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Blog entries: 30. All Blog entries are sorted chronologically.

Ergebnis

2007/11/25
| Comments: 2
Blog reply on: Roboter und andere Gesellen from annianbi
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Nachdem ich im Vorfeld genügend gemault und geunkt habe, komme ich heute nicht umhin, den "lieben Kleinen" die nötige Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, indem ich Euch auch das Ergebnis der Vorausscheidung des Roboking-Wettbewerbs mitteile.

Da Chemnitz mit einem wunderbaren Funkloch aufwartete, blieben die von mir so sehnsüchtig erwarteten Informationen über den Verlauf der Veranstaltung doch eher spärlich.
Was hier ankam, klang allerdings nicht sehr ermutigend, so dass die Stimmung unter den Leuten auf den Nullpunkt gesunken war. Insbesondere der Roboter der Erfahrenen machte wohl nur Probleme, dabei hatte er bei der ganzen Bastelei hier fast bis zum Ende immer Vorrang...
Nun denn, eben rief mich mein Mädel an, um mir mitzuteilen, dass sie sich jetzt auf dem Heimweg befänden (wenn alles gut geht, dann werden sie wohl so gegen 23 Uhr hier sein) und klang zwar müde aber erstaunlich fröhlich.
Der Grund dafür ist, dass sich der Roboter der Neueinsteiger gut geschlagen hat und mit Platz 15 nun im März auf der Cebit in der ersten Liga teilnehmen wird.
Der zweite "Bot" wird in der Liste mit zwei anderen Teams auf Platz 31 geführt (alle mit 0 Punkten, grins), da weiß ich nun nicht genau, ob er auch teilnehmen kann oder nur auf der Reservebank sitzt, falls andere Teams ausfallen sollten, denn die Endausscheidung läuft nur zwischen den ersten 30 Teams.

Wie auch immer, ich denke, es steht noch eine richtige Erfolgsfeier hier an ;-)
Sicher werde ich mich dann nicht von meiner Tochter bremsen lassen und auch die Jungs ordentlich durchknuddeln, was sie mir im Vorfeld strengstens verboten hat. Schmunzel, ich kann mir die Begeisterung darüber schon lebhaft vorstellen, aber eine Freude muss ich ja schließlich auch haben - obwohl die alle so groß gewachsen sind, dass ich Zwergie da wohl nicht rankomme... egal.

Sicher wird sich meine Euphorie angesichts der Tatsache, dass die Bastelei nun bis in den März weitergehen wird, bald gelegt haben, aber heute freue ich mich einfach nur, dass der Einsatz, den sie alle gezeigt haben, sich ausgezahlt hat.

Ich wünsche Euch, dass Ihr alle diesen Sonntag auch mindestens einen guten Grund zur Freude habt!
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Nachwehen

2007/11/23
| Comments: 3
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Hallo, Ihr Lieben,
vor mir liegt, ich kann es selbst kaum fassen, nun ein freies Wochenende, denn die "Robos" sind gerade nach Chemnitz gestartet (was mir zwischenzeitlich doch sehr fragwürdig erschien) und wo sie hoffentlich heute abend heil landen werden...
Anscheinend bin ich jedoch noch viel zu sehr in Dampf, um mit meiner wiedergewonnenen Freiheit etwas anfangen zu können. Verrückt.

Meine letzten drei Wochen standen ganz im Zeichen des Kochens, der ultrakurzen Nächte, der Technik und der Schwierigkeiten, die sich ergeben, wenn lauter starke Persönlichkeiten unter Zeitdruck mit Rückschlägen (selbstverursacht oder auch einfach aus dem Nichts auftauchend), den eigenen und den Schwächen der anderen umgehen müssen und sich nicht aus dem Wege gehen können.
Da ich von der technischen Seite des Projektes absolut keine Ahnung habe, richtete sich meine Aufmerksamkeit automatisch auf die soziale Komponente, die ausgesprochen spannend war.
Vor allem, weil so deutlich zutage trat, was uns eigentlich allen jeden Tag begegnet: dass man nämlich sehr leicht gewillt ist, die eigenen Schwächen als unumgänglich zu betrachten, während man die der anderen kaum zu verstehen versucht, sie einen maßlos stören und sehr leicht zur Raserei bringen können.
Ich habe ja versucht, mich rauszuhalten oder wenn es sich nicht umgehen ließ, diplomatisches Geschick an den Tag zu legen, aber das ist mir nicht so ganz geglückt, und hat mich so auf meine eigenen Schwächen verwiesen. Nicht unbedingt ein erhebendes Gefühl ;-)
Auch, dass ich feststellen mußte, dass mein Töchterlein mindestens so gut polarisieren kann wie ich selbst, das "Pieksen mit der Hutnadel in die Milz" aus dem FF beherrscht und oft auch noch extrem unbeherrscht und zickig war, trug nicht zu meinem Wohlbefinden bei.

Nun ist der Chaostrupp also unterwegs, totmüde, nicht zu euphorisch und hoffentlich ein wenig gelassener als die letzten Tage.
Eigentlich finde ich es schade, dass ich diesen Teil nicht auch miterleben kann, aber man kann nicht alles haben, gell? Wenigstens durfte ich gestern noch jede Menge Hackbällchen als Wegzehrung rollen und brutzeln, was will ich mehr. Grins.

Nun bin ich gespannt, wie sie sich schlagen werden. Wenn Ihr mögt, dürft Ihr gern die Daumen drücken, dass wenigstens keine Katastrophe mehr geschieht!
Zu meiner Schande muss ich ja gestehen, dass der Ausgang des Wettbewerbs für mich selbst keinerlei Bedeutung hat, da mir zum einen das "Wettbwerbsgen" vollkommen fehlt, und ich darüber hinaus davon überzeugt bin, dass alles, was sie in diesem Projekt jenseits der Technik gelernt haben, ihnen selbst erst in späteren Jahren bewußt wird.

So, das Wetter ist traumhaft und ich werde mich mal mit meinem Zottelfell trollen, vielleicht stellt sich dann auch in mir ein wenig Ruhe ein, wie sie um mich schon gegeben ist.

Euch ein wundervolles Wochenende ganz nach Eurem Geschmack. Genießt das Leben, es ist immer einzigartig!
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Roboter und andere Gesellen

2007/11/02
| Comments: 8
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Daran, dass ich regelmäßig gegen Ende des Jahres meinen "Novemberblues" bekomme, habe ich mich im Laufe der Zeit ja inzwischen gewöhnt, dass er allerdings auf Gongschlag mit dem 01.11. einsetzt, ist doch ein Novum.
So ist meine Stimmung seit gestern total im Keller, und ich bin meiner Umwelt wirklich kaum zuzumuten. Nur zu gern würde ich ihr ja entgehen, nur leider ist im Moment viel "Umwelt" um mich herum, der ich einfach nicht entgehen kann.

Zuviel Umwelt bedeutet in unserem Fall, dass ich vor kurzem nicht nur meine Mutter besucht habe, wovon ich mich immer nur schwer erhole oder auch, dass wir eine Woche lang meine "Schwiegeromi" in den Ferien hier hatten, von den Freunden meines Sohnes, die hier ein und ausgehen ganz zu schweigen, nein, seit ein paar Wochen tummeln sich nun ca. 4 Tage pro Woche mindestens fünf zusätzliche Personen in unserem Hause, was sich langsam aber sicher doch bemerkbar macht, obwohl ich in dieser Hinsicht recht schmerzfrei bin. Oder mich zumindest dafür hielt ;-)
Wie es dazu kommt?
Nun, meine Tochter hatte sich nach den Osterferien entschieden, an einer von der Schule angebotenen Roboter-AG teilzunehmen. Da sie diesbezüglich null Erfahrung hatte, klang es für sie sehr interessant und spannend, zumal die AG von Schülern des 13. Jahrgangs geleitet werden sollte und nur am Rande Unterstützung von einem Lehrer hat.
Ein Teil der Beteiligten hatte letztes Jahr schon mit einem selbstgebauten Roboter an der Ausscheidung von Roboking teilgenommen. Dieses Jahr sind nun ein paar Neue dazugekommen, unter anderem eben auch Annika als zunächst einziges Mädchen. Die Reaktion der Kerls (echte Elektronikfreaks!!) war natürlich entsprechend, super, aber mein Mädel ließ sich nicht vertreiben, und am Ende waren sie dann tatsächlich von der Ernsthaftigkeit ihres Interesses überzeugt.
Sinnigerweise wurde beschlossen, diesmal nicht nur einen Roboter zu bauen, denn dann hätten ja zuviele nichts oder nur wenig zu tun, haha, sondern zwei.
Okay, denkt man sich, mit gemixten Teams (also alte Hasen und Neue) wäre das sicher machbar, aber so weit haben die Leiter bei der Gruppeneinteilung gar nicht gedacht und prompt fanden sich die Erfahrenen in der einen und die Anfänger in der anderen wieder. Perfekt.
Klar, dass inzwischen alle bei allen anfallenden Arbeiten mitmachen können, mal abgesehen von der Programmierung, die in bewährten Händen liegt und die das zweite Mädel, das noch dazugekommen ist, nun darin schulen.

Als Annika mit der Idee ankam, hatte ich absolut keine Vorstellung davon, wie zeitintensiv das werden würde... zunächst nur einmal nachmittags ein paar Stündchen in der Schule, das ging ja, dann siedelten sie zu einem Klassenkameraden um, weil sie dort besser bauen könnten.
Aus einem Nachmittag pro Woche wurden einige, und ca. drei Wochen der Sommerferien hat Annika fast ausschließlich dort verbracht.
Nach den Ferien wurde es auch nicht besser, und da ich es unzumutbar fand, dass die andere Mutter dauerhaft sechs Kinder mehr ertragen und zum Teil auch verköstigen mußte (sie haben selbst vier Söhne und zwei sind halt in der AG), habe ich angeboten, dass sie ja auch bei uns bauen könnten... Dussel, ich ;-)
Nach einer ausgiebigen Ortsbegehung wurde der Vorschlag für die letzten Wochen (am 23. geht es nach Chemnitz) angenommen.
So hocken sie also im Keller, in der Garage und in Annikas Zimmer und basteln und prökeln und programmieren. Sie sind wirklich alle nett, jeder auf seine je eigene Art, ich lerne im Vorbeigehen auch ihre Macken kennen und sehe, wie sie gemeinsam oder im Alleingang Probleme lösen oder auch heraufbeschwören.
Leider ist Annika selbst ein Grund für unterschwellige Spannungen, nicht nur wegen ihrer direkten Art, sondern wie sich im Laufe der Zeit herauskristallierte, wären zumindest drei der Jungs schon auch an einem intensiveren Kontakt jenseits der Roboter interessiert. Eindeutige Anträge hat sie erstmal mit dem Hinweis, dass sie doch zumindest bis zur Ausscheidung nicht einem den Vorzug geben könnte, weil das schlecht für den Teamgeist wäre, vertagt. Das wird noch richtig spannend ;-)

Das Nervigste an der Sache ist vor allem die doch sehr holprige Organisation (Männer???). Ob es um die Vereinbarung der Treffen geht, welche Teile bestellt werden müssen etc., die Diskussionen darüber dauern länger als die reine Arbeit selbst. Dass sie bisher überhaupt was geschafft haben, finde ich schon erstaunlich. Ob sie aber bis zum 23. auch nur annähernd fertig werden??

Wie dem auch sei, ich muss mich auf drei randvolle, tag- und abendfüllende Wochen + Enden einrichten, was angesichts meiner derzeitigen Stimmung sicher ein haariges Unterfangen wird.

Hiiiiiiiiiiiillllllllllllllllffffffffffeeeeeeeee... die Stimmung ist auch unter den Robos heute unter aller Sau ...

Kann ich (allerdings mit meinem Zottelfell, das hier immer im Weg rumliegt) vielleicht bei einem von Euch vorübergehendes Asyl beantragen?? Eine Scheune mit frischem Heu reicht schon und vielleicht ab und an ein warmes Süppchen ;-)))
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1.) Ergebnis from annianbi

Abendliches

2007/10/23
| Comments: 0
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Da ich ja ein Zottelfell mein eigen nenne, mich aber oft mit allem Möglichen und unmöglichen zuhause heillos vertüdele und meine imaginäre Zeitplanung dadurch torpediere, fallen unsere gemeinsamen Abendspaziergänge doch häufig auf einen recht späten Zeitpunkt des Tages. Inzwischen hat der Hund sich fast daran gewöhnt und seine Abneigung gegen die Dunkelheit aufgegeben, und mir selbst hat es noch nie was ausgemacht, mich im Düsteren auf den Weg zu machen.
Wenn ich unser Wohnviertel hinter mir lasse, komme ich recht schnell zu Feldern, die vor allem im Mondlicht für mich unwiderstehlich sind, leider aber auch für die Rehe aus den umliegenden Wäldchen und denen wiederum kann der Hund nicht widerstehen, so dass der Genuss halt nicht immer ungetrübt ist. Wende ich mich der anderen Richtung zu, dann komme ich erst an einen kleinen Bachlauf und kann entweder dem folgen oder durch die angrenzende Schrebergartenkolonie toben.
Als ich mich gestern abend so gegen halb zehn auf den Weg machte, war es recht frisch und es ging ordentlich Wind, so dass das restliche Laub - unsere Bäume hier haben noch ganz schön Blätter an ihren Ästen - heftig raschelte. Der Hund fand das nicht ganz so toll und suchte dann und wann nach vermeindlichen Auslösern des Geraschels - Rehe sind auch an der Au vertreten, mich dagegen mutete es zusammen mit dem Licht des zunehmenden Mondes beinahe wildromantisch an ;-).
Nach einer ausgiebigen Runde gelangte ich zu einem meiner Lieblingsplätze. Ein wenig versteckt, hangabwärts am Rande der Schrebergärten gibt es eine idyllische Stelle, an der nette Menschen zwei Bänke aufgestellt haben, und wo wir eigentlich immer eine Weile bleiben, um die "Abgeschiedenheit" zu genießen und ein bisschen zu Ruhe zu kommen. Naja gut, ich hänge meinen Gedanken nach oder freue mich einfach daran, dass ich dort sein kann, während der Hund sich eher langweilt und auf ein Leckerli wartet. Jedenfalls war ich dort angekommen und mußte feststellen, dass sie "meine" Bänke abmontiert hatten. Toll. Und das wo der Mond gerade so schön schien und ich gern eine Weile bleiben wollte. Während ich noch überlegte, ob ich mich einfach auf die verbliebenen Steinstreben setzen sollte, hörte ich plötzlich ein merkwürdiges Geräusch. Um diese Zeit verirrt sich dort eigentlich niemand mehr hin, und ich fürchte weniger die Menschen als die Vierbeiner, die selbige normalerweise dazu bringen, sich in Kälte und Dunkelheit noch rauszubegeben.
Das ist für mich ein wenig nervig, weil mein Blödhund andere Rüden nun mal einfach nicht soo toll findet, und leider die meisten so spät durch die Gegend rennenden Menschen davon ausgehen, dass außer ihnen niemand mehr unterwegs ist, sie also ihre Viecher nicht anzuleinen bräuchten.
Ich scheue nichts so wie nächtliche unkontrollierbare Hundekontakte und warf also ein lauschendes Ohr, ob Schritte oder Geraschel nahendes Unheil verkündeten.
Es war zwar nun wieder ganz still, doch auch die Haltung meines Hundes verriet ganz deutlich, dass irgendwas in der Nähe war, was nicht zur Standardausstattung des Ortes gehörte. Rein prophylaktisch habe ich den Hund also ein bisschen aus dem Mondlicht in Richtung der umstehenden Büsche gezogen, weil andere Hunde in der Regel eher auf Sicht reagieren. In dem Moment kracht und prasselt es keine zwei Meter entfernt von mir wie verrückt. Mann, da ist selbst mir der Schreck mächtig in die Knochen gefahren. Wenigstens konnte ich meine Stimme im Zaum halten und habe nicht hysterisch rumgekreischt.
Erst nachdem sich das Geräusch zwei oder dreimal wiederholt hatte, habe ich mich ein bisschen vorgewagt, um zu gucken, was es damit auf sich haben könnte.
Klar, es war eine ganz naheliegende Geschichte: jemand entledigte sich auf nicht ganz legale Weise seines Gehölzschnittes im Landschaftsschutzgebiet.
Ich bin dennoch stocksteif an Ort und Stelle stehengeblieben und habe gewartet, bis derjenige seinen ganzen Abfall abgeladen hatte - es war ziemlich viel - und sich mit einer Schubkarre wieder von dannen trollte. Man weiß ja nie, wie die Menschen reagieren, wenn man sie bei was Verbotenem ertappt.
Ich war sehr erleichtert, dass mein Hund gerade seine ruhigen fünf Minuten gehabt hatte und sich weder an dem Geräusch noch an meinem wildpochenden Herzen störte und einfach nur friedlich neben mir sitzend auf das nächste Leckerlie wartete.
Wie auch immer, ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, dass ich bisher jemals so froh war, die Lichter unserer Siedlung zu erreichen und dem auschließlichen Geraschel der Natur zu entkommen.
Heute bin ich wohlweißlich erstmal in Richtung Felder unterwegs gewesen und da war es zum Glück friedlich.
Gute Nacht ;-)
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richtig entschieden ;-)

2007/10/16
| Comments: 1
Blog reply on: Altmodisch? from annianbi
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Puh, bin ich froh, dass ich mich von meinem Kinde nicht habe garkochen lassen, was die Übernachtung bei dem Bekannten anging.
Den jungen Mann habe ich am Wochenende noch kennengelernt und war danach schon drauf und dran die Entscheidung rückgängig zu machen, weil er wirklich einen vernünftigen und "gereiften" Eindruck machte, was nicht unbedingt eine Frage des Alters ist, dafür aber vermutlich damit zu tun hat, dass er die Schule bereits hinter sich hat und in der Berufsausbildung steht, was doch einen einschneidenden Umbruch im Leben darstellt.
Wie auch immer, ich kam mir ehrlich doch ziemlich spießig und blöd vor, dass ich die Übernachtung von vorn herein abgelehnt hatte. Aufgrund meines Neins hatte Annika aber inzwischen zwei anderen Freundinnen zugesagt, dass wir sie mit nach Hause nehmen würden, so dass ein Umwerfen des Plans ohnehin nicht mehr in Frage kam.
Tja, wie sich herausstellte, war das eine weise Entscheidung, denn ihre neue Bekannte hat ein sehr ernsthaftes Interesse an dem Herrn und hat ihn, der tatsächlich vor der Feier noch für die Mädels gekocht hatte (und nach Aussage meiner Tochter gut, was stimmen muss, denn freiwillig isst sie Zucchini sonst nicht, schmunzel), massivst angebaggert. Leider ist das Interesse anscheinend nur einseitig, und der Gute hat mit stoischer Ruhe sämtliche Annäherungen ignoriert bzw. eher Annikas Nähe gesucht.
Das Ergebnis kann man sich wohl denken: die sogenannte Freundin hat massivst rumgezickt und Annika angegiftet, dass sie ihr mit Absicht in die Quere käme etc., so dass sich meine Tochter dann in der Disco sofort aus der Gesellschaft abseilte.
Als ich sie und ihre Freundinnen abholte, hatten sie alle einen gelungenen Abend ohne irgendwelche Exzesse hinter sich und waren blendender Laune. Ich habe ja schon oft Fahrdienst gemacht, aber so entspannte und zufrieden müde Damen hatte ich selten, und meine Tochter war heilfroh in ihrem Bett landen zu können, ohne sich noch um irgendwas Gedanken machen oder auf ein bestimmtes Verhalten achten zu müssen.
War zwar nur Glück, aber ich bin trotzdem froh, die richtige Entscheidung getroffen zu haben, weil das auch unserem häuslichen Frieden sehr zuträglich ist ;-)

Auch wenn das Leben anders spielt als man plant, ist es manchmal auf unserer Seite.
In diesem Sinne wünsche ich Euch ein glückliches Händchen für die "richtigen" Entscheidungen!
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Für die Hundefreunde unter Euch

2007/10/10
| Comments: 2
Nachstehendes ist vor einiger Zeit auf meiner Briard-Liste gepostet worden. Mir hat es gut gefallen - insbesondere der Umstand, dass der Briard hier nicht einmal erwähnt wird... dabei dachte ich immer, nur unser Exemplar ist einfach zu doof ;-)

----------

Die Glühbirne ist kaputt. Was macht Dein Hund?

Husky:
"Der Tag ist schön, die Sonne scheint, wir haben das ganze Leben noch vor uns. Und du bist drinnen und ärgerst dich über eine kaputte Glühbirne???"

Border Collie:
"Ich werde die Leitung überprüfen und das Haus neu verkabeln."

Schäferhund:
"Ich bewache die Glühbirne, während du die Leitungen prüfst. Los zurück!"

Dackel:
"Wer kommt schon an so eine blöde Glühbirne ran...."

Zwergpudel:
"Ich flüstere es dem Border-Collie. In der Zeit, in der er die Birne tauscht und das Haus neu verkabelt, ist vielleicht mein Nagellack getrocknet."

Rottweiler:
"Hau ab und lass mich in Ruhe!!!"

Shi-Tzu:
"Au-wei-a, Lieb-ling. Kann das nicht das Personal.....?"

Labrador:
"Ich? Echt? Ich? Ich darf das tun? Biiiiittttteeee! Darf ich? Jetzt gleich?"

Golden Retriever:
"Lass es denn Border machen. Du kannst mich füttern, so lange er was zu tun hat."

Cocker Spaniel:
"Warum die Birne tauschen? Ich kann auch im Dunkeln auf den Teppich pinkeln".

Dobermann:
"Wenn's dunkel ist....darf ich dann bei dir schlafen?"

Mastiff:
"Mastiffs haben definitiv KEINE Angst im Dunkeln!!!"

Bluthund:
"Schnaaaarrchhhh....."

Jack Russell Terrier:
"Ich komme ran...ich weiß es. Ich schaffe es. Noch zwanzig Sprünge und ich hab es geschafft. Dann gehört sie mir....mir, mir....ganz alleine mir."

Irish Wolfhound:
"Kann das nicht jemand anders machen...ich bin grad ein bisschen depressiv...."

Pointer:
"Ich seh sie. Da ist sie. Genau da..."

Greyhound:
"Sie bewegt sich nicht....völlig uninteressant. Was soll ich damit?"

Australian Shepherd:
"Treibt alle Birnen in einem kleinen Kreis zusammen!"

Beagle:
"Das Ding, das ich gefressen habe, war eine Glühbirne???"
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zum Beispiel...

2007/10/10
| Comments: 4
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Nachdem Plato so nett kommentierte, er wolle gern mal wieder was aus meinem Alltag lesen, versuche ich dem nachzukommen. Die Frage ist nur: wo fange ich am besten an?
Na, nehmen wir doch zum Beispiel einfach den letzten Sonntag.
Da wir aufgrund unterschiedlicher Schulzeiten und sich einschleifender Nachlässigkeiten schon recht lange kein geregeltes gemeinsames Mittagessen mehr hatten, wollte ich mit einem typisch deutschen Sonntagsessen, das dem Geschmack der ganzen Familie entspräche - normalerweise kocht mein Holder am Wochenende gern ein wenig ausgefallener, was die Kinder nur bedingt entzückt - ein Zeichen setzen. Rouladen, Rotkraut, Kartoffeln. Ja, okay, eigentlich gehören Klöße dazu, aber ich hatte versäumt, welche zu besorgen und selbst gemacht habe ich die noch nie...
Natürlich haben wir entgegen meiner Absicht alle bis weit in den späten Vormittag geschlafen, so dass ich, wollte ich das Essen zu einer halbwegs zivilisierten Zeit auf dem Tisch haben, den Gang mit dem Hund an meinen Gatten delegieren mußte.
Das beschwor den ersten Unfrieden herauf, denn natürlich ist es ihm viel zu langweilig, allein mit dem Zottelfell durch die Gegend zu traben. Was also liegt da näher, als den Nachwuchs zur Begleitung zu motivieren? Diese geniale Motivationsaktion dauerte locker anderthalb Stunden, zumal keiner der Anwesenden sich in die Wallachei rühren wollte, ohne sich zuvor sorgfältigst gestylt zu haben. Ja hallo?
Als ob auch nur ein Hahn danach krähte, ob die Locken weich und wallend fallen, der Lidstrich stimmt oder das Deo frisch genug riecht, wenn man durch die herbstlichen Wälder stromert. Unglaublich!
Als dann alle mehr oder weniger tausendschön das Haus verlassen hatten, konnte ich mich endlich meinem Essen zuwenden, was sich als nicht wenig problematisch erwies, denn das Rouladenfleisch war zwar sehr gut, aber so schmale Roulädchen waren mir noch nicht begegnet. Wie sollte ich denn da wohl Speck und Gürkchen unterbringen?? Es hatte wirklich was von Kunsthandwerk, bis ich die Dinger endlich glücklich im Bratentopf untergebracht hatte.
Nun hätte ich mich ja mal frisch machen können, um auch sonntäglich fein bei Tisch zu sein.
Aber nein, seltsamerweise kam ich auf den glorreichen Gedanken, meine Familie noch mit einem Marmorkuchen zu beglücken, schließlich hatte ich ausnahmsweise alle Zutaten im Haus, Lust zu backen und noch genügend Zeit, so dachte ich jedenfalls.
Beschwingt legte ich los und machte mich daran, die Zartbitterschokolade zu raspeln. Ich weiß ja, dass das ein heikles Unterfangen sein kann, aber es schmeckt einfach viel besser und mit meinem schönen scharfen Börner-Hobel, ein echtes Teufelsding, wow, ging es ratzefatz. Tja, in meiner Euphorie habe ich eine Sekunde lang nicht aufgepaßt, die Schokolade brach an der vorgesehenen Stelle ab und zack, hatte ich mir klasse in den Mittelfinger geraspelt. Es blutete nicht schlecht, aber der Schnitt war nicht so tief und ein Indianer kennt ja keinen Schmerz, also rasch verpflastert und, ich gebe es zu, nur noch halb so munter an den Rest gemacht. Ich war fast fertig, da... genau... diesmal traf es den Zeigefinger... deutlich schlimmer, denn was ich unter dem Blut sehen konnte, die Kuppe ließ sich ziemlich weit abheben. Brrr.
Eine Weile lang habe ich erstmal fröhlich alles vollgeblutet, mir überlegt, was ich jetzt wohl mache, denn beim letzten Mal als ich mir mit dem Vorgängermodell in die Finger säbelte, sind die Kuppen angenäht worden... aber sonntags zum Notarzt, bäh... und in meinem verquarzten Zustand?? Nee, das ging gar nicht. Also habe ich mutig die Kuppe ganz fest aufgedrückt und oh Wunder, es blutete dann nicht mehr so stark. Das Ganze habe ich in mühevoller Kleinarbeit soweit fixiert, dass ich in der Küche weitermachen konnte. Heldenhaft, oder?? Ich fand mich jedenfalls sehr tapfer und wartete auf die Gelegenheit meiner Familie davon zu erzählen.
Als die zurückkehrte, hatte ich mich halbwegs beruhigt und jonglierte nur noch ungeschickt in der Küche herum... aber keiner bemerkte, dass irgendwas nicht stimmte....
Stattdessen wurde mir aufgeregt mitgeteilt, dass unser Hund beinahe abgesoffen wäre, denn dieser Ausbund an tierischer Klugheit hatte sich durstig an einen Teich begeben, ist dort schlabbernder Weise ganz reingerutscht und kam dann dank fehlenden festen Ufers ohne Hilfe nicht mehr raus. Auf selbige mußte er aber wohl geraume Weile warten, weil meine Mannen den Ernst der Lage erst recht spät registrierten. Super. So ein durch und durch verschlammerter Briard ist eine echte Augenweide... aber wenigstens lebte er noch ;-)
Angesichts solch lebensbedrohlicher Erlebnisse, machte ich mir gar nicht mehr die Mühe von meinem Vormittag zu erzählen.

Das Essen war ein Genuß, wie alle - einschließlich des besten Freundes meines Sohnes, der nicht nur mitspaziert war, sondern auch gleich zum Essen blieb und meine Hoffnung, dass ich mir so wenigstens Montag das Kochen sparen konnte, im Keim erstickte - mir versicherten. Was wollte ich mehr??
Hm, zumindest den Kuchen hätte ich mir getrost sparen können, da ich sinnigerweise nur Vollkornmehl im Haus hatte, was dem Geschmack recht abträglich war. Mein Blutopfer war also reichlich überflüssig, was mich besonders ärgerte.

Muss ich anmerken, dass meine Kinder erst irgendwann abends bemerkten, dass ich mich verletzt hatte, weil im Badezimmer doch noch der ein oder andere Blutspritzer zu entdecken war?
Ich glaube, wenn ich unsichtbar und stumm wie ein Geist hier durch die Gegend schweben würde, wäre es für sie auch okay, solange nur alle ihre Bedürfnisse ohne Verzögerung befriedigt werden.

Es ist Zeit, dringend an meinem Selbstverständnis zu arbeiten. Oder??
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Freud und Leid zur Zeugniszeit

2007/07/13
| Comments: 4
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Entgegen meiner Hoffnung auf einen irreparablen Schaden, hat mein Holder es geschafft, meinen alten Rechner so umzubauen, dass er nicht nur wieder funktioniert, sondern auch noch um Klassen besser geworden ist. Fein.
Zwar hätte ich zu gern einen Laptop mein Eigen nennen wollen, um gegebenenfalls schönes Sommerwetter auf der Terrasse zu genießen und gleichzeit im Netz mein Unwesen zu treiben, aber nun haben wir mit geringeren Kosten auch gleich noch den Uralt-PC meiner Großen umrüsten können, der wirklich eine Zumutung war, und den sie nur dank ihres geduldigen und ausgleichenden Wesens ohne Wutanfälle benutzte. Allein dafür hat sie eine Belohnung verdient.

Was mir eben jedoch die Sprache verschlagen hat, war der Blick auf ihr Zeugnis.
Natürlich wußte ich, dass es wirklich gut sein würde, denn sie hatte schulisch noch nie Schwierigkeiten. Allerdings hatte ich nach den Ergebnissen einiger Klassenarbeiten damit gerechnet, dass sie ihren letzten Durchschnitt von 1,9 nicht hielte, was angesichts eines doch sehr belastenden sozialen Umfeldes - heftige, typische (??) altersgemäße Querälen mit den besten Freunden, die noch dazu geballt im nächsten Schuljahr ins Ausland gehen - in meinen Augen völlig normal gewesen wäre. Tja, und nu kommt´s:
sie hat einen Schnitt von 1,5 ... und das in der 10. Klasse Gymnasium.
Boa.
Dieses Kind wird mir langsam unheimlich ;-)

Zum Glück relativiert mein Kleiner das Bild und verhindert einen Höhenflug, denn sein Zeugnis war erwartungsgemäß schlecht, nachdem er in diesem Halbjahr dank seines massiv einsetzenden ersten Pubertätsschubes absolut nix getan hat. Ein Schnitt von 3,8 in der 7. Klasse Realschule mit einer fetten 5 in Erdkunde stimmt nicht gerade heiter. Seufz.

So liegen Freud und Leid bei mir heute ganz besonders dicht zusammen, ich liebe das.
Ein bisschen mehr Mittelmaß wäre mir sehr lieb und deutlich entspannender.
Wobei Entspannung in den nächsten Wochen wohl kaum angesagt sein dürfte, denn ich stehe nun vor der unbequemsten Zeit im ganzen Jahr: den Sommerferien. Ich hasse sie, ehrlich.
Mein ganzer schöner Faulheitsrhythmus wird empfindlich gestört, und angesichts des miesen Wetters ist die Wahrscheinlichkeit, dass die lieben Kleinen sich aushäusig vergnügen werden derzeit relativ gering. Jaul.

Da bleibt mir nur, mich damit zu trösten, dass sechs Wochen ja eine überschaubare Zeit sind, und ich danach hoffentlich genügen Muße haben werde, um mich von den Ferienstrapazen zu erholen.

Euch allen nichtsdestotrotz eine wunderschöne Ferienzeit und ganz viel Sonne!
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Freiwilliger Sozialer Tag

2007/06/20
| Comments: 2
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Gestern war der alljährliche Freiwillige Soziale Tag an dem Schüler sich eine bezahlte Tätigkeit suchen können und ihren Verdienst der Stiftung Schüler helfen leben spenden.
Natürlich ist es gut, die Kinder für derartige Themen nicht nur zu sensibilisieren, sondern sie auch aktiv in die Hilfe einzubinden.
Da aber die "Arbeitsmöglichkeiten" für jüngere Kinder sehr begrenzt sind, läuft es vielfach "nur" auf eine private Beschäftigung bei Eltern oder Bekannten hinaus, die oft nicht mehr als einen willkommenen schulfreien Tag beschert.

So zum Beispiel bei meinem Sohn und dessen Freund. Sie hatten zwar rechtzeitig versucht, sich einen Job zu besorgen, sind aber hier im Umfeld nicht fündig geworden. Also blieb als einzige Alternative eine Beschäftigung bei uns zuhause.
Da mein Haushalt nicht derart perfekt ist, dass ich nicht zwei Stunden lang kleinere Arbeiten an die Herren hätte vergeben können, willigte ich ein, zumal die Eltern des Freundes unseren Sohn letztes Jahr auch beschäftigt hatten.
Das Ergebnis der Aktion war einigermaßen mau, nicht zuletzt, weil die lieben Jungs doch von ihren pubertären Anwandlungen ziemlich gebeutelt sind.
Meine eher unfreiwillige soziale Leistung bestand darin, sie dauernd zu kontrollieren und anzutreiben, was meiner Natur schon mal völlig zuwider läuft.
Immerhin ist wenigstens unser Auto jetzt von innen ein wenig sauberer als vorher und alle alten Riesenkartons des letzten größeren Anschaffungen sind auch im Altpapier gelandet.

Genialer Weise hatte meine Tochter auch einem Freund gleich noch den guten Tipp gegeben, sich doch bei mir um eine Beschäftigung zu bemühen, falls er nichts anderes fände, und da ich nur sehr schlecht Nein sagen kann, hat das natürlich auch funktioniert.
So stand ich auch bei ihm vor der Frage, welche Tätigkeit wirklich Sinn machen könnte und kam auf die glorreiche Idee, dass er unseren Wohnzimmerheizkörper streichen könnte.
Das Teil war mal braun (die Vorbesitzer mochten es dunkel, grrr), und als wir hier einzogen, hatte ich mich daran versucht, ihn schön hell zu bekommen. Mit äußerst mässigem Erfolg. Da er direkt vor der Terrassentür steht, fällt jedoch ab und an ein Blick auf das scheckige Teil, was dem ästhetischen Sinn dann immer einen Schock versetzt. Diesen Schandfleck beseitigt zu sehen, wäre die 5 Euro pro Stunde doch wohl wert.
Tja, der gute Junge schlug sich redlich, aber natürlich war nach den drei vereinbarten Stunden nur etwa die Hälfte des Heizkörpers geschafft und dass er dadurch nun wirklich viel besser ausgesehen hätte, konnte ich auch nicht behaupten.
Ja, ich hätte es nach meinen Erfahrungen wissen können, nur halte ich mich selbst eher für unfähig und traue anderen mehr zu als mir selbst...
Das Ende vom Lied war, dass ich mich, nachdem ich lange genug auf das Teil geguckt hatte, selbst mit Rolle und Lack bewaffnete und versuchte, es zu einem halbwegs passablen Ende zu bringen. Das war eine echte Tortur, da man an die Rückseite des Dings kaum rankommt und ich ohnehin ein ungeheures Geschick habe, mich mit Farbe von oben bis unten einzusauen, selbst wenn ich nur Dose oder Pinsel von einer Ecke in die andere räume... no more comment... ;-)

Von ein paar Schönheitsfehlern abgesehen geht es jetzt, aber eigentlich hatte ICH überhaupt nicht vorgehabt am freiwilligen sozialen Tag selbst besondere Arbeit zu leisten ;-)

Ich werde mich also nun schon mal innerlich für das nächste Jahr wappnen, damit mir ein NEIN dann leichter fällt, falls irgendwer auf die Idee kommen sollte, mein Haushalt könnte ein ideales Betätigungsfeld sein.

(Nein, das bin nicht ich auf dem Bild, aber unser Heizkörper ist genau so ein Trumm ;-) )
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Für Dich

2007/06/14
| Comments: 4
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Wenn Du dies liest, wirst Du wissen, dass es für Dich ist, obwohl ich jetzt, da ich die Tastatur malträtiere, noch gar nicht weiß, wie ich ausdrücken werde, was es zu sagen gibt.
Ja, wenn es darum ginge, Ratschläge zu erteilen, Einsichten zu verbreiten oder meine Hilfe anzubieten, fiele es mir wohl leichter.
Aber das ist in Deinem Falle gar nicht nötig.
Warum will ich also sagen, was auf der Hand liegt, sichtbar ist und klar?
Vielleicht, weil viel zu oft nur die negativen Dinge zur Sprache kommen, nur Probleme gewälzt werden, der Blick sich auf Verpatztes, Falsches und Unangenehmes richtet, in der Hoffnung, dass es dadurch leichter würde.
Darum also.
Als ich die ersten Zeilen von Dir hier las, habe ich schwer schmunzeln müssen. So von wegen, sieh an, so ein Jungspund mit großem "Bekehrer-Eifer" und das, obwohl das von Dir Gesagte durchaus auf meiner Wellenlänge lag. Da stand ein dickes, großes Fragezeichen, welcher Art Neurose, Psychose oder anderer Verwirrung das von Dir so überschwänglich Wiederholte wohl entsprungen sein mochte. Vielleicht, weil mir die introvertierte Form vertrauter ist.
Inzwischen weiß ich es besser.
Das von Dir Gesagte ist nicht Ausdruck irgendeiner Dir äußerlichen Ansicht, ist nicht Attitüde, um Aufmerksamkeit zu erringen. Es ist einfach Ausdruck Deines Selbst.
Und auch, wenn Dein Licht mich manchmal blendet, Deine Energie mich umhaut, Deine "Sturheit" mich schwach macht, so möchte ich darauf nicht mehr verzichten.
"Lichte" Menschen lassen die eigenen Schatten zwar deutlicher hervortreten, aber sie beleuchten auch Pfade, die man ohne sie vielleicht nie entdeckt hätte.
Deshalb einfach nur ein kleines DANKE an Dich an dieser Stelle.




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Ein ruhiger Tag?

2007/05/16
| Comments: 4
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Wow, ich muss sagen, ich bin heute morgen richtig stolz auf mich, und da das selten genug vorkommt, kann ich nicht umhin Euch damit zu belästigen ;-)

Die letzte Nacht war ein wenig kurz, denn ich bin erst um halb zwei ins Bett gekommen, und als der Radiowecker heute morgen um 6 Uhr, was ja eigentlich eine humane Zeit ist, anging, da hätte ich ihn zu gern ignoriert.
ABER heute konnte ich mir das gar nicht erlauben, denn ich hatte meinem Mädchen versprochen, dass ich eine große Portion Waffelteig zubereiten werde, da seine Schule heute einen Sponsorenlauf veranstaltet, und es diesmal nicht bei den Sportlern, sondern bei den Helfern steckt.
Da ich keine erfahrene Waffelbäckerin bin, hatte ich mir gestern ein Rezept aus dem Netz rausgesucht und machte mich heute also frisch ans Werk.
Allerdings hatte ich die Gesamtmenge ein wenig unterschätzt, so dass die Schüssel am Ende randvoll und die Rührerei ein echtes Geduldsspiel war. Doch, was wäre das Leben ohne Herausforderungen? Nun muss es nur noch schmecken ;-)
Ich habe sogar daran gedacht, auch all die anderen Sachen, die noch gebraucht werden könnten wie Öl, Puderzucker, Kelle, Waffeleisen usw. für meine Kleine zusammenzupacken.
Mein Mädchen war nämlich gestern von seiner Berlintour total entnervt nach Hause gekommen und mußte sich erstmal gründlich Ausheulen und von uns wieder aufbauen lassen und das dauerte doch recht lange. Kein Wunder also, dass es heute morgen noch ziemlich neben sich stand.
Gut, dass ich wenigstens funktionierte.
Das ist für so ein chaotisches Menschlein wie ich es bin, wirklich ein Grund stolz zu sein!

Sogar das Wetter meint es heute gut mit mir, denn es ist schon jetzt recht angenehm warm, und die Sonne lacht, so dass die Hoffnung besteht, es könnte für mich ein ruhiger Tag werden.
Das wäre zur Abwechslung mal richtig nett.

Wünsche Euch, dass Ihr Euch heute auch über die kleinen Dinge, die Euch gelingen von Herzen freuen könnt, dann sieht das Leben doch gleich viel freundlicher aus!
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falsche Energie?

2007/05/10
| Comments: 6
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Da ich dieses Jahr mal wieder gar nicht wußte, womit ich meinem Holden zu seinem Geburtstag eine Freude machen könnte, hatte ich ihm leichtsinnigerweise einen "Bausatz-Gutschein" nach Wahl geschenkt, sprich einen Freibrief dafür irgendwas in Heim und Hof nach Lust und Laune umgestalten zu können.
In Betracht kamen das Schlafzimmer oder unsere Terrasse, deren doofe Waschbetonplatten uns doch beide ziemlich nervten.
Da das Wetter so bombig war, fiel ihm die Entscheidung leicht und so begann letzte Woche um diese Zeit die Umgestaltung in eine Holzterrasse. Wat nen Akt!!
Aber sie ist nun seit Montagabend fertig und natürlich hat sich das Wetter pünktlich umgestellt, so dass wir unser Werk nicht genießen können, mal abgesehen von dem Stolz des Handwerkers über seine gelungene Arbeit ;-)

Da es eine ziemliche Schinderei war, hatte ich mich auf eine ruhige Woche gefreut, doch schon der gestrige Tag hat mich dann letztlich mehr Nerven gekostet als die ganze Arbeit vorher.
Dank der Tatsache, dass in unserem Häusel sehr leicht Durchzug entsteht, ist es mir gestern nämlich nach jahrelangen Fehlversuchen endlich gelungen, die Glasverbindungstür zwischen Flur und Küche spektakulär zu erlegen.
Das war echt ein Erlebnis, wie die Scheibe auf den Fliesen zerschellte. Zum Glück waren die Kinder nicht im Haus und der Hund in Deckung ;-)
Supi. Allein die gründliche Beseitigung der Scherben hat mich fast zwei Stunden gekostet, da ich die Splitter von den Waschbetonplatten des Eingangsbereichs nur mühsam runterbekam, was aber vor allem deshalb so wichtig ist, weil unser Hund und die Nachbarhundedame (s.u.) dort immer ihre wilden Spielchen veranstalten, so dass ihre Pfoten extrem gefährdet waren.
Als ich mit meiner Schadensbegrenzung fertig war, wollte ich den Müllbeutel des Staubsaugers wechseln. Die Klappe klemmte ein wenig, ließ sich dann aber problemlos öffnen. Beim Schließen desselben hielt ich dann aber plötzlich den Griff (der gleichzeitig auch der Verschluß ist) in der Hand. Ganz glatt abgebrochen und nicht zu reparieren. Natürlich kann man den Staubsauger nun vergessen. Perfekto. Nur nicht aufregen...
Es ging damit weiter, dass ich meine Tasse Kaffee, die ich mir zum Bügeln mit hochgenommen hatte (ich brauche dabei immer eine Stärkung!), im Eifer des Gefechtes so geschickt umwarf, dass der Kaffee nicht nur mein Körnerkissen überflutete, sondern auch nette Spuren auf der Wand hinterließ.
Tief ein- und ausatmen. Dreimal ist Oldenburger Recht, heißt es so schön, also wähnte ich mich nun auf der sicheren Seite.
Unseren Feierabend verbrachten mein Holder und ich auf einem entzückenden Elternabend, denn die Klasse meines Sohnes hat schon geraume extreme Probleme mit ihrer Deutschlehrerin, so dass ein Schulpsychologe zur Vermittlung zwischen den Parteien eingeschaltet werden mußte, über dessen Tätigkeit die Klassenlehrerin berichtete. Naja, der Abend verlief erwartungsgemäß ätzend und unangenehm und solche Sachen machen mir immer Hunger ... ein schönes Toast mit Frühlingsquark würde meine Stimmung wohl wieder heben... leider sagte es nach Einstecken des Brotes nur noch laut knack und der Toaster blieb kalt.
So hielt ich mich denn meinem Rechnerlein und allen weiteren elektrischen Geräten nun lieber fern und versteckte mich in meinem Bett, um mit meinen eindeutig falschen Energien nicht noch mehr Schaden anzurichten.
Ich glaube, das war eine weise Entscheidung, denn wer weiß, was sonst noch passiert wäre??
:-)
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Gemischte Gefühle

2007/04/27
| Comments: 7
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Ist das nicht ein Traumwetter??
Das macht schon Lust auf Sommer und Ferien.
Aber... eine Hausfrau hat ja eigentlich immer frei, nicht?
So bin ich wohl eine der wenigen, die in der glücklichen Lage ist, beinahe jede Minute voll auskosten zu können. Viel mehr braucht es nicht, um unbeschwert und glücklich zu sein.
Der leichte Wind in meinen Haaren, die leider viel zu kurz geraten sind, die wärmende Sonne auf meiner Haut, die vielen Gerüche der erblühenden Bäume, Sträucher und Blumen und das zufriedene Hundi an meiner Seite...

Ja, es könnte alles schön sein, wenn sich nicht dauernd die alltäglichen Kleinigkeiten gegen mich verschwörten, so dass sich die eben noch genossene Ruhe im nächsten Moment schon ins größte Tohuwabohu verwandelt.
Nicht funktionierende Hamstertränken, die nächtliche Tränkaktionen nötig machen, weil das arme Tierchen völlig abgedreht ist vor Durst - natürlich weil ich zu dumm war, rechtzeitig zu bemerken, dass das neu gekaufte Teil kaputt ist. Prima.
Ein Aquarium, dessen Wasser umzukippen drohte und die Fische nach Luft schnappen ließ, weil die neu gekaufte Pumpe nicht zuverlässig lief.
Verlorene Haustürschlüssel, vergessenes Portemonnaie, jeder Weg mindestens doppelt gemacht...
Habe ich vielleicht schon zuviel Sonne abbekommen??
Am schlimmsten aber die Erkenntnis, dass mein Sohnemäxchen sich gerade in einer Hochphase der Pubertät befindet, in der Rauchen und Saufen megacool sind - und das mit 13. Toll.
Wo soll das noch hinführen und wie gehe ich am besten damit um??

Dabei will ich gerade eigentlich nur faul in der Sonne liegen, den Augenblick genießen und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen.
Aber so einfach ist das mit Leben wohl doch nicht.

Immerhin gibt es für mich auch die schönen kleinen kostbaren Momente noch.
Hoffentlich habt Ihr in diesen Tagen ganz viele davon!
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Familienzuwachs

2006/12/14
| Comments: 0
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Die Wogen ob des Liebeskummers meiner Kleinen haben sich inzwischen etwas geglättet - nein, sie ist noch nicht drüber weg und liebt ihn immer noch (warum nur? so schön kann doch kein Mann sein?? ;-)) ), seufz - aber es gibt schon seit einiger Zeit keine ungehemmten Heulattacken mehr, und sie scheinen das mit dem "nur gute Freunde sein" sogar halbwegs hinzubekommen... so gut, dass ihre lieben Freunde nun schon wieder wetten, wie lange es wohl noch dauern mag, bis sie wieder zusammenkommen, was ein gütiges Schicksal doch bitte verhindern möge!!
(Ein Glück, dass mein Mädel meinen frommen Wunsch nicht liest, sonst hätte ich schlechte Karten).
Die anderen netten Jungs, die ihre Chancen gern genutzt hätten, hat sie mittlerweile wohl auch alle auf die ihr eigene charmante Art abblitzen lassen -z.B.: sie liegt wohlig auf seinem Schoß zusammengerollt und sie gucken eine Schmacht-DVD, die er ohne sie nie gucken würde. Er weiß eigentlich nicht wohin mit seinen Händen, denn sie würden automatisch irgendwo auf einer "anzüglichen" Stelle ihres Körpers landen, also faßt er sich Mut und sagt: "Ich glaube, ich liebe Dich, Annika"... "Ja, ich Dich auch - wie einen Bruder..."
- was soll Mann da noch sagen??

Naja und da es mir ja ohne Liebeskummer bzw. neue problematische Liebesbeziehung und andere Katastrophen viel zu langweilig werden würde und mein Holder über seinen Schatten gesprungen ist, haben wir unserem Sohn zum 13. Geburtstag seinen größten Wunsch erfüllt - er durfte sich einen Hamster aussuchen.

Seit Sonnabend haben wir nun also einen Dschungarischen Zwerghamster im Haus. Sie ist eine quirlige junge Dame, die von meinem Sohn auf den Namen Liesl getauft wurde. Ich habe keinen blassen Schimmer, wie er gerade darauf gekommen ist, denn als der Hamster noch graue Theorie war, sollte er immer Sponge-Bong, Chilly oder Panky heißen ;-)
Jedenfalls war sie von Anfang an sehr neugierig und schon recht handzahm, was natürlich auch ein Risiko ist, weil man das Tier dann leicht überfordert...
Den Morgen verschläft die Dame komplett, am frühen Nachmittag kommt sie mal für ein halbes Stündchen hervor, dafür ist sie dann ab 21 Uhr richtig mobil. Wielange sie durchmacht, weiß ich nicht, denn ich war die letzten Tage immer so gegen halb zwei im Bett und da konnte ich sie noch rumkraspeln hören. Ein echtes Energiebündel also, aber wirklich total süß. Wenn sie wach ist, könnte ich mich nur mit ihr beschäftigen, aber sie ist ja erstens nicht mein Hamster, seufz und zweitens wäre mein Wauzi dann sicher beleidigt.
Den interessiert der Neuankömmling nicht weiter, nur dessen Futter hat es ihm angetan, zum Glück. Nicht auszudenken, wenn der sich für das kleine Wesen begeisterte!

Leider habe ich bisher noch kein eigenes Foto, also kann ich stellvertretend nur einen Rassegenossen hier reinsetzen... aber bei nächster Gelegenheit gibt es die Original-Liesl, versprochen ;-)
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Spontaneität

2006/10/09
| Comments: 2
Vor gut einem Monat bekam ich von meiner besten Freundin die Nachricht, dass bei ihr am Institut - sie arbeitet am
Georg-Eckert-Institut für Schulbuchforschung (ich wäre von allein nie auf die Idee gekommen, dass es so was überhaupt gibt ;-) ) eine Autorenlesung mit Sten Nadolny stattfinden wird und ob mir das nicht ein willkommener Anreiz sein könnte, sie endlich, endlich, endlich wieder einmal zu besuchen.

Unsere Freundschaft entstand 1985, als wir im Oktorber etwa zeitgleich in Braunschweig in unsere ersten eigenen Wohnungen einzogen - mein Holder und ich zwecks Studium, und sie nach einer heimlich vollzogenen Trennung von ihrem damaligen Mann.
Es waren für uns Zeiten des Umbruchs und der neuen Erfahrungen, und wir hatten sehr viel Gelegenheit sie zu teilen, obwohl sie schon im Berufsleben stand und einen vollkommen anderen Tagessrythmus hatte als wir "lotterigen" Studenten.
Eine bessere Nachbarin hätten wir nie finden können, wir betreuten gegenseitig die Männer, Katzen und für kurze Zeit auch die Kinder, und die Jahre, die wir Tür an Tür leben durften, gehören zu den größten Geschenken, die mir bisher zuteil wurden.
Als wir dann 1991 hier raufzogen, war ich mir nicht sicher, ob unsere Freundschaft auf die Distanz Bestand haben könnte, denn zu oft hatte ich erlebt, dass mit dem Wegfall des gemeinsamen Lebens-Hintergrunds auch die Freundschaften zerbröckelten.
Aber meine Freundin war immer aktiv und spontan genug, Zeit und Gelegenheit für Besuche bei uns unterzubringen (Besuch zu haben ist für mich kein Ding, selber auf Besuch zu fahren dagegen viel, viel schwieriger). So gab es zum Glück neben Endlostelefonaten und später dann intensiver E-mail-Nutzung immer auch zwei bis drei Termine im Jahr, wo wir uns leibhaftig in die Arme fallen und die Nächte durchquatschen konnten.

Tja, als sie nun diesmal ihre Einladung so gekonnt mit einem weiteren Anreiz gekoppelt hatte, kam sogar ich, die Unbewegliche, Träge und stets Bedenkliche ins Grübeln, ob ich den Besuch nicht tatsächlich möglich machen könnte, schließlich hatte ich Sten Nadolnys
"Entdeckung der Langsamkeit" und "Ein Gott der Frechheit" mit Genuß gelesen und die Aussicht, einen klitzekleinen Eindruck von dem Menschen zu bekommen, der dahinter stand, war schon verlockend, auch wenn mir normalerweise die Werke genügen.

Natürlich galt die Einladung unserer gesamten Familie inklusive Hund, aber da die Termine meines Mannes sehr unübersichtlich waren und keine feste Zusage zuließen, blieb ich ihr die Antwort schuldig und raffte mich selbst zu keiner eigenen Entscheidung auf.

Am Freitag, dem 6.10. um 20 Uhr sollte die Lesung beginnen.
Hmmmm - freitags auf der A1, A7 und A2 unterwegs zu sein, gleicht einem Selbstmordkommando in Sachen Nerven, zumindest wenn man nicht früh genug am Morgen loskommt... nicht gerade verlockende Aussichten, sich auf den Weg zu machen, oder?
Aber so ohne Familie könnte ich es ja mal schaffen rechtzeitig loszufahren??
Warum nur war ich so schrecklich unflexibel und zu keiner Spontaneität fähig und haderte endlos mit mir rum, nur weil popelige 300km Wegstrecke vor mir lagen - und das, wo ich eigentlich für mein Leben gern Auto fahre... mann, ich kann Euch gar nicht sagen, wie sehr ich mit mir haderte. Ich fand mich selbst mal wieder voll ätzend, dass es überhaupt irgendwelcher Überlegungen bedurfte, um mich dafür zu entscheiden, denn mein Gefühl hatte längst ja gesagt.
Aber am Donnerstag um die Mittagszeit schien hier dann strahlend und golden die Herbstsonne, mein Verstand kapitulierte und gab Raum für die unbändige Lust, mich zur Abwechslung mal auf den Weg zu machen und meine Freundin zu überraschen.
Mit ihr kann ich das machen, während das in bezug auf mich eine echte Katastrophe wäre, und selbst beste Freunde sich ersteinmal auf gute zwei Stunden wüste Beschimpfungen einstellen müssten, ehe ich anfangen kann, mich über ihre Eigenmächtigkeit zu freuen ;-)
Zur Vorsicht habe ich dann aber doch ihren Mann noch eingeweiht, damit ich nicht am Ende vollkommen ungelegen komme, und sie ihr Wochenende bereits anders verplant haben.
Der war jedoch total begeistert und das steigerte meine Vorfreude (und meine Zufriedenheit mit mir, zu einer richtigen Entscheidung gelangt zu sein).

Nun ja... natürlich kam ich nicht rechtzeitig genug los - alte Tüdel-Ella - und stand, nachdem ich Hamburg gerade noch so umschifft hatte, bei Hannover schön im Stau. Zur Krönung verfranste ich mich dann auch noch abfahrtsmäßig und durfte durch ganz Braunschweig zockeln, obwohl ich die Gegend doch nun wirklich kennen sollte. Einzige Entschuldigung kann nur sein, dass ich halt schon seit Ewigkeiten nicht mehr selbst dort gefahren bin.
Immerhin habe ich mein Ziel erreicht - das einzige, was zählt!
Zu meiner Überraschung war bei meiner Ankunft aber nicht meine Freundin zuhause, sondern ihr Männe, denn sie mußte wegen der Veranstaltung natürlich länger arbeiten. Super. Als sie statt um eins um fünf nach Hause kam, war sie eigentlich grottenfertig und hatte keine Lust abends noch mal ins Institut zu fahren.
Mir war´s egal, denn ich war einfach nur froh zu sehen, dass sie sich trotz der Erschöpfung riesig freute, dass ich gekommen bin.

Am Ende sind wir aber doch über uns hinausgewachsen und sind noch zu der Lesung gefahren, die leider nur sehr spärlich besucht war.
Ich mit meinen Vorurteilen im Gepäck, ob so was überhaupt Sinn machen kann, die anderen ohne den leisesten Schimmer, was sie erwartet, weil sie weder das Buch, aus dem er lesen würde, noch den Autor selbst kannten.
Am Ende waren wir alle absolut positiv überrascht.
Das war ein überaus sympatischer und lebendiger und gefühlvoller Mensch, dessen Ausführungen eine gehörige Portion hintergründiger (Selbst-)Ironie in sich trugen, die armen einladenden Historiker (denn die Lesung fand im Rahmen einer Historiker-Konferenz statt) vollkommen im Regen stehen ließen, was ihre Erwartungen an ihn als promovierten Historiker betrafen und einfach seine Freude am Erzählen und an der Sprache selbst zum Ausdruck brachten. Genial.

Den Rest des Wochenendes verbrachten wir mit gutem Essen, schönen Getränken und endlosen Gesprächen... gestern abend schlug ich dann schlag ko aber total glücklich wieder bei uns zuhause auf.

Es kann so einfach sein.
Hoffentlich denke ich beim nächsten Mal daran und kann mich leichter aufraffen, ein wenig spontaner zu sein.

Euch einen schönen Herbst mit einer Vielzahl überraschender und anregender Erfahrungen!!
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Beschäftigungstherapie

2006/09/20
| Comments: 4
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Ja, es ist doch sehr ruhig geworden hier bei mir, seit meine Tochter sich in Frankreich befindet.
Zwar stehen wir in engem Kontakt, doch die rein verbale Übermittlung der Fakten ist kein wirklicher Ersatz für das Mit-Erleben...

Da ich vor Langeweile fast umgekommen bin, hat mein Sohn sich gestern eine besondere "Überraschung" für mich ausgedacht...

Seit gestern ist er nämlich stolzer Besitzer eines neuen MTBs, für das er natürlich auch ein gutes Schloß benötigte, damit das Radl in der Schule nicht gleich abhanden kommt.
Auf dem Nachhauseweg vom Fahrradhändler meinte mein Kleiner dieses Ringschloß mit frei definierbarer Zahlenkombi schon mal auf seine vom alten Schloß gewohnte Zahlenfolge umstellen zu müssen. Mein Holder hatte ihn noch gewarnt, das doch lieber erst zuhause in Ruhe zu machen, aber das wäre auch das erste Mal gewesen, dass mein Sohn seine Fummelfinger von etwas gelassen hätte, was ihn fasziniert.
Es kam natürlich, wie es kommen mußte.
Durch eine kleine Unachtsamkeit schnappte die Sicherung nicht richtig ein, sondern erst nachdem er das Schloß wieder zugemacht und an den Rädchen gedreht hatte. Welchen Code hatte er damit nun festgelegt? Nico hatte absolut keinen Plan.
Perfekt.

Da mein Männe angeordnet hatte, dass das Rad nur mit dem zugehörigen Schloß zur Schule bewegt werden darf, machte sich mein Kleiner siegesgewiß daran, das Schloß zu knacken. So schwer kann das schließlich nicht sein.
Nöö, überhaupt kein Problem, denn bei vier Rädern a 10 Zahlen ergeben sich ja auch nur 10.000 Kombinationsmöglichkeiten. (Wie mir ein Bekannter später steckte, ginge das auch ganz easy mit ein wenig Draht... aber wenn man in solchen Dingen nicht geübt ist, dann bleibt eben nur die normale Methode durch Ausprobieren)

Nach 300 Versuchen gab mein Kleiner auf. Klar, dass danach der Ehrgeiz meines Mannes geweckt war. Er tackerte also unermüdlich etwa 1000 Folgen durch.
Es rührte und muckte sich nix.

Die Stimmung ging entsprechend in den Keller und ich hielt mich ganz fein aus der Sache heraus.

Als um 21 Uhr das Telefon klingelte und meine Freundin dran war, wußten meine Männer, dass ich für den Rest des Abends verloren war.
Das hinderte meinen Sohn aber nicht, mir vor dem Insbettgehen das Schloß mit flehendem Hundeaugen-Blick in den Schoß zu legen... ich könnte ja mal mein Glück versuchen.

Och nö... sicher nicht... naja, vielleicht...tja...

So fand ich mich von 21 Uhr bis 00.30 Uhr (solange dauerte das Telefonat) mit unerschütterlicher Ruhe die Rädchen drehend wieder, in der irrsinnigen Hoffnung, der Zufall könnte es gut mit mir meinen.
Immerhin habe ich in der Zeit knapp 7000 Kombinationen durchgetackert.
Nur leider war die richtige nicht dabei.
Vollkommen zermürbt fiel ich ins Bett.

Heute morgen weckte mich der Hund dann zur Abwechslung schon um halb fünf - er hat sich am Wochenende den Magen verdorben und hat daher abnorme Zeiten für seine Geschäfte - toll.
Eigentlich wollte ich nach dem Kurzgang noch am Schloß rumdrehen, aber stattdessen bin ich dann im Wohnzimmer auf der Couch neben dem Teil eingepennt.
Um sieben kam mein Kleiner runter, warf einen enttäuschten Blick auf das Schloß und verzog sich gleich wieder.
Toll.

Irgendwie konnte ich die Finger dann doch nicht von dem Teil lassen und habe ohne jeden Plan einfach dran rumgedreht... war ja eh nicht mehr zu schaffen...

... und - genau... das Wunder geschah, das Schloß sprang auf und wär mir bald ins Gesicht geflutscht, weil ich überhaupt nicht darauf vorbereitet war...

egal, ich wäre auch mit Schramme im Gesicht die Heldin des Tages gewesen und vergessen waren mein schmerzendes Handgelenk und die porösen Fingerkuppen ;-)

Sollte Euch also irgendwann mal so richtig langweilig sein, lautet meine Empfehlung des Tages: kauft Euch so ein Zahlenschloß, verstellt es und dann knackt es. Das fordert die Armmuskulatur, das Konzentrationsvermögen, die Nerven, einfach alles... und es ist so befreiend, wenn das Teil dann endlich aufgibt ;-)

Jetzt muß ich zum Glück nur noch mit Hund raus.
Euch noch einen schönen Abend!!

Anbei ein Bild meines neuen Lieblingsspielzeugs ;-)


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Songtext - R.E.M.

2006/09/06
| Comments: 5
Tags: r.e.m.  songtexte
Gestern abend, als meine liebe Familie schon im Bett war, habe ich mal wieder Zeit gehabt in Ruhe Musik zu hören.
Da ich mich immer nur schwer entscheiden kann, was ich gerade hören möchte, habe ich den I-Pod halt auf Shuffle gestellt und mich überraschen lassen...

Heraus kam dabei unter anderem "Walk unafraid" von R.E.M., das hatte ich lange nicht mehr gehört.
Aber ich finde es immer noch supergut!


Walk Unafraid

As the sun comes up, as the moon goes down these heavy notions creep around
it makes me think
long ago I was brought into this life
a little lamb a little lamb
courageous - stumbling
fearless was my middle name.
But somewhere there I lost my way
every one walks the same
expecting me to step the narrow path they've laid they claim to walk unafraid
I'll be clumsy instead
hold me love me or leave me high.


Say "keep within the boundaries if you want to play."
say "contradiction only makes it harder."
How can I be what I want to be?
When all I want to do
is strip away these stilled constrains
and crush these charade
shred this sad masquerade
I don't need no persuading
and I'll trip, fall, pick myself up
and walk unafraid
I'll be clumsy instead
hold me love me or leave me high.

If I have a bag of rocks I have to carry as I go
I just want to hold my head up high
I don't care what I have to step over
I'm prepared to look you in the eye
look me in the eye
and if you see familiarity
then celebrate the contradiction
help me
when I fall to walk unafraid
I'll be clumsy instead
hold my love me or leave me high
walk unafraid
I'll be clumsy instead
hold me love me or leave me high.
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Alltag

2006/09/04
| Comments: 4
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Da dachte ich, wenn die Ferien vorbei sind, kehrt hier endlich wieder Ruhe ein, und ich kann mich ein bisschen mehr auf logwave konzentrieren, aber das war bislang nix.
Kaum ist mein Mädel weg, fangen meine Männer an zu schwächeln... Nachdem ich letzte Woche erst meinen Holden verarzten durfte und sich der Hund danach eine seiner Krallen angerissen hat, so daß ich ständig acht geben mußte, dass er nicht zuviel daran herumleckt und es sich nicht entzündet, wartet nun auch noch Sohnemax mit einer fiebrigen Erkältung auf. Es ist doch zum Mäusemelken. Pfffff.

Doch jetzt ist einfach eine Auszeit nötig und wo könnte ich sie mir besser gönnen als hier?!

Unsere Tochter ist wohlbehalten in Frankreich gelandet und hatte noch eine Woche frei, ehe es heute auch für sie mit dem Schulalltag losgeht.
Die Zeit vor der Abreise war für sie mit reichlich Beziehungsproblemen beladen, und als ihr Süßer am Abreisetag nicht zur verabredeten Zeit bei uns aufschlug (er hatte die Nacht vorher auf einer Party bei einer Klassenkameradin verbracht und sich morgens um halb fünf per SMS bei ihr gemeldet, dass sie immer noch feierten ;-)), sah ich schon die "grande catastrophe" auf uns hereinbrechen.

Doch zum Glück hatten wir alle zu früh geunkt, und so konnten wir sie dann gemeinsam nach Hamburg zum Flughafen bringen.
Ein kleines Abschiedsgeschenk von ihrem Liebsten (das erste Geschenk überhaupt seit sie zusammen sind, und das sind inzwischen schon 7 Monate), in der letzten Sekunde bevor sie ins Flugzeug stieg, machte ihr Abschiedsschmerzglück dann perfekt.

Dafür durfte ich mich zuhause mit einem vollkommen aufgelösten Brüderchen beschäftigen. Während er auf dem Flughafen noch "cool" war und seine Schwester tröstete, lag er nachmittags in ihrem Bett und weinte bittere Tränen. Er meinte, dass er sich nie hätte vorstellen können, dass es ihm so schwerfallen würde, seine Schwester herzugeben...
Nun hat er ihr Bett zu seinem erkoren, damit er sie nicht sooo sehr vermissen muss, denn es "riecht" ja so schön nach ihr. Witzigerweise schnuppert er immer an dem Kissen, dass Annikas Meinung nach vorher die ganze Zeit nach ihrem Freund gerochen hat... Schmunzel.

Dabei sind wir im Zeitalter des Internets doch nur einen Mausklick von ihr entfernt und haben das in der letzten Woche weidlich ausgenutzt und eigentlich jeden Abend gechattet oder telefoniert. Ich kann nur sagen: ich liebe diese Technik (wenn sie denn funktioniert ;-)

Zum Glück scheint ihre Gastfamilie ähnlich chaotisch zu sein wie wir, so dass sie sich nicht zuviel Mühe geben muss "perfekt" zu wirken.
Anstrengend ist es wohl, die netten französischen Jungs auf Abstand zu halten, und da ihre Austauschpartnerin anscheinend nur männliche Freunde hat, gibt es da einiges zu tun ;-)

An die "Jugendsprache" muss sie sich aber erst noch gewöhnen und auch die eigene Hemmschwelle wirklich französisch zu sprechen, ist doch viel größer, als sie es sich vorher vorgestellt hat. Nun versteht sie die Probleme ihres Gastes hier deutlich besser...
Dafür unterhält sie sich recht viel mit dem Vater, der der Ansicht ist, dass sie noch viel zu jung für einen festen Freund sei. Zumal er tatsächlich noch der Überzeugung ist, dass seine Tochter bisher noch nicht einmal richtig geküßt hätte... (wie weltfremd kann man eigentlich sein??)
Das Gespräch von den beiden hätte ich gern live erlebt!! Ich wäre an Annikas Stelle jedenfalls geplatzt.

Die erste richtige Party hat sie auch schon hinter sich. Leider ist die genau so ausgefallen, wie sie es vorausgesagt hatte. Es war ein elendes Besäufnis und sie hatte alle Hände voll zu tun, Deby in einen halbwegs präsentablen Zustand zu versetzen, als der Vater sie abholte (Vodka und Whiskey im Wechsel waren wohl doch ein bisschen viel des Guten). Gepeilt hat er es dennoch und nun herrscht erst einmal Ausgehsperre, was Annika sehr entgegen kommt.

Auch ihre Verbindung zur hiesigen Schule und der Informationsfluß, was an Stoff durchgenommen wird, funktioniert reibungslos. Boa, was habe ich doch für ein vernünftiges Mädchen...
Abgesehen davon, dass ich mich in dem Alter nie von Zuhause weggetraut hätte, diese Konsequenz und Disziplin, die sie bisher an den Tag legt, hätte ich mit Sicherheit nicht aufgebracht.
Stolz..., grins.
Sie ist eben ganz der Vater...

Ich dagegen habe völlig vergessen beim ersten Elternabend dieses Schuljahres zu erscheinen, peinlich.
Aber den vom meinem Sohn am Donnerstag werde ich hoffentlich nicht verpassen...




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1.) Irrsinn des Alltags from annianbi

der Countdown läuft

2006/08/22
| Comments: 7
So, die Schulferienzeit habe ich nun seit gestern mehr oder weniger glorreich hinter mich gebracht. Gottseidank.
Dabei waren die lieben Kleinen eigentlich wirklich sehr umgänglich und es gab keine größeren häuslichen Krisen, die ich hätte meistern müssen.
Dennoch bin ich froh, denn nun werde ich hoffentlich wieder ein bisschen mehr Zeit für ganz mich und auch für logwave haben. Wäre das noch länger gegangen, hätte ich bestimmt demnächst unter Entzugserscheinungen zu leiden ;-))

Die einzige größere Aktion, die jetzt bei uns noch ansteht, ist die Abreise meiner Tochter am Samstag. Bis dahin muss ich noch eine geeignete und bezahlbare Auslandsreise-Krankenversicherung abschließen und mir deutschland-typische Gastgeschenke ausdenken, die sich im Flugzeug gut mitnehmen lassen. Toll.
Hat vielleicht einer von Euch eine gute Idee??
Seufz.

Je näher der Zeitpunkt rückt, desto nervöser werde ich, wie ich irritiert feststellen muss. Ich habe mich eigentlich noch nie für eine Mutterglucke gehalten...
Dabei darf ich es noch nicht einmal zeigen, denn ich merke derzeit deutlich, dass auch bei ihr die Sicherheit, dass sie das alles ganz easy packen wird, zu bröckeln anfängt und sie am liebsten kneifen würde. Da muss ich ja einfach stark sein.

Ich weiß, sie wird mir fehlen, genau wie die vielen Gespräche über den Freund und die Freundinnen, denn gerade in letzter Zeit war sie in dieser Hinsicht enorm aufgetaut und unsere Beziehung hat einen eher freundschaftlichen denn mütterlich/töchterlichen Touch bekommen, worüber ich total glücklich bin.
Ihre Erfahrungen hier konnte ich teilen, ihr Wachsen und Reifen live erleben und mich auf die Veränderungen einstellen. Das, was ihr in Frankreich begegnet, werde ich nicht so direkt miterleben können, zumal ich die Leute, mit denen sie dort Umgang haben wird, nicht persönlich kenne und wohl auch nie kennenlernen werde.
Dennoch bin ich jetzt schon gespannt darauf, inwieweit sie sich in dieser Zeit verändern wird...

Am meisten hoffe ich aber, dass sie am Ende der Zeit wieder gern nach Hause kommen wird und nicht viel lieber in Frankreich bleiben möchte, so wie es bei unserer Gastschülerin der Fall war... ich glaube, das würde mich ziemlich erschüttern.

So, ehe ich jetzt richtig melancholisch werde, schließe ich den Blog hier lieber und zähle im Stillen weiter bis zum Tag X... jaul ;-)
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Meine Ferienbeschäftigung

2006/07/20
| Comments: 10
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Also, ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber mir ist es einfach entschieden zu heiß zur Zeit.
Abgesehen von den notwendigen Hundespaziergängen, vermeide ich den Aufenthalt draußen weitestgehend.
Nicht nur, weil schon die kleinste Aktivität in heftigem Schwitzen endet, was ich sehr unangenehm finde (vor allem, wenn mir der Schweißgeruch von anderen Menschen entgegenschlägt), sondern vor allem auch weil die Hitze meinen Kreislauf durcheinanderbringt.
Fast hätte ich gesagt, das liegt halt am Alter... aber meiner Tochter geht es zum Glück (?) genauso... also ist es wohl eher Veranlagung... sehr tröstlich!

Die Kinder haben sich zu den Großeltern abgesetzt... also jault meine Tochter jetzt nicht mehr ständig in mein Ohr, dass ihr Liebster drei lange Wochen nicht für sie erreichbar ist!! ;-)) juchuh... im Arbeitszimmer, wo der Computer steht, ist es leider viel zu warm, um sich entspannt darin aufzuhalten, was also kann es für mich Schöneres geben, als meine viele freie Zeit ungehindert mit meiner Lieblingsbeschäftigung, dem Lesen, zu füllen?
Ich lese eigentlich alles, was mir in die Hände fällt, solange es keine Biographie oder was Historisches ist, denn damit kann ich seltsamer Weise gar nichts anfangen.
Falls Ihr zufällig auch zuviel Zeit haben solltet und ein bisschen Freude an Büchern, kann ich Euch "Die Sonnenuhr" von Maarten´t Hart empfehlen. Hat mir viel Spaß gemacht, das zu lesen, nicht zuletzt weil der Autor aus der Sicht einer Frau schreibt...
Wem der Sinn eher nach einer außergewöhnlichen Liebesgeschichte stehen sollte, der darf eigentlich "Die Frau des Zeitreisenden"von Audrey Niffenegger nicht verpassen...

Auch wenn es viele andere tolle Sachen gibt: es lebe das Buch!!
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Wie Hund und Katze

2006/06/30
| Comments: 2
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Aufgrund von Kirinkings Hundeblog suchte ich nach einem schönen Bild von einem Briard (die von unserem Zottelfell sind merkwürdiger Weise in der Versenkung verschwunden), da ich nach seiner Beschreibung vemute, dass es sich bei den beiden Raufern, mit denen er und der kleine Rauhhaardackel es zu tun hatten, um diese Rasse handeln könnte.

Dabei stieß ich nun auf dieses Bild, das genau die Situation darstellt, die ich für mein Leben gern in meinem Haushalt hätte... nur fehlt mir dafür leider noch die Katze, und ich kann meinen Holden einfach nicht überzeugen, dass unser Glück erst dann perfekt wäre
;-)))
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Kartoffelvariante für maxpower

2006/06/25
| Comments: 3
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Habe gerade Deine entzückende Kartoffel und die beiden Videos betrachtet, genau das Richtige, wenn man eigentlich zu Bett gehen wollte.. ;-)
Ich finde jedoch - verzeih´ meine rohe Kritik -, dass Deine Kartoffel einfach nicht mehr in die Jahreszeit paßt und stelle Dir deshalb die jüngere Schwester vor.
Wenn man(n) da nicht Appetit bekommt ... ;-))
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Nervennahrung

2006/06/24
| Comments: 5
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Jungs, ich glaube, Ihr braucht eine Stärkung.
Wie wär´s damit?

Ein schönes, erholsames Wochenende allen!
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Wie ich festgestellt habe, sind die Themen Obst und Männer gerade zugunsten des "Gummis" gewichen.
Welche Auswirkungen es haben kann, wenn man(n) gelinde gesagt "ein Rad ab hat", könnte evtl das nachfolgende Bild zeigen.
Man könnte es aber auch als kreative Neigung ansehen und vielleicht regt es Euren Spieltrieb ja an...
Würde zu gern Eure Folgeversuche dokumentiert sehen ;-)))

Eine anregende Nachtruhe wünsche ich allen Missverstandenen, Frauen- und Männerverstehenden, Mützenträgern und Obstliebhabern etc.
M.
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Wieder allein

2006/06/19
| Comments: 8
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Nun hat uns also unser schnöder Familienalltag wieder, denn Sonnabend war es soweit, dass wir unsere französische Gastschülerin nach Hamburg zum Flughafen bringen mußten.
War schon ein seltsames Gefühl, nicht zuletzt weil sie so überhaupt nicht nach Hause wollte, seufz.

Die letzten Tage hatte sie genutzt, um noch möglichst viel mit ihrem Schwarm zusammenzusein, bei dem nach so vielen Wochen der stillen (ihm gegenüber zumindest, die Mädchen wußten eigentlich alle relativ früh Bescheid ;-)) Schwärmerei für ihn dann endlich auch das Eis gebrochen war...
Ahhhhh... so eine junge Liebe ist doch einfach immer wieder schön!!

Weniger schön war die Tatsache, dass die "lieben Kleinen" offensichtlich nicht in der Lage waren, ihre Termine ohne meine Vermittlung zu koordinieren...
Mein Holder bezichtigte mich schon scherzhaft der Kuppelei, wenn ich mal wieder etliche SMS verbraten hatte, damit ein Treffen doch noch möglich wurde.
Doch, doch, wir haben auch einen funktionierenden Telefonanschluß... aber Debbie war nicht willens ihren Liebsten zuhause anzurufen, schließlich hätte da ja jemand von der Familie dran sein können und da sie ja so überhaupt kein Deutsch spricht... arrgh. Andersrum sah es leider nicht viel besser aus.
Mal im Ernst: ist da nicht irgendwas falsch, wenn sie knutschen können, was das Zeug hält, aber nicht in der Lage sind sich anzurufen?
Man gut, dass ich früher beides konnte, sofern meine Eltern nicht gerade dahinterkamen ;-)

Eigentlich wollten wir ihren Freund ja zum Flughafen mitnehmen, doch sinnigerweise hatte der verpennt, dass seine Oma an dem Samstag Geburtstag hat und seine Familie natürlich komplett anzurücken hatte...
So kam er halt Sonnabendfrüh, und ich packte erst mal den Rest von ihren Klamotten, damit sie noch ein wenig Zeit für sich hatten (sofern davon die Rede sein kann, da unsere gesamte Familie durchs Haus tobte und sie eigentlich keinen stillen Winkel finden konnten).

Auf dem Weg nach Hamburg brach dann der ganze Kummer aus Debbie heraus.
Ich war auch oft unglücklich, wenn ich nach Hause zurück mußte, aber so schlimm habe ich es noch nie erlebt. Es gibt doch immer irgendetwas, worauf man sich auch freuen kann??
Der Aufenthalt auf dem Flughafen zog sich endlos hin, da mein Männe nicht nur beim Einchecken dabei sein mußte, sondern auch noch durch die Gates und warten mußte, bis das Flugzeug tatsächlich abgehoben hatte. Alles nur, weil sie eine Flugbegleitung hatte - ich dachte eigentlich, dass die das gerade unnötig machten?? Naja.

Ich denke mal, dass alles gut geklappt hat, denn weder sie noch ihre Eltern haben sich bisher gemeldet, was ich eigentlich erwartet hatte, aber da bin ich wohl ein bisschen altmodisch ;-)

Noch gucke ich jeden Morgen ins Gästezimmer und muß mich daran erinnern, dass niemand Zusätzliches mehr zu wecken ist. Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier und ich sowieso.

Wie meine Tochter mir erzählte, wird Debbies Freund zur Zeit recht intensiv gerade von dem Mädchen getröstet, für das er vor Debbie so geschwärmt hatte, das aber bisher keinerlei Interesse an ihm gezeigt hatte, obwohl es genau über seine Gefühle bescheid wußte. Aha?? Konkurrenz belebt das Geschäft??
Bin ja mal gespannt, wie das weitergeht ;-))

Totaler Klopfer heute aber war, dass meine Tochter mich ernsthaft fragte, ob wir für die Zeit, die sie in Frankreich verbringen würde, nicht bereit wären, einen 16-jährigen Columbianer aufzunehmen, für den Austausch würden noch händeringend Gasteltern gesucht...

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