Nachwehen
Hallo, Ihr Lieben,
vor mir liegt, ich kann es selbst kaum fassen, nun ein freies Wochenende, denn die "Robos" sind gerade nach Chemnitz gestartet (was mir zwischenzeitlich doch sehr fragwürdig erschien) und wo sie hoffentlich heute abend heil landen werden...
Anscheinend bin ich jedoch noch viel zu sehr in Dampf, um mit meiner wiedergewonnenen Freiheit etwas anfangen zu können. Verrückt.
Meine letzten drei Wochen standen ganz im Zeichen des Kochens, der ultrakurzen Nächte, der Technik und der Schwierigkeiten, die sich ergeben, wenn lauter starke Persönlichkeiten unter Zeitdruck mit Rückschlägen (selbstverursacht oder auch einfach aus dem Nichts auftauchend), den eigenen und den Schwächen der anderen umgehen müssen und sich nicht aus dem Wege gehen können.
Da ich von der technischen Seite des Projektes absolut keine Ahnung habe, richtete sich meine Aufmerksamkeit automatisch auf die soziale Komponente, die ausgesprochen spannend war.
Vor allem, weil so deutlich zutage trat, was uns eigentlich allen jeden Tag begegnet: dass man nämlich sehr leicht gewillt ist, die eigenen Schwächen als unumgänglich zu betrachten, während man die der anderen kaum zu verstehen versucht, sie einen maßlos stören und sehr leicht zur Raserei bringen können.
Ich habe ja versucht, mich rauszuhalten oder wenn es sich nicht umgehen ließ, diplomatisches Geschick an den Tag zu legen, aber das ist mir nicht so ganz geglückt, und hat mich so auf meine eigenen Schwächen verwiesen. Nicht unbedingt ein erhebendes Gefühl ;-)
Auch, dass ich feststellen mußte, dass mein Töchterlein mindestens so gut polarisieren kann wie ich selbst, das "Pieksen mit der Hutnadel in die Milz" aus dem FF beherrscht und oft auch noch extrem unbeherrscht und zickig war, trug nicht zu meinem Wohlbefinden bei.
Nun ist der Chaostrupp also unterwegs, totmüde, nicht zu euphorisch und hoffentlich ein wenig gelassener als die letzten Tage.
Eigentlich finde ich es schade, dass ich diesen Teil nicht auch miterleben kann, aber man kann nicht alles haben, gell? Wenigstens durfte ich gestern noch jede Menge Hackbällchen als Wegzehrung rollen und brutzeln, was will ich mehr. Grins.
Nun bin ich gespannt, wie sie sich schlagen werden. Wenn Ihr mögt, dürft Ihr gern die Daumen drücken, dass wenigstens keine Katastrophe mehr geschieht!
Zu meiner Schande muss ich ja gestehen, dass der Ausgang des Wettbewerbs für mich selbst keinerlei Bedeutung hat, da mir zum einen das "Wettbwerbsgen" vollkommen fehlt, und ich darüber hinaus davon überzeugt bin, dass alles, was sie in diesem Projekt jenseits der Technik gelernt haben, ihnen selbst erst in späteren Jahren bewußt wird.
So, das Wetter ist traumhaft und ich werde mich mal mit meinem Zottelfell trollen, vielleicht stellt sich dann auch in mir ein wenig Ruhe ein, wie sie um mich schon gegeben ist.
Euch ein wundervolles Wochenende ganz nach Eurem Geschmack. Genießt das Leben, es ist immer einzigartig! |
Comments on 'Nachwehen'
Refresh
dann freue ich mich mal mit dir.
faulsein ist eins der schönsten dinge, die ich kenne. :D
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Geteilte Freude ist doch die schönste Freude und mit Dir teile ich besonders gern (hab bestimmt auch noch irgendwo Nougat hier, muss mal gleich suchen gehen) !
Aber sag mal - wo habe ich eigentlich vom Faulsein gesprochen, ich dachte, es wäre nur von Ruhe die Rede gewesen ?? ;-))
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Auf jeden Fall : viel spaß und erholung beim in ruhe faul sein :-))
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