EM-Vorschau Österreich
Der zweite EM-Gastgeber steckt im Tief. In der FIFA-Weltrangliste lag Österreich zuletzt zwischenzeitlich sogar nicht mal mehr in den Top 100. Auf dem Rasen brachte die Elf von Josef Hickersberger nur selten Konstruktives zusammen. Die Leistungen waren so erschreckend, dass ein Teil der Fans sogar schon dafür plädierte, sich freiwillig von der EM zurück zu ziehen. Das tat Hickersberger nicht und steht nun vor einen schweren EM.
Im Tor streiten sich Alexander Manninger vom AC Siena und Jürgen Macho (AEK Athen), der noch als Rückhalt des 1. FC Kaiserslautern bekannt ist. Beides sind erfahrene Keeper, die solide das Tor hüten, aber nur selten die sogenannten „Unhaltbaren“ von der Linie kratzen. Nachdem der eigentlich auch nominierte Christian Gratzei verletzt absagen musste, überlegt Hickersberger noch einen Torhüter nachzunominieren. Gute Chancen werden dabei Ramadan Özcan zugesprochen, der mit der TSG 1899 Hoffenheim den Erstligaaufstieg feierte. Dabei erwies er sich als starker Rückhalt, der zehn Mal zu Null blieb!
In der Abwehr gehören Martin Hiden und Martin Stranzl (ehemals TSV 1860 München) mit jeweils knapp 50 Länderspielen zu den Erfahrenen. Daneben hat sich Emanuel Pogatetz vom FC Middlesbrough, der in Deutschland als Verteidiger von Bayer 04 Leverkusen bekannt ist in den Stamm gespielt. Zudem hat sich der junge Sebastian Prödl zu einer starken Alternative entwickelt. Er wechselt im Sommer zu Werder Bremen. Ansonsten baut Hickersberger eher auf junge, hungrige Kräfte, denn auf Erfahrene.
Das sieht im Mittelfeld etwas anders aus. Da bilden Rene Aufhauser, Ivica Vastic (schon 38 Jahre) und Markus Weissenberger (Eintracht Frankfurt) ein erfahrenes Trio. Ergänzt werden sie durch den vielleicht talentiertesten Österreicher Andreas Ivanschitz (Panathinaikos Athen), der sich mit einer starken EM für Vereine aus den vier großen Ligen interessant machen will. Zudem gehört Christoph Leitgeb zum festen Stanm. Dem gehörte Martin Harnik zwischendurch auch mal an. Aber nach einigen furiosen Wochen bei Werder Bremen, ist es zuletzt eher ruhig um ihn geworden, so dass er maximal eine gefährliche Alternative für mehr Offensivschwung darstellt.
Das große Problem der Ösis ist die „Abteilung Attacke“. Im Kader findet sich kein Angreifer, der mehr als fünf Länderspieltore (!) erzielt hat. Sanel Kuljic (Austria) und Linz (Braga) werden wohl den ersten Sturm bilden. Stefan Maierhofer ist die Trumpfkarte. Der 2,02 Meter große Stoßstürmer wechselte Anfang des Jahres von Greuther Fürth (zuvor schon FC Bayern München und TuS Koblenz) zu Rapid Wien und erzielt dort in 11 Spielen fünf Tore.
Aber gerade die Offensive wird den Österreichern das Genick brechen. Auch als Gastgeber mit den Fans im Rücken wird es schwer, sich gegen Deutschland, Kroatien und Polen zu behaupten.
Mein Tipp: Österreich scheidet als Dritter in der Vorrunde aus. |
Comments on 'EM-Vorschau Österreich'
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Hi auch wenn ich null Fussball orientiert bin, muss ich dich trotzdem doch mal für deine Sachlichen Informationen loben. Echt gut zu Lesen und gut viel Information! Mfg.
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