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Skandalnudel Maradonas nächster Coup

15.10.2009
| Kategorie: Sonstiges | BewertungenDaumen runterBewertungenDaumen hoch | Stimmen: 2
Nach der gerade so noch geglückten WM-Qualifikation und dem damit haarscharfem Entkommen einer fast historischen Katastrophe war Diego Maradona, die lebende (und inzwischen die Nationalmannschaft trainierende) Fußball-Legende der Argentinier sichtlich und hörbar bemüht, Dampf abzulassen. Auf der offiziellen Pressekonferenz nach dem 1-0 Sieg in Uruguay sagte er:

„Denjenigen, die nicht an mich geglaubt haben, sage ich – die Damen mögen das entschuldigen – ihr könnt mir einen blasen. Ich danke den Fans und den Spielern, aber niemandem sonst. Die, die nicht an die Nationalmannschaft geglaubt haben, sollen weiter Schwänze lutschen. Die haben mich wie Müll behandelt.“

Aber Maradona ist nun wahrlich so wenig ein Kind von Traurigkeit wie Paris Hilton Jungfrau.

Im Januar 1986 wird er von der neapolitanischen Camorra umworben, und zu einer Party eingeladen. Der Clan kontrolliert den gesamten Drogenhandel, den Zigarettenschmuggel sowie die Prostitution in ganz Süditalien. Maradona Jahre später: „Ich hatte keine Ahnung, was diese Leute getan haben. Ich bin nur einer Einladung gefolgt.“ Ist klar.

Im Juni des gleichen Jahres spielt Maradona das WM-Viertelfinale gegen England. Maradona faustet mit der „Hand Gottes“ den Ball ins Netz. Später entscheidet er das Spiel mit dem „Tor des Jahrhunderts“ - nach einem unglaublichen Tempo-Dribbling über den halben Platz. Argentinien gewinnt mit 2:1 und wird eine Woche später Weltmeister.

Bei der nächsten WM stehen Maradona und die Gauchos abermals im Finale, wieder gegen Deutschland. Als die Fans ihn auspfeifen, beleidigt Maradona das Publikum und beschimpft die Fans während der Nationalhymne als Hurensöhne, in die laufenden Fernsehkameras. Das Finale verliert er mit 0:1 und geht heulend vom Platz.

Nachdem er 1991 wegen Kokainkonsums weltweit für 15 Monate gesperrt und später wegen Besitz und Weitergabe der Droge zu 14 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt wird, schießt er im Februar 1994 auf vor seinem Haus wartende Journalisten und verletzt dabei fünf Menschen. Die 15.000 Dollar Strafe zahlt er bis heute nicht, es gibt zwei Jahren und zehn Monate Haft auf Bewährung.

Im Juni 2002 bekommt Maradona wegen seiner Drogen-Vergangenheit kein Visum für die WM in Japan. „Wenn die Angst haben, hätten sie die Amis aussperren sollen. Die haben die Atombombe auf Japan geworfen, nicht ich“, schimpft er. Nach einer Intervention des argentinischen Staatspräsidenten darf Maradona doch einreisen. Dort nennt er die Elf Brasiliens „ein Abbild des Hinterns von Trainer Luiz Felipe Scolari.“

Wollen wir wetten, was als nächstes kommt …?
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