Karōshi
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Was man nicht so alles lernen kann wenn man sich durch das Internet treiben lässt, heute las ich zum ersten Mal von Karōshi. Wikipedia schreibt darüber:
Als Karōshi (jap. 過労死, Über-Arbeiten-Tod = Tod durch Überarbeiten) bezeichnet man in Japan einen plötzlichen berufsbezogenen Tod. Todesursache ist meist ein durch Stress ausgelöster Herzinfarkt oder Schlaganfall. Etwa 40 japanische Kliniken haben sich auf Karōshi-gefährdete Fälle spezialisiert.
Der erste Fall von Karōshi wurde 1969 gemeldet, als ein 29-jähriger verheirateter Arbeiter in der Versandabteilung der größten japanischen Zeitung an einem Schlaganfall starb. Die Medien wurden jedoch erst Ende 1980 auf dieses Phänomen aufmerksam, nachdem mehrere geschäftsführende Manager im mittleren Alter ohne vorherige Anzeichen einer Erkrankung plötzlich starben. Dieses Phänomen wurde kurz darauf als Karōshi bezeichnet, und als 1987 die öffentliche Sorge darüber zunahm, begann das japanische Arbeitsministerium mit der Veröffentlichung von Karōshi-Statistiken.
Als Ursache für die Karōshi-Fälle gilt der rasante wirtschaftliche Aufstieg Japans nach dem Zweiten Weltkrieg. Mittlerweile ist anerkannt, dass Arbeitnehmer nicht über Jahre hinweg sechs bis sieben Tage pro Woche mehr als zwölf Stunden täglich arbeiten können, ohne körperlich und geistig darunter zu leiden.
Der deutsch-französische Fernsehsender ARTE strahlte am 6. November 2006 eine Dokumentation mit dem Titel „Alt in Japan“ aus, die von der Arbeit im Alter handelte. Viele ältere Menschen sind bereit, unbezahlte Überstunden auch in einem gesundheitsschädlichen Ausmaß zu leisten, und dies insbesondere, da oft jüngere Arbeitskräfte die schwersten Arbeitsplätze häufig nach kurzer Zeit wieder aufgeben. In einigen Fällen wurde dokumentiert, dass Unternehmen vom schlechten Gesundheitszustand bestimmter Angestellter wussten. Bei einem Unternehmen wurde sogar nach einer medizinischen Untersuchung mit beunruhigendem Ergebnis der gefährdete Mitarbeiter nicht entlastet und auch nicht über sein Gesundheitsrisiko informiert, sondern ihm sogar mehr Verantwortung aufgebürdet; gleichzeitig wurden für ihn acht verschiedene Versicherungen abgeschlossen. Nach seinem Arbeitstod kassierte die Firma dann umgerechnet 450.000 Euro. Das „Experiment“ wurde danach sogar noch einmal mit einem weiteren Angestellten wiederholt, der nach nur vier Monaten an Karōshi starb. Manche holen gefährdete Verwandte regelmäßig von der Arbeit ab, damit sich diese nicht zu Tode arbeiten. Viele jedoch arbeiten freiwillig bis in das hohe Alter, da sie mit dem Rentengeld nicht gut leben können. Sie entscheiden, mehr Geld durch Arbeit zu verdienen. Manche Leute haben auch Spaß an ihrer Arbeit.
Aufgrund der mittlerweile erfolgten juristischen Anerkennung als haftungspflichtige Todesart verklagen immer mehr Angehörige von Karōshi-Opfern die jeweiligen Arbeitgeber auf Entschädigungszahlungen. Bevor jedoch eine Entschädigung zuerkannt werden kann, muss die Arbeitsüberwachungsbehörde den Fall als berufsbedingten Tod anerkennen.
Hier der Link zu der Quelle...
Das erinnert mich an meine Mutter, sie hat sich ihr Leben lang den Allerwertesten aufgerissen um meine Schwester und mich gross zu bekommen, 12 Stunden täglich waren Normal, am Samstag nochmals 8 Stunden hinterher. Als sie dann ein Problem im Kniegelenk bekam und deswegen ausfiel wurde sie gezielt gemobbt und aus der Firma geekelt. Nun ist sie in Rente (vorzeitig). Heutzutage ist man doch nicht mehr als eine Nummer in den Firmen, wer das nicht glaubt wird irgendwann eines besseren belehrt. Bei uns im Konzern hat man nun eine Firma dicht gemacht die eigentlich schwarze Zahlen schrieb, da blieben viele Mitarbeiter trotz Sozialplan auf der Strecke. Und die vielen Sicherheitsunterweisungen bekommt man nicht damit man sicherer arbeitet sondern damit man selber der Schuldige ist falls etwas passiert. Wer sich für seine Firma kaputt schuftet dem ist nicht mehr zu helfen, Leistung bringen... ja. Aber nicht auf Kosten der Gesundheit. Es gibt ja auch noch ein Leben vor dem Tod, das darf man nie vergessen... |
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