenfalls in unserem direkten Umfeld, weil wir die positiven anscheinend schon für so selbstverständlich halten, dass wir sie kaum noch erwähnen...
Wie auch immer.
Heute morgen nun brachte der sprichwörtliche Tropfen mein Fass zum überlaufen, und ich muss mich einfach ausgiebig "ausheulen", verzeiht mir ;-)
Die letzten beiden Monate waren hier randvoll mit allen möglichen Streßfaktoren, von denen die physische und psychische Betreuung der verbliebenen Robo-AG-Mitglieder noch der geringste war. Das Halbjahreszeugnis meines Sohnes mit einem superdicken "Versetzung stark gefährdet" (wegen Erdkunde, Musik, Physik und Franze - wobei letzeres nicht weitergeführt werden muss, also nicht so kritisch ist) und leider von seiner Seite Null Einsicht, dass er langsam mal in die Puschen komme müßte, schließlich ist er jetzt 8. Klasse Realschule..., wog da schon viel, viel schwerer.
Hinzu kam mein dauergestreßtes Männchen, das im Job mehr als den üblichen Mist zu verdauen hatte, und als Moderator der Robo-AG jeden Abend mit den "Kindern" technische und private Probleme zu lösen suchte oder sich bei späten "Chefetagen-Meetings" (der Teamleiter und der Moderator als Leistungsträger der AG, was die beiden Mädel immer zur Weißglut brachte, da sie sich ohnehin schon aufgrund ihrer doch beschränkteren technischen Kenntnisse zurückgesetzt fühlten) typische "Männerfilme" zur Entspannung antat, was auf die Dauer zu akutem Schlafmangel führte, der nicht unbedingt die Laune hob. Dann noch eine vierwöchige heftige Krankheitswelle durch die ganze Familie (ok, der Hund blieb verschont)... und just anschließend der Endspurt für den RoboKing mit durchgemachten Nächten und der absolut niederschmetternden Erkenntnis eine Nacht vor der geplanten Abfahrt, dass der Bot nicht läuft. Alle Einzelkomponenten hatten sich sehr gut verhalten, aber als das Teil dann komplett war, lief gar nichts mehr von dem ursprünglich angestrebten Konzept. Depression hoch 10 und die Frage, ob sich die Fahrt zur CeBit eigentlich noch lohnt... Aber schließlich ist ja Dabeisein alles und so rauschten meine Helden dann Donnerstagnachmittag doch gen Hannover ab, nachdem mein Töchterlein schon dem Nervenzusammenbruch nahe war, weil sie viel zu spät dran waren... die Begrüßung der Teams sollte um 15 Uhr beginnen und um 14.30 Uhr war das Auto endlich startklar ;-)
Als der Tross endlich abgerückt war, habe ich zehn Kreuze gemacht und mich in mein freies Wochenende gestürzt, denn obwohl mein Sohn zuhause blieb, was zunächst anders geplant war, war mir klar, dass er eh auf Achse sein und meiner Entspannung nichts im Wege stehen würde.
Tief durchatmen, auf dem Sofa einrollen, lesen, naschen, faulsein. Perfekt.
Ok, der Nachrichtenfluß aus Hannover hätte ausführlicher sein können, um mich wirklich enstpannt zu halten, aber da herrschte nach wie vor Streß pur, und ich bekam wenigstens mit, dass die Stimmung im Team gut war und der Bot sich zumindest am ersten Wettkampftag gegen die (noch schlechteren muss man wohl sagen) Gegner durchsetzen konnte. Seit gestern abend steht nun fest, dass sie wohl mindestens 10. werden. Ok, von 16 Teams mag das nicht so doll klingen, aber angesichts der ganzen Schwierigkeiten, die sie meistern mußten, ist das für sie selbst eine tolle Leistung, und das ist das einzige, was wirklich zählt...
Ich freute mich auf heute abend, wenn sie sicher totmüde aber dennoch glücklich, denke ich, hier aufschlagen werden.
Mit einem Buch verkrümelte ich mich in mein Bett und habe bis morgens um drei gelesen. Schön.
Heute morgen fühlte ich mich irgendwie zum Aufwachen gezwungen (kennt Ihr das Gefühl vielleicht?) und noch im Halbschlaf sah ich meinen Sohn an meinem Bett stehen... war es schon sooo spät? Er wollte gegen eins wieder hiersein, nachdem er gestern bei einem Freund übernachtete... traniger Blick auf die Uhr - kurz nach 10... Alarmsirenen in meinem Hirn...
"ähm, Mama",
kurzes Zögern,
"sie haben mein Rad bei Timo aus dem Schuppen geklaut"...
ARRRRRRRGHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH
Nein.
Nicht schon wieder.
Der vierte Fahrraddiebstahl in unserem Haushalt innerhalb eines 3/4 Jahres..............
Ich hätte kotzen können.
Nun freue ich mich nicht mehr darauf, dass mein Holder nachher wiederkommt, denn den Streß, den diese Nachricht bei ihm auslöst, würde ich ihm echt gern ersparen.
Kann ich aber nicht.
Leider.
Nicht mal mein Kaffee konnte mich aufmuntern und um den Hundespaziergang drücke ich mich noch... ich weiß, es ist total albern, aber es macht mich trotzdem fertig.
So, während ich hier tippe, habe ich habe gerade Nachricht von meinen Mannen aus Hannover bekommen: sie werden 8. Superschön. Jetzt dackeln sie noch ein wenig über die CeBit, schauen sich den Endkampf an, dann kommt die Siegerehrung und danach geht´s heim.
Auf die Nachfrage, ob es von hier was Neues zu berichten gibt, habe ich mit einem geil gelogenen "Nein" geantwortet...
Hoffe, Euer Sonntag sieht viel fröhlicher und glücklicher aus!
Gruß von Martina, der Missmutigen Read entry » |
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2008/01/11 | Category: Zitate | Comments: 2
Ausgelöst durch Nachtzaubers letzten Beitrag möchte ich Euch heute ein Zitat aus einem Buch, das ich derzeit lese, vorstellen, das mich deshalb nachdenklich gestimmt hat, weil es auf sehr eindrucksvolle Weise eine Erkenntnis ausdrückt, die ich selbst niemals so hätte formulieren können, obwohl sie eigentlich elementar ist. Natürlich interessieren mich auch Eure Gedanken dazu!!
"Wir gehen viel zu leichtfertig davon aus, wir hätten mit anderen Menschen ein und dieselbe Welt gemeinsam. Es stimmt natürlich, dass wir objektiv mit allen Menschen denselben physikalischen Raum bewohnen; der Himmel ist schließlich eine visuelle Konstante jeglicher Wahrnehmung. Die äußere Welt besitzt aber keinerlei Zugang zur Innenwelt des Individuums. Auf einer tieferen Ebene ist jeder Mensch der Hüter einer vollkommen privaten individuellen Welt. Manchmal sind unsere Überzeugungen, Ansichten und Gedanken lediglich Möglichkeiten, uns das tröstliche Gefühl zu geben, dass wir mit der schweren Bürde einer einzigartigen Innenwelt nicht allein sind. Es bedeutet für uns eine große Hilfe, so zu tun, als gehörten wir alle ein und derselben Welt an - aber sobald wir diese Selbsttäuschung durchschauen, sind wir nur um so mehr allein. Dieses Alleinsein ist nicht lediglich durch unsere Unterschiedlichkeit bedingt; sie rührt im stärkeren Maße daher, dass jeder von uns in einem anderen Körper wohnt. Die Vorstellung, dass menschliches Leben in einem Körper wohnt, ist faszinierend. Wenn uns beispielsweise jemand besucht, kommt er leibhaftig zu uns. Er trät seine gesamte Innenwelt, seine Erfahrungen und Erinnerungen durch das Vehikel seines Körper in unser Haus. Solange er bei uns zu Gast ist, weilt sein Leben nirgendwo sonst; es ist vollständig da, vor unseren Augen und geht auf uns zu. Wenn der Besuch beendet ist, steht der Körper auf, verläßt das Haus oder die Wohnung und trägt diese verborgene Welt wieder fort."
aus: Anam Cara, John O´Donohue
P.S.: Anam ist das gälische Wort für Seele, Cara heißt Freund. Read entry » |
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Deinetwegen
mache ich mir Gedanken,
die nichts austragen
sondern nur
die Kluft zwischen uns vergrößern.
Deinetwegen
regen sich plötzlich Zweifel
an allem,
was bisher Gültigkeit besaß.
Deinetwegen
gehe ich traurig und still
durch die schönste Landschaft
als wäre ich blind.
Deinetwegen
wäre ich gern ein Zauberer,
der Todessehnsucht
in Lebenslust verwandeln könnte. Read entry » |
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2008/01/04 | Category: Beginn | Comments: 0
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Ich weiß, das Neue Jahr ist inzwischen schon fast wieder ein alter Hut, aber ich wünsche Euch allen dennoch von Herzen alles Liebe und Gute für 2008, das zumindest laut Horoskopen scheinbar für alle Sternzeichen ein ausgesprochen interessantes Jahr zu werden verspricht. Lassen wir uns also überaschen, am besten positiv ;-)
Wie immer bei mir, war die Zeit um Weihnachten und Silvester eine harte Prüfung für meine Nerven und ich bin mir nicht sicher, ob ich sie wirklich ohne bleibende Schäden überstanden habe - wobei die aufgrund der bereits vorhandenen wahrscheinlich auch nicht mehr so ins Gewicht fallen dürften.
Allein das übliche Hin und Her, ob wir denn auch diesmal wieder gen Heimat (will sagen Richtung Elternhäuser) fahren sollten, reichte schon aus, um mich der Verzweiflung nahe zu bringen.
Dabei sah es zunächst so aus, als könnte ich meinen Holden einmal in all der Zeit dazu überreden, von dem Unterfangen Abstand zu nehmen.
Das wäre für mich sehr nett gewesen, denn dann wäre die Rumrennerei in der überfüllten Lübecker Innenstadt und die Suche nach halbwegs sinnvollen Geschenken auf den letzten Drücker für all jene, die wir ja eigentlich schon seit Jahren nicht mehr beschenken, tatsächlich einmal ausgefallen... was für eine verlockende Aussicht, wo mir schon für meine Kinder und Mann so gar nichts Gutes einfallen wollte!
Doch dann intervenierte die Oma und arrangierte ein bis zu dem Zeitpunkt unserer Ankündigung, dass wir zuhause blieben, nicht einmal angedachtes Treffen der gesamten Familie für den zweiten Weihnachtstag, und das war allerdings ein zu starkes Argument, als dass ich mich ihm hätte verschließen können.
Nun ja, diese Feier beim Onkel meines Mannes war auch das einzige Highlight, das Wildeshausen uns diesmal zu bieten hatte. Die Stimmung war gelöst und fröhlich, mein Holder wein- und grappaselig, die Kinder friedlich, was will ich mehr?? ;-)
Ansonsten hat meine Ma es wie jedes Jahr geschafft, mir die ohnehin spärliche Weihnachtsfreude gründlichst zu verderben. Mir kocht jetzt noch die Galle hoch, wenn ich an all die Unglaublichkeiten und Gemeinheiten denke, die sie in den paar Stunden, die wir gemeinsam hatten, so vom Stapel gelassen hat.
Natürlich hat sie auch nach unserer Heimkehr weiterhin Streit mit mir gesucht und da ich momentan nicht entspannt genug bin, um darauf nicht entsprechend zu reagieren, hat es klasse geknallt.
Tja und so wird zumindest in dieser Hinsicht auch das neue Jahr leider keine Änderung mehr für mich bringen. Da kann ich mir wünschen, was ich will und mich verhalten, wie ich will, es ist einfach immer falsch. Wobei ich das ja gewohnt bin und mich damit noch arrangieren könnte, nur wenn es auf die Kinder und meinen Mann geht, dann hört bei mir die "Duldsamkeit" auf, denn die müssen nun wirklich nicht auch noch unter ihr leiden.
Manchmal denke ich, dass alle, die ein halbwegs normales Verhältnis zu ihren Eltern haben, gar nicht wissen, was für ein Geschenk das ist und dass all die kleinen Festtagsreibereien oder sonstigen Unstimmigkeiten eigentlich lächerlich sind...
Aber so ist es ja mit vielen Dingen. Die eigenen Verhältnisse in Relation zu der Situation anderer zu bringen, hilft einem am Ende leider auch nicht weiter.
Dafür war unser Jahreswechsel ganz ruhig und beschaulich, wenn man von dem zitternden und bibbernden Fellhaufen mal absieht, der angesichts der Knallerei jedes Jahr empfindlicher und verrückter wird. Diese Jahr wollte Bayard schon Tage vorher, wo nur vereinzelt mal ein Knaller losging, das Haus nicht mehr verlassen und wurde entweder hinter mir hergezogen oder raste unvermittelt mit einem solchen Affenzahn los, so dass ich mehr wie ein Fähnchen am anderen Ende der Leine hing. Diese Spaziergänge waren sehr entspannend. Zum Glück hat das ein Ende.
Zwischen all dem Festtagsgemache tummelten sich weiterhin die Roboter hier, die nicht nur die üblichen technischen Schwierigkeiten mit ins Haus brachten, sondern auch die nach wie vor akuten zwischenmenschlichen, die sich anscheinend bis auf weiteres nicht lösen lassen...
Warum bin ich nur so weich, dass mich diese unerwiderte Liebe und alles, was damit zusammenhängt, so stark beeinflußt??
Mein Männe findet das alles völlig normal und mich absolut daneben, dass ich mir das so zu Herzen nehme, aber ich bekomme auch in dieser Hinsicht die Sache mit der Gelassenheit und dem in sich ruhenden Vertrauen, dass sich alles zum Besten fügen wird, einfach nicht auf die Reihe.
Dabei weiß ich, dass sich der Knoten so oder so auflösen wird, gar keine Frage, nur hilft mir mein Wissen nicht einen Fatz weiter.
Ach, es ist so schön, am Anfang eines neuen Jahres zu stehen und sich genau so chaotisch, hilflos, durcheinander und seltsam zu fühlen wie im alten.
Bleibt mir nur zu wünschen, dass es Euch da grundlegend anders geht.
Bonne chance! Read entry » |
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2007/11/25 | Category: Nur so | Comments: 2
Nachdem ich im Vorfeld genügend gemault und geunkt habe, komme ich heute nicht umhin, den "lieben Kleinen" die nötige Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, indem ich Euch auch das Ergebnis der Vorausscheidung des Roboking-Wettbewerbs mitteile.
Da Chemnitz mit einem wunderbaren Funkloch aufwartete, blieben die von mir so sehnsüchtig erwarteten Informationen über den Verlauf der Veranstaltung doch eher spärlich.
Was hier ankam, klang allerdings nicht sehr ermutigend, so dass die Stimmung unter den Leuten auf den Nullpunkt gesunken war. Insbesondere der Roboter der Erfahrenen machte wohl nur Probleme, dabei hatte er bei der ganzen Bastelei hier fast bis zum Ende immer Vorrang...
Nun denn, eben rief mich mein Mädel an, um mir mitzuteilen, dass sie sich jetzt auf dem Heimweg befänden (wenn alles gut geht, dann werden sie wohl so gegen 23 Uhr hier sein) und klang zwar müde aber erstaunlich fröhlich.
Der Grund dafür ist, dass sich der Roboter der Neueinsteiger gut geschlagen hat und mit Platz 15 nun im März auf der Cebit in der ersten Liga teilnehmen wird.
Der zweite "Bot" wird in der Liste mit zwei anderen Teams auf Platz 31 geführt (alle mit 0 Punkten, grins), da weiß ich nun nicht genau, ob er auch teilnehmen kann oder nur auf der Reservebank sitzt, falls andere Teams ausfallen sollten, denn die Endausscheidung läuft nur zwischen den ersten 30 Teams.
Wie auch immer, ich denke, es steht noch eine richtige Erfolgsfeier hier an ;-)
Sicher werde ich mich dann nicht von meiner Tochter bremsen lassen und auch die Jungs ordentlich durchknuddeln, was sie mir im Vorfeld strengstens verboten hat. Schmunzel, ich kann mir die Begeisterung darüber schon lebhaft vorstellen, aber eine Freude muss ich ja schließlich auch haben - obwohl die alle so groß gewachsen sind, dass ich Zwergie da wohl nicht rankomme... egal.
Sicher wird sich meine Euphorie angesichts der Tatsache, dass die Bastelei nun bis in den März weitergehen wird, bald gelegt haben, aber heute freue ich mich einfach nur, dass der Einsatz, den sie alle gezeigt haben, sich ausgezahlt hat.
Ich wünsche Euch, dass Ihr alle diesen Sonntag auch mindestens einen guten Grund zur Freude habt! Read entry » |
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Nach dem Lesen von tweetys Blog habe ich mal den Begriff "Frauenstoßstange" bei Google eingegeben, neben einem Hinweis auf ihren Blog fand sich dann nur noch nachstehendes Video.
(Kann es also sein, dass dieser andere Begriff für die Einparkhilfe gar nicht so gebräuchlich ist??)
Jedenfalls ist mir diese Version da deutlich lieber als nerviges Gepiepse im Auto, auch wenn Spuren zurückbleiben mögen. Ein Auto ist schließlich ein Gebrauchsgegenstand ;-)
vrouwenbumper Read entry » |
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