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09.03.2010 | Kommentare: 0
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Bei den Buchmachern wird die Deutsche Nationalmannschaft als fünft stärkstes Team gehandelt. Vor Deutschland liegen die Teams aus Spanien, Brasilien, England und Argentinien. Mal rein objektiv gesehen mag an dieser Reihenfolge schon etwas dran sein, jedoch wissen wir alle, spätestens seit 2006, wo der Weg unseres Teams in Südafrika führt. Für mich ist es ganz klar, unsere Jungs holen den Titel und bescheren uns die größte Party seit dem Sommermärchen! Sie glauben nicht dran? Spanien ist zu ausgefuchst, Brasilien zu gut am Ball und die Engländer zu stark? Das mag alles sein, doch das Deutsche Team wird bei der Weltmeisterschaft besser als all ihre Kontrahenten sein, warum ? ich werde es Ihnen sagen!
Das Team:
Das Deutsche Team hat mittlerweile ein anderes Gesicht bekommen. Die Zeiten des Rumpelfußballs, der dann schlussendlich doch immer irgendwie erfolgreich ist, scheinen vorbei zu sein. In den letzten Jahren sind so einige Spieler in den A-Kader aufgerückt, die in Ihren Vereinen bereits Leistungsträger sind. In den, zuletzt äußerst erfolgreichen, Jugendteams des DFB haben diese Spieler ebenfalls führende Rollen bekleidet.
Um den erfahrenen Stamm mit Spielern wie Kapitän Ballack, Lahm, Mertesacker, Klose oder Schweinsteiger scharen sich mittlerweile Spieler, mit unglaublich viel Potenzial. Diese „Neulinge“ sind an einem entscheidenden Punkt ihrer Karriere, die Fußball Weltmeisterschaft ist Ihre große Chance. Den internationalen Durchbruch vor Augen werden sie alles aus sich heraus holen um erfolgreich zu spielen. Das Gerüst der Mannschaft steht, doch Spieler wie Kroos, Müller, Özil, Marin oder Boateng drängen in die erste Elf. Sie machen das deutsche Team bei dieser WM unberechenbar, denn eine deutsche Nationalmannschaft mit so vielen individuell starken Spielern gab es lange nicht mehr!
In dieser Saison hat man gesehen zu was diese "jungen Wilden" fähig sind, Özil spielte bei Bremen eine überragende Hinrunde, Müller ist bei Bayern in seiner ersten Saison unverzichtbar geworden und Toni Kroos ist bei Bayer Leverkusen einer der Erfolgsgaranten, wenn nicht der Erfolgsgarant!
Jedenfalls haben alle Spieler eine hohe Qualität und die Mischung aus alten und jungen Spielern könnte der Schlüssel zum Erfolg sein. Die Zusammensetzung von Erfahrung und Unbekümmertheit, eine unberechenbare Mischung ist die Stärke dieses Teams. Bleibt nur zu hoffen dass der Bundestrainer mutig genug ist den jungen und unerfahrenen Spielern zu vertrauen.
Form:
Bei der Qualifikation für die Weltmeisterschaft hat sich Deutschland keinerlei Blöße gegeben und sich ungeschlagen als Gruppenerster qualifiziert. Im letzten Testspiel gegen Argentinien gab es zwar eine 0:1 Pleite, jedoch handelte es sich hierbei um ein nicht zu überbewertendes Testspiel. Wer die deutsche Mannschaft kennt weiß dass sie eine Turniermannschaft ist und, wenn es darauf ankommt, meistens ihre Leistung bringt. Zwei Final Teilnahmen und ein dritter Platz bei den letzten vier internationalen Turnieren sprechen für sich.
WM-Vorrunde:
Bei der Auslosung der Gruppen hatte Deutschland Glück und ist den ganz großen Brocken aus dem Weg gegangen. Die Gruppengegner heißen Serbien, Ghana und Australien. Hierbei ist das Team aus Serbien wohl der stärkste Kontrahent, diese Mannschaft spielte eine mehr als nur gute Qualifikation und qualifizierte sich als Gruppenerster vor Frankreich. Allerdings sind die anderen beiden Gegner auch nicht zu unterschätzen. Speziell Ghana, immerhin hat das Team einige Legionäre in Europa, allen voran ist hier Michael Essien zu nennen. Trotz dieser Hindernisse sollte die Qualifikation für das Achtelfinale kein Problem darstellen. Hier warten im schlimmsten Fall die Engländer. Wenn so ein Brocken schon im Achtelfinale ausgeschaltet werden sollte, gibt das Selbstvertrauen, dann ist alles möglich.
Aus diesen Gründen wird es Deutschland schaffen und den WM-Titel holen. Wenn ich mich an 2006 zurück erinnere freue ich mich bereits jetzt auf die landesweiten Feiern und den damit verbundenen Ausnahmezustand!!Blog-Eintrag lesen |
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18.02.2010 | Kommentare: 0
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Da lag ich wohl leicht falsch mit meinem Tipp ;-)
Die wichtigere Erkenntnis des Spiels von gestern Abend ist es allerdings, dass technische Hilfsmittel scheinbar immer notwendiger und besser zu gebrauchen sein könnten. Denn man kann es nicht anders sagen: das 2:1, das eventuell über bis zu acht Millionen Euro mehr oder weniger entscheidet, war eine deutliche Abseitsstellung und somit irregulär. Dass die Bayern dies zugeben, hilft der geschlagenen Fiorentina nicht weiter.
In diesem konkreten Fall kam allerdings erschwerend hinzu, dass der Linienrichter komplett versagt hat, weil das Geschehen nicht nur direkt vor seinen Augen sich abspielte, sondern auch so was von deutlich war, dass man noch nicht einmal eine Wiederholung mit Zeitlupe brauchte.
„Ich sage seit zehn Jahren, dass wir nicht mehr ohne technische Hilfsmittel auskommen. Das war klar abseits, da hatten wir sehr viel Glück für die Schiedsrichter wird es immer schwieriger, die Dinge mit dem bloßen Auge zu sehen. Jetzt sind wir glücklich, aber gegen Bordeaux zum Beispiel wurden wir benachteiligt.“ – Louis van Gaal
Auch Felix Magath gilt seit langer Zeit als Verfechter der technischen Hilfsmittel, spätestens seit seinen Schalkern ein reguläres Tor von Marcelo Bordon in Freiburg verweigert wurde und S04 somit (vorübergehend) aus dem Meisterschaftsrennen fiel – auch hier ging es streng genommen um Millionen.
Die wirklich interessante Frage ist jedoch die, warum wir im Millionengeschäft Fußball immernoch auf demselben technischen Standard operieren wie 1900 und eher an neuen und komischen Bällen entwickeln, als daran, dass man besser beurteilen kann, ob so ein komischer Ball tatsächlich im Tor war oder nicht.
Man stelle sich nur vor, das Finale der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika wird durch eine Fehlentscheidung entschieden.
Ich fände es falsch, wenn man bei allen Entscheidungen technische Hilfsmittel zu Hilfe ziehen würde, denn sonst würde das Spiel zu häufig unterbrochen, doch bei der Entscheidung ob Tor oder Nicht-Tor ist es eigentlich ein Muss – vor allem bei einer WM 2010!Blog-Eintrag lesen |
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17.02.2010 | Kommentare: 0
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Heute Abend spielt der FC Bayern München bekanntlich im Achtelfinale der UEFA Champions League zu Hause gegen den AC Fiorentina – es ist das Hinspiel und somit geht es darum, sich so deutlich durchzusetzen, dass man das Rückspiel eigentlich gar nicht mehr spielen müsste.
Bayern wird spielen mit
Butt – Lahm, van Buyten, Demichelis, Badstuber – Schweinsteiger, van Bommel – Robben, Ribéry – Olic, Gómez
Die Aufstellung des AC Florenz tut hier nichts zu Sache, weil die eh alle viel schlechter sind als die Spieler der Bayern – mit Ausnahme des Torwarts Frey und evtl. Talent Jovetic – und weil die Italiener sowieso nicht allzu bekannte Spieler haben, noch weniger seit sich der Rumäne Mutu im wahrsten Sinne des Wortes seine Karriere verkokst hat.
Dass Florenz in der Gruppenphase vor Hochkarätern wie Liverpool und Lyon Erster, ist zwar Grund genug für die Bayern, den Gegner stark zu reden und das traditionelle Losglück zu leugnen, in Wahrheit war es jedoch nichts anderes als Zufall.
Und so geht es aus:
- Bayern wird von Beginn an die Kontrolle über das Spiel an sich nehmen, weil die Italiener erstmal abwarten und kein zu großes Risiko eingehen wollen. Bayern wird zu einigen guten Chancen vor der Halbzeit kommen, teilweise durch Distanzschüsse von Robben und Dribblings von Ribéry, mit denen er auf Gomez und Olic vorzulegen versucht. Alle Vier spielen sich weiter in Form für die WM 2010.
- Den Bayern wird aber nur ein Tor vor der Pause gelingen. Zwischen der 55. und 75. Minute fallen das 2:0 und 3:0 für den Rekordmeister.
- Florenz wird langsam offensiver und traut sich ab und zu nach vorne – aus Verzweiflung. Jovetic, Gegner der Deutschen in der WM Gruppenphase, wird der Abwehr der Bayern ein-zweimal Probleme bereiten, daraus wird das 3:1 resultieren, so in der 83. Minute.
- Der eingewechselte Müller bringt kurz vor Schluss nochmal frischen Wind in die Partie. Weil die Italiener einmal nur zur Ecke abwehren können, wird Müller aus dem Gewühl heraus nach der Ecke das 4:1 erzielen und damit den Schlusspunkt setzen.Blog-Eintrag lesen |
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17.02.2010 | Kommentare: 0
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Im Herbst ging’s rund bei den Bayern, in der Bundesliga lief man wie schon in den letzten zwei Jahren auch den Erwartungen hinterher, die Stimmung war am Tiefpunkt und die Probleme waren zahlreich, Spieler zitterten gar um ihre Teilnahme an der WM 2010.
Wie kann das sein, dass auf einmal alle ganz begeistert sind vom FCB?
- Luca Toni hat, unter anderem mit der Stadionflucht in der Halbzeit, ordentlich auf die Stimmung gedrückt. Dann wurde der Italo-Stürmer nach Rom verliehen, was finanziell gehörige Einbußen sind, aber immerhin ein Unruheherd weniger.
- Philipp Lahm hatte zur Generalkritik an dem Verein ausgeholt und damit viele wunde Punkte angesprochen. Auch wenn Lahm (und seinem Berater) gehörig das Maul gestopft und die Brieftasche erleichtert wurde, geholfen hat es scheinbar schon. Lahm behauptet zumindest, dass bei den Bayern jetzt alles so ist wie er es schon immer wollte, seine Wechselgedanken sind angeblich auf Eis gelegt. Klingt zwar wie Bemühungen des Vereins, Lahm Stand bei den Bayern wieder in positiveres Licht zu rücken, doch scheinbar hilft auch das.
- Auch die ganzen Jubelläufe auf ihren selbstverliebten Trainer sind ganz offensichtlich inszeniert und sollen den alten Holländer stützen, doch auch das scheint zu wirken.
- Dank der einfachen Gegner, die die DFL dem deutschen Aushängeschild kredenzt hat, und dem traditionellen Losglück der Bayern gab es auch schmeichelnde Siege gegen Oberhausen, Fürth, Mainz und andere Fußballdörfer, auch in der Königsklasse wird durch das Freilos Florenz ein weiterer pseudo-positiver Beitrag zur heilen Bayern-Welt kommen.
- Christian Nerlinger ist als neuer Sportdirektor inthronisiert worden und hat sich mit markigen Sprüchen so positioniert, dass es momentan zur kreierten Wahrheit so gut passt, dass erstmal keiner Zweifel anmeldet.
- Schweinsteiger, Badstuber und Müller werden – auch mit Blick auf die Nationalmannschaft und die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika - weiterhin stark geredet und von den echten Leistungsbringern mitgetragen, Schweinsteiger redet sich sogar selbst Weltklasse.
Also, alles wunderbar bei den Bayern. Jetzt muss nur noch Leverkusen verlieren, und schon sind alles tatsächlich existierenden Probleme endgültig nicht mehr auf der Tagesordnung.Blog-Eintrag lesen |
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15.02.2010 | Kommentare: 0
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Wäre Deutschland im Fußball die alles dominierende Macht und das absolute Nonplusultra, könnte ich verstehen, dass man sich Nebenschauplätze selbst kreiert, um die Mission Weltmeisterschaftstitel etwas herausfordernder zu machen. Doch was in diesem Jahrzehnt bislang beim Deutschen Fußball Bund in der Otto-Fleck-Schneise 6 in Frankfurt vor sich zu gehen scheint, grenzt an Selbstzerstörung.
Ein geldgeiler Typ der Marke Selbstinszenierung soll Oliver Bierhoff, der Manager der Nationalmannschaft sein. Er sollte mit dem Präsidium des DFB neue Verträge für sich, Löw, Flick, Köpke, Siegenthaler und Co. aushandeln und hat dabei scheinbar die Kompromissbereitschaft des DFB-Präsidenten Zwanziger hoffnungslos überstrapaziert, in dem er eine in der freien Wirtschaft nicht unübliche „signing fee“ verlangt hat, also ein Jahresgehalt als Dankeschön für die Unterschrift unter das neue Arbeitspapier – meist ein Kniff, um offiziell keine Gehaltserhöhung bekommen zu haben.
Die Frage stellt sich, warum und vor allem wie es soweit kommen konnte, war sich doch im Spätherbst 2009 quasi per Handschlag auf eine Vertragsverlängerung geeinigt worden. Selbst wenn es, wie Löw angesäuert preisgegeben hat, nicht so war – sonderlich abwegig scheint es nicht gewesen zu sein, sonst hätte der Präsident es ja nicht so gesagt.
Die Glaubwürdigkeit der Führungsetage ist erheblich beeinträchtigt und es riecht nach einem verdammt großen Problem, das sieben Monate vor der WM hausgemacht zu sein scheint. Ich sage ganz ehrlich, dass ich bei meinem WM Wetten noch mal ganz genau überdenken werde, ob ich mein Geld wirklich auf unsere Nationalmannschaft setzen soll.
Insbesondere der Schein-Burgfrieden, den man nach dem Bekanntwerden des großen Ausmaßes des Eklats inszeniert hatte, drückt gehörig auf den Optimismus und die Zuversicht in Sachen WM. Viel schlimmer jedoch wiegt wohl, dass bereits über Nachfolger und ein Ende der Ära Löw spekuliert wird, was überhaupt nicht förderlich ist und der ganzen „Mission“ nur schadet. So muss man sich also ernsthafte Sorgen machen, was die DFB-Elf und die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika angeht – leider.Blog-Eintrag lesen |
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25.01.2010 | Kommentare: 0
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Football-Legende Brett Favre und sein Team, die Minnesota Vikings, haben den Einzug in den Super Bowl denkbar knapp verpasst. In den Conference Championships endete der Traum vom Finale der amerikanischen Football-Profiliga NFL für den Star-Quarterback. Spannend war es, das Spiel, in dem kein Team jemals die deutlich besseren Siegchancen hatte, doch nach Verlängerung unterlag man den New Orleans Saints mit 28:31. Damit erreichten die Saints den ersten Super Bowl in der 43-jährigen Vereinsgeschichte.
Das Spiel zwischen den Saints und den Vikings war bis zum Ende offen. Keines der beiden Teams konnte sich in der regulären Spielzeit spielentscheidend absetzen und so ging es beim Stand von 28:28 in die Verlängerung. In der „Overtime“ brachte Quarterback Drew Brees die Saints in Reichweite eines Field Goals, das Garrett Hartley sicher verwandelte.
Nach dem Hurrikan Katrina im Jahr 2005, der in New Orleans schwere Verwüstungen hinterließ, freute sich Saints-Quarterback Brees über den Sieg: „Wir haben großartige Fans und ich bin froh,
dass wir der Stadt den Sieg schenken konnten“, gleichzeitig richtete er den Blick bereits voraus: „Jetzt wollen wir auch in Miami gewinnen.“ Auch Running-Back Reggie Bush widmete den Sieg New Orleans: „Nach all dem, was die Stadt und wir in den letzten vier Jahren durchgemacht haben, ist es wunderschön, dass wir der Stadt so etwas schenken konnten.“ – Typischer Amerikanismus eben.
Dagegen war die 40 Jahre alte NFL-Ikone Brett Favre nach der Niederlage enttäuscht und wollte sich über seine weitere Karriere nicht äußern: „In einer solchen Situation will ich noch keine Entscheidung über meine Zukunft treffen. Es ist einfach enttäuschend.“
Im Super Bowl treffen die Saints auf die Indianapolis Colts um Quarterback Peyton Manning, die den New York Jets beim 30:17 die Grenzen aufzeigten. Der Sohn des ehemaligen NFL-Stars Archie Manning warf sein Team mit drei Touchdown-Pässen zum Sieg gegen die New York Jets. Dabei lagen die Colts zur Halbzeit noch zurück. Doch nach zwei Touchdowns durch Pierre Garcon und Dallas Clark und der daraus resultierende Führung ließ die starke Defensive der Colts keinen Punkt der Jets mehr zu.
Die 44. Auflage des Super Bowls, dem Highlight im US-amerikanischen Sportjahr, findet am 7. Februar in Miami statt. Die Indianapolis Colts sind dabei Favorit bei den Wettanbietern.Blog-Eintrag lesen |
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17.01.2010 | Kommentare: 0
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Martin Niefnecker spielt seit 14 Jahren Eishockey, doch sowas hat er noch nicht erlebt. Die Ice Cross Downhill-Strecke im Münchner Olympiapark war für den 19-Jährigen `das Brutalste, das ich je erlebt habe". Vor rund 50.000 Zuschauern stürzte sich Niefnecker am Samstag bei der Deutschlandpremiere mit 63 weiteren Waghalsigen in den WM-Kurs und machte seinem Spitznamen `Destroyer" (der Zerstörer) alle Ehre.
Als Sieger von München hat er jetzt die besten Chancen, in dieser Sportart auch Weltmeister zu werden, wenn er in Quebec, Kanada, auch Erfolg haben sollte.
70-prozentige Gefälle und eine 15 Meter hohe Startrampe, 386 Meter langer Kurs? Fußball-Nationalspieler Mario Gomez zollte den Athleten Respekt: „Ich würde mich nicht mal auf allen Vieren hier runtertrauen.“
Vier Athleten auf Schlittschuhen und in Eishockey-Montur kämpften Runde für Runde im Pulk um die Final-Plätze, die besten Zwei starteten in der nächsten Runde. Markus Jocher, sonst Eishockey-Profi bei Zweitligist EHC München, berichtete: „Du musst volles Risiko gehen und fährst da mit brutal viel Adrenalin runter. Für uns Adrenalin-Junkies ist es genau das Richtige.“
Ice Cross Downhill ist eine Mischung aus Eishockey, Boardercross und Ski-Abfahrt und lebt von seiner Vielseitigkeit. Zu viel Tempo auf dem anspruchsvollen Kurs in München wurde so einigen Fahrern zum Verhängnis.
Auch Top-Favorit Jasper Felder aus Schweden, der sieben der bis jetzt 14 Crashed-Ice-Rennen gewonnen hat, knallte in der Qualifikation bei Tempo 50 auf die Kante eines Landehügels und musste das Finale als Zuschauer verfolgen.
Gegen kanadische Cracks und die Elite der internationalen Szene muss der erst 19-jährige Niefnecker am 20. März in der Altstadt von Quebec wahrscheinlich noch mehr Risiko gehen, um vorne mitzufahren.
Allein die Kulisse wird für die 32 Besten aus München die Reise aber wert sein: Nach 50.000 Zuschauern in München werden zum Finale rund 90.000 Fans erwartet. Finn Christian Jagge, norwegischer Slalom-Olympiasieger von 1992 und 71. des Münchner Rennens, ist sich sicher: „Solchen Sportarten gehört die Zukunft.“Blog-Eintrag lesen |
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06.01.2010 | Kommentare: 0
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Ein ganz besonderer Tag war es gestern für Dirk Nowitzki, der sich einmal mehr in den Geschichtsbüchern der Texaner verewigte. Der Würzburger steuerte nicht nur einen Double-Double mit 22 Punkten und zwölf Rebounds bei, sondern bestritt auch noch sein 873. Spiel für Dallas. Damit verdrängte er Derek Harper in der vereinsinternen Rangliste von Rang zwei. Mehr Begegnungen für Dallas absolvierte nur Klub-Legende Brad Davis, dessen 883 Einsätze Nowitzki noch in dieser Saison erreichen dürfte.
Andreas Kofler hat die 58. Vierschanzentournee gewonnen. Dem Österreicher reichte dazu ein fünfter Platz beim Finalspringen in Bischofshofen. Den Tagessieg auf der vierten Station sicherte sich der Österreicher Thomas Morgenstern mit 264,7 Punkten vor Janne Ahonen aus Finnland (264,0) und dem Schweizer Simon Ammann (261,5).
Als bester Deutscher belegte der Tournee-Gesamtsiebte Pascal Bodmer (Meßstetten) Platz neun. Michael Neumayer (Berchtesgaden) schaffte als Zwölfter die Olympia-Teilnorm. Michael Uhrmann (Rastbüchl) wurde 13., Vizeweltmeister Martin Schmitt (Furtwangen)
landete auf Platz 21.
Verteidiger Cristian Chivu vom italienischen Fußball-Meister Inter Mailand hat sich am Mittwoch einen Schädelbruch zugezogen. Das gab der Klub nach dem 1:0 im Meisterschaftsspiel der Serie A bei Chievo Verona bekannt. Nach Angaben von Trainer Jose Mourinho besteht bei dem Kapitän der rumänischen Nationalmannschaft, der bei einem Kopfballduell mit einem Gegenspieler zusammengeprallt war, aber keine Lebensgefahr. Chivu, der noch während der Begegnung ins Krankenhaus gebracht werden musste, wird aber eine längere Zeit ausfallen, wie Mourinho berichtete.
Bei der Rallye Dakar ist der Motorrad-Gesamtführende David Casteau auf der 5. Etappe schwer gestürzt und hat das Rennen aufgeben müssen. Der Franzose war auf dem 670 km langen Teilstück zwischen Copiapo und Antofagasta zu Fall gekommen und von den Ärzten aufgrund einer Beinverletzung sofort ins Biwak überstellt worden.
Die erste komplett in Chile ausgetragenen Etappe, bei der insgesamt 483 Wertungskilometer absolviert werden mussten, gewann Lokalmatador Francisco Contardo Lopez mit seiner Aprilia.
Luca Toni hat beim AS Rom ein enttäuschendes Debüt gefeiert. Am 18. Spieltag der italienischen Serie A wurde der vom deutschen Fußball-Rekordmeisters Bayern München ausgeliehene Stürmer beim 2:2 (0:0) der Roma bei Cagliari Calcio in der 80. Minute für Mirko Vucinic eingewechselt. Bei seiner Einwechslung hatte es noch 2:0 für die Roma gestanden. Die Tore für die Gäste erzielten David Pizarro (52., FE.) und Simone Perrotta (65.). Diego Lopez (90.) und Daniele Conti (90+3.) retteten für die Gastgeber das Unentschieden.Blog-Eintrag lesen |
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05.01.2010 | Kommentare: 1
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Ich wünsche allen ein gutes und gesundes Jahr 2010 !
Was mich optimistisch macht, ist dass man auch mit wenig Finanzen scheinbar sich einiges leisten kann, vielleicht ist das ja die erste frohe Botschaft des neuen Jahrzehnts…
Das beste Beispiel dafür ist der Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 – die gelten als hochverschuldet und überhaupt nicht liquide, doch jetzt verpflichten sie soviele Spieler wie sonst niemand.
Felix Magath scheint ein Zauberer sein – der Typ ist der Wahnsinn !
Im Sommer übernahm der als Trainer, Manager und Vorstand den FC Schalke 04, der hoffnungslos seinen Zielen hinterherhinkte und nahe am finanziellen Ruin stand. Sehr bedrohlich war die Situation auf Schalke, von Verbindlichkeiten in Höhe von mehr als 130 Millionen Euro war die Rede.
Ein halbes Jahr später ist eine beinahe unfassbar junge Mannschaft auf Rang 2, hat so viele Spiele gewonnen wie sonst keine Mannschaft in der Bundesliga.
Schalke shoppt!
Fünf neue Spieler hat Schalke geholt, ohne einen abgegeben zu haben!
Nachwuchsstürmer Bogdan Müller kam von der Spielvereinigung Neckarelz (Gegner von Bayern München in der ersten Runde des DFB-Pokals) aus den Niederungen des Amateurfußballs,
Dann kam mit dem Brasilianer Edu einer, der bei Bochum und Mainz in der Bundesliga bereits ausrangiert war, über Japan zurück in die Bundesliga und soll für Magath und Co. auf Torejagd gehen.
Zudem holte man Alexander Baumjohann zurück nach Gelsenkirchen. Das Spielmachertalent drohte bei den Bayern in München zu verrotten, dann kam Magath. Baumjohann kickte in der Jugend bei S04, wechselte 2007 kurz nach seinem Bundesligadebüt nach Gladbach zur Borussia.
Und ebenfalls für Mittelfeld kam Peer Kluge vom 1.FC Nürnberg in den Ruhrpott. Der defensive Mittelfeldspieler gilt als Wunschspieler von Magath, der auf dieser Position jedoch mehrfach gut besetzt ist…
Tore Reginiussen ist ein absoluter Unbekannter, aber auch den Norweger hat Magath sich geholt, um mit Schalke eventuell die nächste Situation im deutschen Fußball zu sorgen.
Die finanziell „Knappen“ machen’s vor – der Wirtschaftskrise muss getrotzt werden !Blog-Eintrag lesen |
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23.12.2009 | Kommentare: 0
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Auch wenn endlich Winterpause beim Fußball ist, so lohnt sich doch auch ein kleiner Rückblick auf die Hinrunde, die zwischen August und jetzt gespielt wurde. Das Sportfachmagazin kicker benotet ja jeden Spieler jeder Mannschaft in jedem Spiel – das ist praktisch. Und weil die Bundesliga ja schon genug ist und man es nicht direkt übertreiben sollte, so lassen wir die ganzen Champions Leagues, Europa Leagues und DFB Pokals mal außen vor.
Unspannend wie die Überschrift gewählt wurde, ist der notentechnisch beste Spieler der Bundesliga der Herr Müller, und zwar der Heinz von Mainz. Der Neuzugang aus England, Torwart seines Zeichens ist der große Rückhalt der Mainzer Überraschungstruppe aus der Karnevalshochburg.
Danach kommt dann aber der Mann, den vermutlich alle auf Platz 1 vermutet hätten – Stefan Kießling, der dann doch schon Nationalspieler aus Leverkusen, zugleich Torschützenkönig der Hinrunde. Kießling hat in Leverkusens Herbstmeistermannschaft überragt, doch er bekommt mit Patrick Helmes einen nicht schlechteren Rivalen in den eigenen Reihen hinzu.
Es folgen mit Arjen Robben und Hans-Jörg Butt erst der neue Superstar der Münchner, dann der neue Anti-Star der Bayern. Butt profitiert davon, dass nunmal irgendeiner im Tor einer Fußballmannschaft stehen muss, und weil er einigermaßen gut hält und Elfmeter verwandeln kann, soll er nun sogar einen neuen Vertrag bekommen.
Mit Wiese, Adler und Schäfer folgen auf den nächsten vier Rängen mit Gonzalo Castro drei Torhüter – auch wenn Schäfer für seinen Kick in die Genitalien des Wolfsburgers Zwetschge Misimovic eigentlich Punktabzug bekommen sollte.
Sami Hyypia, der wohl cleverste Transfer des Sommers und sein Leverkusener Abwehrkollege Manuel Friedrich runden die Top 10 der Hinrunde ab.
Übrigens sind, wenn auch wenig überraschend, zwei Spieler von Hertha BSC Berlin am ganz unteren Ende der „besten“ Spieler der Liga sind. Maximilian Nicu, einer der Senkrechtstarter der letzten Saison, und Kollege Artur Wichniarek sind laut kicker offiziell die schlechtesten Spieler der Hinrunde.Blog-Eintrag lesen |
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20.12.2009 | Kommentare: 0
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Endlich Winterpause, endlich mal kein Fußball mehr. Wahnsinnig viele Spielen haben stattgefunden in diesem Jahr, eine echte Sommerpause gab es in diesem Jahr ja nicht, weil der FIFA Confederations Cup war, diese Pseudo-WM, bei der die FIFA verzweifelt Geld machen und Prestige aufpolieren will. Nächsten Sommer ist dann mit der WM wenigstens etwas, das wirklich von Belang ist.
So viele Wochen waren es, in denen sieben Tage lang Fußball war, jeden Tag, jeden Abend, zu jeder erdenklichen Uhrzeit.
Montag ist 2. Liga
Dienstag ist Champions League
Mittwoch ist Champions League und Europa League und Länderspiele und DFB Pokal
Donnerstag ist Europa League
Freitag ist 2. Liga und Bundesliga
Samstag ist 2. Liga und Bundesliga und DFB Pokal und Länderspiele
Sonntag ist 2. Liga und Bundesliga
Furchtbar. Was erlaubt sich dieser Fußball eigentlich. Es nervt, anders kann man das nicht sagen. Zudem kommt ja in diesem Jahr, dass die Spieltage der Bundesliga und der Spielplan der 2. Liga so zerrupft sind, dass zum Beispiel am Samstag zwischen 13.30 Uhr und 20.15 Uhr ununterbrochen Fußball kommt. Beinahe eine Frechheit, denn Sonntags ist es mehr oder weniger dasselbe.
Vielleicht wäre alles nicht so schlimm, wenn nicht auch noch soviel berichtet würde über Fußball bzw. Sport im Allgemeinen. Inzwischen werden in den Sportteilen der Printmedien ja sogar die Unterhaltsforderungen von Tiger Woods’ Ehefrau diskutiert und bei wem er überall eingelocht hat.
Außerdem gibt irgendwie ja jeder noch so doofe angebliche Experte oder miese Kommentator seinen Senf zu dem ab, was da an Überflutung stattfindet.
Das ist auch meine große Befürchtung, dass diese Möchtegern-Fachmänner jetzt wieder mehr schreiben, weil sie ja weniger zu schreiben haben. Das wird wohl einigen Leuten wieder auf die Nerven gehen.
Vielleicht sollten all diese Leute sich für das nächste Jahr mal vornehmen, die Menschheit weniger zuzumüllen. Ich wette allerdings darauf, dass dem nicht so sein wird.Blog-Eintrag lesen |
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20.12.2009 | Kommentare: 0
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Langsam kotzt es mich an – dass der FC Bayern München, diese unbestritten erstklassige Fußballmannschaft und der am besten geführte Verein der Welt immer so ein gottverdammtes Losglück hat. Immer.
In letzter Zeit war es immer so, dass den Bayern ein schweres Los drohte, bekommen haben sie es aber irgendwie nie. Ich verstehe das nicht. Ich bin kein Bayern-Hasser und beneide sie auch nicht, weil mein Verein schwerere Lose bekommen hat, aber es wundert schon sehr.
Da wuseln sich die Münchner aber gerade noch so ins Achtelfinale der UEFA Champions League (mit mehr Glück als allem anderen). Nachdem sie einer mittelschweren Gruppe eigentlich schon ausgeschieden waren, was ihnen auch zu Recht geschehen wäre. Und dann spricht jeder davon, dass sie als nur Zweitplatzierter einen ach so schweren Gegner für das erwuselte Achtelfinale bekommen werden…. Und statt Chelsea, Real Madrid, Manchester United oder dem FC Barcelona bekommen sie den AC Florenz geschenkt. Süß.
Der AC Florenz – letztjährige Eintagsfliege im oberen Drittel der schwachen italienischen Liga – ist mit riesengroßen Abstand das einfachste Los, das man als „nur“ Zweiter seiner Gruppe bekommen konnte. Selbst Gruppenerste haben schwierigere Lose bekommen, die zum Inter Mailand oder Olympique Lyon. Alles schwierigere Aufgaben.
Ähnlich war es auch DFB-Pokal. Dort ist es eigentlich Brauch, dass entweder große Vereine zu kleinen reisen müssen und sich dort eventuell blamieren, oder dass große Vereine früh aufeinandertreffen könnten und sich so gegenseitig auskegeln. Dies gilt nicht für den FC Bayern aus München. Dass sie in der ersten Runde die Spielvereinigung Neckarelz zugelost bekommen haben, ist nichts Schlimmes, da in der ersten Runde meistens irgendein Dorfverein gegen jemand Großes antreten muss.
Doch dann erwischen die Münchner es knüppeldick. Während sich beispielsweise Köln und Wolfsburg trafen und Leverkusen beim wiederbelebten Betzenberg zu Kaiserslautern ausschieden, da empfingen die Bayern Rot Weiß Oberhausen. Die Partie in Frankfurt danach kann ebenso als Freilos gesehen werden wie die Partie gegen Greuther Fürth in der heimischen Arena.Blog-Eintrag lesen |
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14.12.2009 | Kommentare: 0
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Dass Fußballer nach schlechten Ergebnissen oder Leistungen oftmals angesäuert zu unkontrollierten Aktionen neigen, ist nichts Seltenes, auch deswegen ist Fußball nicht nur eine gewöhnliche Sportart. Doch in Italien ging dabei mal wieder einer zu weit.
Jose Mourinho ist Trainer des italienischen Fußball-Meisters Inter Mailand und bekommt dafür so viel Geld wie kein anderer Trainer auf der gesamten Welt – knappe 10,5 Millionen Euro netto nämlich. Nach dem 1:1 im Auswärtsspiel am Sonntag bei Atalanta Bergamo hat der portugiesische Startrainer nun offensichtlich aber mal wieder die Nerven verloren.
Der ehemalige Trainer von Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack bei Chelsea FC ging auf einen Journalisten der italienischen Sporttageszeitung „Corriere dello Sport“ los. Dieser hatte nach dem Abpfiff bei den Inter-Spielern Stimmen gesammelt, was eigentlich auf der ganzen Welt eine alltägliche Sache ist. Zudem ist nicht bekannt, dass der Reporter irgendwie kritisch oder herablassend über Inters Leistung geredet hätte.
Mourinho beschimpfte den Reporter daraufhin trotzdem und zwang ihn, den Raum zu verlassen, in dem sich die Spieler aufhielten. Dieser ist meist zwischen dem Spielfeld und der Kabine, also auf einer Strecke, die auch der Trainer laufen muss, wenn er in Richtung Pressekonferenz unterwegs ist. Während seines Angriffs auf den Interviewer konnte Mourinho nur dank der Initiative einiger Inter-Fans weggezerrt werden. Ein Trainer muss also von Fans des eigenen Vereins gerettet werden.
Dem 46-jährigen droht nun selbstverständlich eine Sperre und dies wäre nun wahrlich nicht das erste Mal. Mourinhos Beziehung zu den italienischen Journalisten ist seit seinem ersten Tag in Mailand mehr als nur angespannt. Immer wieder zeigt der Coach offen seine Aversionen gegen die Journaille, man kann fast darauf wetten, wann Mourinho für den nächsten Eklat sorgt.
Vor einem Jahr hatte Mourinho einen Mitarbeiter der öffentlich-rechtlichen TV-Anstalt RAI angegriffen, der ihn im Fernsehstudio nach einer Inter-Niederlage befragt und sich doch tatsächlich erdreistet, einen Vergleich zwischen Mourinho und seinem Vorgänger Roberto Mancini zu ziehen. Live auf Sendung beschuldigte Mourinho damals den Journalisten, eine enge Freundschaft zu Mancini zu pflegen und beendete das Interview abrupt.Blog-Eintrag lesen |
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23.11.2009 | Kommentare: 0
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Gelbe Karten im Fußball gibt es viele – manchmal für kleine Lappalien, manchmal für eigentlich schlimmere Sachen. Seit heute wissen wir aber auch, dass man eine gelbe Karte im Fußball auch für Tierliebe bekommen kann. Sein Herz für Tiere war es nämlich, das dem kroatischen Fußball-Torwart Ivan Banovic am vergangenen Erstliga-Spieltag eine Gelbe Karte eingebracht und nicht etwa Foulspiel oder Zeit schinden, wie man es sonst eventuell erwartet hätte. Wie die Medien berichten, ereignete sich in der ersten kroatischen Fußballliga am Wochenende eine selten merkwürdige Geschichte. Im Spiel im kroatischen Sibenik bemerkte der Schlussmann von des Erstligisten Medjimurje Cakovec scheinbar eine Katze, die in der 20. Minute in Banovics Strafraum getingelt war. Der Torwart fing das Tier ein und trug es, der Legende nach zart und liebevoll, vom Platz und setzte es an einem sicheren Platz nahe der Anzeigetafel ab, sodass das kleine Tierchen nicht von Bällen, Stollen oder sonstwas getroffen werden konnte. Eigentlich eine löbliche Sache, die Anerkennung verdient hätte. Doch bei seiner Rückkehr auf den Rasen staunte Banovic nicht schlecht, denn der Schiedsrichter schien seine Tierliebe nicht zu teilen, er verwarnte den Torhüter. Leider ist nicht überliefert, warum dies so passiert ist. Fest steht jedoch, dass die Fans auf den Rängen, die Banovics „Rettungstat" bemerkt hatten, mit einem heftigen Pfeifkonzert reagiert haben und dem Unparteiischen somit ihre Meinung zu wohl kuriosesten Gelben Karte des Fußballs geigten. Man stelle sich vor, der Torwart wäre bereits verwarnt gewesen und hätte aufgrund dieser Tatsache unter die Dusche gemusst – es wäre der vermutlich seltsamste Platzverweis gewesen, seit der Cottbuser Beeck mit einer Gelben Karte vorbelastet seinen ersten Treffer der Karriere am Zaun bei den Energie-Fans im Stadion der Freundschaft bejubelte und als frisch gebackener Torschütze vom Platz flog. Das war ihm eine Lehre, er traf danach nie mehr.
Sachen gibt’s …Blog-Eintrag lesen |
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20.11.2009 | Kommentare: 0
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Freunde, heute gebe ich Euch einen 1a Buchtipp – an alle Fußballfans, aber auch welche, die sich eigentlich nicht so sehr dem Fußballwahn ergeben. Es handelt sich um das Buch „Unhaltbar – meine Abenteuer als Welttorhüter“ von Weltenbummler Lutz Pfannenstiel, erschienen im Rowohlt Verlag.
Lutz Pfannenstiel ist 36 Jahre alt, geboren im bayerischen Zwiesel und Torwart. Er hält zudem den Weltrekord, als einziger Fußballprofi weltweit auf allen sechs Kontinentalverbänden unter Vertrag gewesen zu sein und dort gespielt zu haben. Momentan arbeitet er in Windhoek in Namibia, wo er bei einem dortigen Erstligisten auch als Sportdirektor arbeitet. In seiner Karriere hat Pfannenstiel wahrlich viel erlebt. In Singapur saß er wegen angeblicher Wettmanipulation drei Monate unschuldig im Gefängnis, ist England wurde er auf dem Platz für klinisch tot erklärt, im Iran spielte er vor 100 000 Zuschauer, in Finnland einmal vor gar keinen, in Albanien wurde er mit Steinen beworfen.
Alle Geschichten, die er bei den insgesamt 27 Vereinen, für die er aktiv war, erlebt hat, werden in dem Buch des sympathischen Bayers erzählt. Das Buch ist wahrlich gut zu lesen, stets unterhaltsam und gibt Einblicke in den Fußball, wie man sie noch nie erlebt hat. Pfannenstiel legt dar, dass der Fußball, den wir zu kennen glauben, unter der Schicht der absoluten Weltklasse und des Ruhms auch vieles beinhaltet, was nicht wirklich bekannt oder unbeachtet ist.
In zehn unterhaltsamen Kapiteln und auf knapp 300 nie langweiligen Seiten erhält der Leser tolle Einblicke in Pfannenstiels Leben, seine einmalige Art und die Geschichten des Fußballs der ganzen Welt.
Für die eingefleischten Fußballfans wird es interessant sein, andere Aspekte des geliebten Sports kennenzulernen, die eher Fußballneutralen werden sich wundern, was dieses Gekicke eigentlich alles zu bieten hat. Für alle bietet dieses Buch einen Aha-Effekt, was es zu einer sehr zu empfehlenden Lektüre macht.
Ich wette, dass der, der das Buch liest, es nicht bereuen wird.Blog-Eintrag lesen |
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18.11.2009 | Kommentare: 0
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Kann man das wirklich einen TV-Tipp nennen? Das Länderspiel heute Abend könnte im schlimmsten Fall nur interessant werden, weil man sehen wird, was sich die Nationalmannschaft und der Deutsche Fußball Bund (DFB) haben einfallen lassen, um Robert Enke beim ersten Länderspiel nach dessen Tod zu würdigen. Ist es nach der angekündigten Schweigeminute auch noch interessant?
Nur circa 28 000 Zuschauer werden im Stadion sein – 61 673 passen ins Stadion rein. Die Stimmung wird also nicht alles überragend sein. Ob es das Spiel sein wird, bleibt abzuwarten. Bundestrainer Joachim Löw wird, und das ist sportlich gesehen auch völlig in Ordnung und richtig, viel experimentieren, eine ungewohnte Elf auf den Rasen schicken. Und wenn dieses Spiel auch nur annähernd so wird wie die bisherigen Freundschaftsspiele ohne große Bedeutung, dann könnte es ein müder Kick werden.
Viele Auswechslungen wird es geben – der definitive Spaßkiller. Es ist ein Test und deswegen soll viel getestet werden, also auch viele Spieler. Es wird Auswechslungen en masse geben, sieben pro Team sind erlaubt. Angekündigt ist bei Deutschland schon der Wechsel im Tor zur Halbzeit. Durch viele Auswechslungen geht die Attraktivität und der Spielfluss immer verloren, Fußball ist nur noch interessant um neue Leute kennen zu lernen.
Dann wäre da noch der Gegner, die Elfenbeinküste. Sie sind nicht so schlecht wie es auf den ersten Blick klingt, doch den einzigen wirklichen Top-Star, den sie haben, werden sie nicht spielen lassen können, er ist verletzt. Ansonsten ist es eine international bestenfalls zweitklassige Mannschaft, die das Spiel gegen Deutschland aber als eine Art WM-Finale ansieht. Immerhin etwas.
Ich lehne mich garantiert nicht zu weit aus dem Fenster wenn ich wette, dass dieses Spiel weder ein Leckerbissen noch ein sportliches Highlight werden wird. Hardcore-Fußballfans werden sich es sowieso anschauen, ich wünsche uns viel Spaß, allen anderen ist wohl eher abzuraten, euch einen schönen Abend.Blog-Eintrag lesen |
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05.11.2009 | Kommentare: 0
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Der Trainer des FC Bayern München, Louis van Gaal, macht sich trotz des drohenden Ausscheidens aus der Champions League nach eigener Aussage keine Sorgen um seinen Job als Trainer des FC Bayern München. „Nein, das ist kein Thema für mich“, sagte der Niederländer am Mittwoch. Nach der 0:2-Niederlage gegen Girondins Bordeaux müssen die Bayern das vorzeitige Aus in der Königsklasse, dem besten Wettbewerb der Welt, befürchten, was ein gewaltiger Imageschaden wäre.
Ein eventueller Imageschaden ist auch der Grund, warum van Gaal, der vor der Saison vom niederländischen Dorfklub AZ Alkmaar an die Isar wechselte, zumindest öffentlich nicht in Frage gestellt wird. Denn nach dem Jürgen Klinsmann – Fiasko wollen die Bayern, vor allem wenn man in der Champions League tatsächlich nicht weiterkommt, sich auf keinen Fall weitere Probleme und Dellen in der schönen und glanzvollen Fassade machen.
Momentan sind die Bayern in ihrer Gruppe auf Platz drei, womit sie sich für die UEFA Europa League „qualifizieren“ würden, dem Nachfolger des von Franz Beckenbauer als „Verlierer-Cup“ gebrandmarkten UEFA-Pokals, in dem die Münchner bereits vor zwei Jahren ihr Glück versuchen mussten und es peinlicherweise nicht fanden.
In der Nacht nach der Heimpleite gegen Bordeaux hat van Gaal nach eigenen Aussagen „schlecht geschlafen“. Die Pressekonferenz am Tag nach der ersten Heimpleite in der Gruppenphase der Königsklasse im prunkvollen Heim „Allianz Arena“ wurde kurzer Hand für alle Fernsehvertreter grundlos verboten – Zensur an der Säbener Straße – wein weiterer Punkt, an dem der Weltklub Schaden abzuwenden versucht.
Wer jetzt denkt, dass hinter den teuren Kulissen des Rekordmeisters hart und unermüdlich gearbeitet wird, der liegt so sehr richtig wie die Münchner Löwen auf Aufstiegskurs. Der Trainer gab den Spielern spontan den Donnerstag frei – „um den Kopf frisch zu machen und den Fokus auf Schalke zu kriegen“, so der Trainer. Übrigens: Nach einer Heimniederlage gegen Schalke wurde Jürgen Klinsmann vor knapp einen halben Jahr als Trainer des FC Bayern München entlassen…Blog-Eintrag lesen |
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26.10.2009 | Kommentare: 0
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Der englische Fußball-Star David Beckham, Mittelfeldstar der Los Angeles Galaxy, steht vor einer Rückkehr zum italienischen Renommierklub AC Mailand, bei dem er bereits zu Beginn des Jahres 2009 als Leihspieler war. Hintergrund des ganzen Hin- und Her ist, dass Beckham seine Chancen auf die Teilnahme an der kommenden Fußball Weltmeisterschaft erhöhen möchte. Da sein Verein, die Los Angeles Galaxy zwischen Mitte November und Mitte März aber keine Spiele haben, wäre er just wenn Englands Nationaltrainer Capello seinen Kader für die WM nominieren muss, außer Form und könnte sich nicht empfehlen. Von daher ist es also löblich, dass Beckham sich eine Möglichkeit sucht, um zu spielen und zu trainieren, statt faul auf der Haut zu liegen.
„Es ist hundertprozentig perfekt. Es fehlen einzig noch die Unterschriften“, sagte Milan-Geschäftsführer Adriano Galliani am Montag dem italienischen Pay-TV-Kanal Sky Italia. Es wird erwartet, dass der Mittelfeldspieler von seinem Klub Los Angeles Galaxy von Januar an bis zum Meisterschaftsende im Mai an die Mailänder ausgeliehen wird – genauso wie zu Beginn des aktuellen Jahres. Nach dem Ende der Saison in Italien und dem WM-Turnier 2010 in Südafrika möchte ‚Becks’ dann wieder nach Los Angeles zurückkehren, wo er einen gültigen Vertrag hat.
In England sind die Wettquoten darauf, dass Beckham bei der Weltmeisterschaft im Kader der ‚Three Lions’, sind zur Zeit schwankend, werden durch den Wechsel zu Milan aber wieder sinken, da man dann davon ausgehen kann, dass Beckham für seinen Einsatz belohnt wird.
Momentan ist der AC Mailand jedoch so schwach wie lange nicht mehr. Mit Maldini und Kaka haben die zwei besten Spieler den Verein verlassen, ein annähernd gleichwertiger Ersatz wurde nicht gefunden, Milan steht nur im Mittelfeld der italienischen Liga, in der Champions League muss man um das Weiterkommen bangen.
Ist Beckham jetzt doof, zu einer so schwachen Mannschaft zu gehen oder ist er clever, weil er dort umso mehr glänzen und sich empfehlen kann… ?Blog-Eintrag lesen |
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17.10.2009 | Kommentare: 1
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Die Lösung findet man in Brasilien. Der Verein EC Viana spielte in der Regionalliga des Bundesstaates Maranhão und wollte unbedingt in die erste Liga Brasiliens aufsteigen. Dafür musste man im Fernduell mit Moto Club gegen Chapinha gewinnen, und dabei noch einige Tore gutmachen, um sich gegen den punktgleichen Gegner durchzusetzen. Über die Wettquoten bei diesem spannenden Aufstiegsrennen ist nichts bekannt, das dürfte sich aber bald ändern, angesichts dessen, was während der finalen 90 Minuten der Saison noch passieren sollte.
Während Viana zur Halbzeit noch kein Tor gegen Chapinha erzielt hatte, lag Moto gegen Santa Quiteria, bei denen aus einem nicht weiter überlieferten Grund der 52 Jahre alte Bürgermeister auflief, schon mit 3:0 in Front, der Druck auf EC Viana stieg. Doch mit neun Toren in den letzten neun Minuten holte sich Viana mit 11:0 exakt das Resultat, das man zum Aufstieg benötigte. Da halfen dann auch drei Elfmeter in den letzten acht Minuten für Moto gegen Santa Quiteria nichts mehr. Viana war aufgestiegen, dabei stand es in der 80. Spielminute noch „nur“ 2:0. Also gab es in den letzten 10 Minuten noch genau so viele Tore, wie es für den Aufstieg brauchte.
Nur mal so als Zwischengedanke: Brasilien ist eines der größten Fußballländer der Welt und Ausrichter der FIFA Fußball Weltmeisterschaft 2014. Also ist es eine richtig peinliche Geschichte, klar.
Die Funktionäre der beteiligten Vereine gaben sich im Anschluss an den außergewöhnlichen letzten Spieltag der Saison übrigens als Unschuldslämmer. „Wir fragen uns bis jetzt, was passiert ist“, sagte zum Beispiel Gil Lopes, der Manager des mit 0:11 unterlegenen Chapinha.
Den Vogel schoss allerdings ohne jeden Zweifel der Präsident von Viana, dem doch-noch Aufsteiger ab. Jose Carlos Costa behauptete ernsthaft: „Das Ergebnis war normal. Chapinha hätte auch gewinnen können", gab er völlig frei von Scham von sich.
Der Verband von Maranhão will den Fall vor das Sportgericht bringen, es riecht mächtig nach Wettskandal und Betrug…Blog-Eintrag lesen |
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17.10.2009 | Kommentare: 0
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Es passierte am 25. Juli 2009 im Training vor dem Großen Preis von Ungarn auf dem Hungaroring in Budapest. Am Auto von Rubens Barrichello, Pilot von Sensationsteam Brawn GP, hatte sich eine 800 Gramm schwere Stahlfeder gelöst, über die Straße gehoppelt und Felipe Massa in seinem Ferrari am Helm getroffen. Scheinbar bewusstlos raste der Vize-Weltmeister ungebremst geradewegs in einen Reifenstapel, allen Fans der Formel 1 blieb das Herz stehen. Die Fotos von Massa und dem Schaden an seinem halb-demolierten Helm gingen um die Welt.
Nach einer langwierigen Operation an der schwer verletzten Augenhöhle waren Langzeitschäden erst nicht ausgeschlossen, doch der Brasilianer scheint alles ohne größere Probleme überstanden zu haben und wird zu Beginn der nächsten Saison wieder in seinem Ferrari-Cockpit sitzen.
Doch schon jetzt bekam er ein bizarres Andenken. Nämlich den Helm, der ihm Ende Juli das Leben gerettet hat – anders kann man es nicht sagen. Der Weltverband FIA hatte den Helm damals bekommen, um ihn zu untersuchen, jetzt übergaben sie den Kopfschutz dem Brasilianer zurück. Beim Wiedertreffen mit seinem neuen besten Freund sagte Massa angesichts des Schadens: „Das Loch ist beeindruckend. Das war ein starker Aufschlag.“
Das Schicksal und Massa – eine Never-Ending-Story. Am Ende der vergangenen Saison verlor er vor heimischer Kulisse in Sao Paolo die schon sicher gewähnte Weltmeisterschaft in der letzten Kurve, es war das größte Herzschlagfinale der Formel1-Geschichte und Massa dabei der Leid tragende. Und eine halbe Saison später passiert ihm dieser tragische Unfall, bei dem die Feder auf dem riesen großen Gelände einer Formel1-Strecke überall hätte hinspringen können, doch sie traf Massa lebensgefährlich am Kopf.
Zu seinem ungewöhnlichem Andenken an den tragischsten Moment seiner Karriere verriet Massa: „Ich werde ihn so aufbewahren, mit Blut und allem, was kaputt gegangen ist.“
Hoffen wir für den sympathischen Ferrari-Fahrer, dass es nicht der Beginn einer Sammlung ist …Blog-Eintrag lesen |
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15.10.2009 | Kommentare: 0
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Nach der gerade so noch geglückten WM-Qualifikation und dem damit haarscharfem Entkommen einer fast historischen Katastrophe war Diego Maradona, die lebende (und inzwischen die Nationalmannschaft trainierende) Fußball-Legende der Argentinier sichtlich und hörbar bemüht, Dampf abzulassen. Auf der offiziellen Pressekonferenz nach dem 1-0 Sieg in Uruguay sagte er:
„Denjenigen, die nicht an mich geglaubt haben, sage ich – die Damen mögen das entschuldigen – ihr könnt mir einen blasen. Ich danke den Fans und den Spielern, aber niemandem sonst. Die, die nicht an die Nationalmannschaft geglaubt haben, sollen weiter Schwänze lutschen. Die haben mich wie Müll behandelt.“
Aber Maradona ist nun wahrlich so wenig ein Kind von Traurigkeit wie Paris Hilton Jungfrau.
Im Januar 1986 wird er von der neapolitanischen Camorra umworben, und zu einer Party eingeladen. Der Clan kontrolliert den gesamten Drogenhandel, den Zigarettenschmuggel sowie die Prostitution in ganz Süditalien. Maradona Jahre später: „Ich hatte keine Ahnung, was diese Leute getan haben. Ich bin nur einer Einladung gefolgt.“ Ist klar.
Im Juni des gleichen Jahres spielt Maradona das WM-Viertelfinale gegen England. Maradona faustet mit der „Hand Gottes“ den Ball ins Netz. Später entscheidet er das Spiel mit dem „Tor des Jahrhunderts“ - nach einem unglaublichen Tempo-Dribbling über den halben Platz. Argentinien gewinnt mit 2:1 und wird eine Woche später Weltmeister.
Bei der nächsten WM stehen Maradona und die Gauchos abermals im Finale, wieder gegen Deutschland. Als die Fans ihn auspfeifen, beleidigt Maradona das Publikum und beschimpft die Fans während der Nationalhymne als Hurensöhne, in die laufenden Fernsehkameras. Das Finale verliert er mit 0:1 und geht heulend vom Platz.
Nachdem er 1991 wegen Kokainkonsums weltweit für 15 Monate gesperrt und später wegen Besitz und Weitergabe der Droge zu 14 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt wird, schießt er im Februar 1994 auf vor seinem Haus wartende Journalisten und verletzt dabei fünf Menschen. Die 15.000 Dollar Strafe zahlt er bis heute nicht, es gibt zwei Jahren und zehn Monate Haft auf Bewährung.
Im Juni 2002 bekommt Maradona wegen seiner Drogen-Vergangenheit kein Visum für die WM in Japan. „Wenn die Angst haben, hätten sie die Amis aussperren sollen. Die haben die Atombombe auf Japan geworfen, nicht ich“, schimpft er. Nach einer Intervention des argentinischen Staatspräsidenten darf Maradona doch einreisen. Dort nennt er die Elf Brasiliens „ein Abbild des Hinterns von Trainer Luiz Felipe Scolari.“
Wollen wir wetten, was als nächstes kommt …?Blog-Eintrag lesen |
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29.09.2009 | Kommentare: 0
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Heute Abend spielt der amtierende deutsche Meister VfL Wolfsburg in der UEFA Champions League beim englischen Weltklasseverein Manchester United – es ist der zweite Spieltag der diesjährigen Königsklasse …
Der Auftakt der „Wölfe“ war ja bekanntlich ein erfolgreicher, hatten sie doch vor zwei Wochen zu Hause den russischen Verein CSKA Moskau mit 3:1 besiegt und dabei durchaus zu glänzen gewusst.
Doch jetzt wartet ein ganz anderes Kaliber auf die VW-Kicker, denn Man United ist nicht nur ein absoluter Ausnahmeverein, sondern auch unter anderem seit 21 Heimspielen in der Champions League ungeschlagen, die letzte Heimniederlage in der Gruppenphase der Königsklasse ist sogar fast acht Jahre alt, genau gesagt gab es sie am 17. Oktober 2001.
Der amtierende Meister Englands ist zudem in guter Form, erklomm am vergangenen Samstag die Tabellenführung in der besten Liga der Welt durch einen 2:0-Sieg bei Stoke City. Doch die Wolfsburger müssen sich keineswegs verstecken, auch wenn ich ehrlich gesagt nicht darauf wetten würde, dass die Wölfe im Old Trafford, dem „Theatre of Dreams“, gewinnen werden.
Die Ausnahmeverteidiger Rio Ferdinand und Nemanja Vidic waren zuletzt häufiger verletzt und sind noch nicht in ihrer besten Form, was den Ausnahmestürmern Edin Dzeko und Grafite durchaus einige Chancen ermöglichen könnte.
Dazu kommt, dass der holländische Stammtorwart Edwin van der Sar bei United verletzungsbedingt ausfällt. Auch wenn sein Ersatz Ben Foster kein schlechter ist, so dürfen die Wölfe zurecht darauf hoffen zu einigen Torchancen und eventuell auch dem ein oder anderem Tor zu kommen.
„Wir sind zwar krasser Außenseiter, aber wir fahren da nicht nur hin, um Trikots zu tauschen. Wir wollen für eine Überraschung sorgen. Alles ist möglich“, sagt Nationalspieler Christian Gentner treffend.
Es wird auf jeden Fall ein torreiches Spiel werden, denn die Top-Stürmer der Engländer, allen voran Rooney und Berbatov, werden der zuletzt schwächelnden VfL-Abwehr so einige Probleme bereiten…Blog-Eintrag lesen |
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28.09.2009 | Kommentare: 0
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Hallo ?!? – Geht’s eigentlich noch ? Serdar Dayat ist 40 Jahre alt und wollte den Trainerschein an der Hennes-Weisweiler Akademie in Köln machen, so wie hundert Andere vor ihm auch schon, und deswegen ist da prinzipiell auch gar nichts dagegen zu sagen.
Was aber absolut nicht in Ordnung geht ist Schummeln, und da ist der Herr Dayat schon ganz groß drin. Während der Trainerausbildung muss man nämlich als „Schüler“ ein mehrwöchiges Praktikum bei einem Verein/Trainer machen, ansonsten bekommt man die Lizenz nicht. Praxisnahes Lernen, nennt man das.
Serdar Dayat wollte dies beim MSV Duisburg (2. Bundesliga) machen – hat es aber nie. Und statt sich einen anderen Verein zu suchen, um dort das Praktikum zu absolvieren, hat er den Praktikumsbericht einfach gefälscht, und zwar auf eine ganz miese Art und Weise.
Beim MSV Duisburg war zu diesem Zeitpunkt, in dem das Praktikum angeblich stattgefunden haben soll, Peter Neururer frisch Trainer geworden. Neururer, ein kultiger Fußballlehrer mittleren Alters, ist inzwischen immer noch dort tätig, allerdings nur noch mit mäßigem Erfolg.
In mehreren Passagen kopierte Dayat das Internet-Lexikon „Wikipedia“, ohne auch nur einen Buchstaben zu ändern. Wikipedia ist bekanntermaßen völlig unseriös, mit vielen falschen Inhalten gefüllt und liefert unprofessionelles Gedöns. So schrieb er im Porträt über den Trainer Neururer, der immerhin während des Praktikums sein Lehrer sein sollte: „Er ist einer der größten Sprücheklopfer, den die deutsche Trainerwelt je gesehen hat.“
Noch schlimmer ist eigentlich nur, dass er damit auch wirklich durchkam und die Trainerlizenz vom DFB ausgestellt bekam. Nun ist er beim ehemaligen Hamburger und Dortmunder Trainer Thomas Doll in der Türkei bei Genclerbirligi Ankara Co-Trainer und Assistent von Doll.
In Sachen „Elite-Trainer-Ausbildung“ ist dies natürlich nicht nur ein herber Schlag, sondern ein waschechter Skandal. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat jetzt ein Ermittlungsverfahren gegen ihn eingeleitet und vermutlich wird ihm die Trainerlizenz wieder entzogen – ich zumindest würde darauf wetten, dass dem so sein wird.
Wäre ja noch schöner, wenn man mit sowas durchkommt….Blog-Eintrag lesen |
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24.09.2009 | Kommentare: 1
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Kennen Sie noch Ronaldo? Nein, nach den gegelten Schnösel den alle für so gut halten. Den Dicken, den dicken Ronaldo, der früher Mal so gut war und jetzt nur noch der riesige Schatten seiner Vergangenheit zu sein scheint. Der, den die Bild-Zeitung mal Pummelnaldo nannte, den meine ich !
Der brasilianische Weltmeister von 1994 und 2002, Freunde dürfen ihn auch Ronaldo Luís Nazário de Lima nennen, kickt ja momentan Corinthians Sao Paolo in seiner Heimat am Zuckerhut, weil ihn in Europa niemand, aber auch wirklich gar keiner haben wollte. Nicht mal die neureichen Klubs wie Manchester City und so.
Dort ist er relativ erfolgreich in Sachen Tore schießen, zudem gewann er die Staatsmeisterschaft von Sao Paulo sowie die Copa Brasil, den brasilianischen Pokalwettbewerb. Und was passiert mit Fußballern bzw. Stars im Allgemeinen, wenn sie erfolgreich sind. Richtig, sie wecken Begehrlichkeiten. Bei Ronaldo heißt das, dass eine in Singapur wohnende Brasilianerin behauptet, ihr vierjähriger Sohn sei 2004 von Ronaldo gezeugt worden. „Seine Augen, seine Nase und seine Haare sind wie Ronaldos“, behauptete die Dame. Ein Gericht ordnete daraufhin den Test an, der Klarheit bringen soll.
Hat Ronaldo also ein uneheliches Kind? Eigentlich ist es doch egal, wer was tut, aber komisch ist es manchmal schon, was mit alternden Fußballstars passiert. Ronaldo was ja nach Stationen in Holland, Spanien und Italien einer der größten Fußballstars der Moderne, von dem dann aber (auch wegen vielen tragischen Verletzungen) immer weniger jemand was wollte und er nur noch eine Randnotiz seiner eigenen Vergangenheit wurde.
Jetzt, wo er wieder einigermaßen erfolgreich Fußball spielt und viele private Probleme zu überwunden haben scheint, kommt all das auf ihn zu, was er als einziges aus seiner glorreichen Zeit vermutlich nicht vermisst.
Wenn es wirklich sein Kind ist, dann Glückwunsch und alles Gute, vor allem wenn das Kind mehr als nur Augen, Nase und Haare von Ronaldo hat und eventuell auch die fußballerischen Gene vorweisen kann, dann hat die Mama in einigen Jahren vielleicht wieder die Aufmerksamkeit die sie jetzt zu suchen scheint…Blog-Eintrag lesen |
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22.09.2009 | Kommentare: 1
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Am Sonntag ist ja Bundestagswahl und da geht es selbstverständlich um Politiker – und die meisten der Wähler sind nicht gerade Fan von denen, die da zur Wahl stehen und wichtige Ämter bekommen wollen.
Sinn würde es ja dann machen, wenn sich Fußballer in die Politik begeben – denn Fußballer haben ja viele Fans. Genau auf diesen Gedanken kam jetzt der gute Romário de Souza Faria, besser bekannt unter seinem Künstlernamen „Romario“. Der ist heute 43 Jahre alt und wurde 1994 immerhin Fußballweltmeister, bester Spieler der WM und Weltfußballer des Jahres – alles binnen zwölf Monaten. Nicht schlecht. In insgesamt 80 Länderspielen für das Fußballland Brasilien erzielte er 70 Treffer, was eine sensationelle Quote ist und ihn zum drittbesten brasilianischen Torschützen aller Zeiten macht.
Mit 42 Jahren beendete er im vergangenen Jahr seine Karriere als Spieler und will nun, man höre und staune, Politiker werden. Im kommenden Jahr will er bei der Wahl zum Nationalparlament in Brasilien sogar auf der Kandidatenliste einer sozialistischen Partei stehen. Seine Motivation, in die Politik zu gehen sei es, sich „dem Kampf gegen Korruption und Betrug zu widmen.“
Dies ist wenigstens ein vernünftiges Motiv eine relativ ehrenwerte Sache, möchte man meinen. Denn immerhin heißt es in einem seriösen Zeitungsbericht, Romario habe „genügend Kenntnisse sowie ehrgeizige Ziele“ und er könne zudem „auf die Stimmen seiner zahlreichen Fans hoffen“.
Doch wie alle Geschichten, die anfangs gut und verlockend und positiv klingen gibt es auch hier einen Haken und der ist in Romarios Vergangenheit und seiner Glaubwürdigkeit verankert. Zur Erinnerung: Romario will sich dem Kampf gegen Korruption und Betrug widmen. ABER: Romario leidet seit Jahren unter finanziellen Problemen, musste bereits sein Luxusappartment für über vier Millionen Dollar verkaufen, auch weil er immer wieder Steuerschulden hatte und darüber hinaus in illegale Wetten verstrickt war, weswegen er wie aufgrund der Steuerhinterziehung immer wieder in Skandal und Gerichtsverfahren verstrickt war.
Vielleicht sind Korruption und Betrug nicht die richtigen Ressorts für ihn ?Blog-Eintrag lesen |
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31.08.2009 | Kommentare: 0
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Real Madrid? Sind das nicht die, die nie Erfolg haben und immer so viel Geld ausgeben?
Zumindest grob über den Daumen gepeilt trifft das für die letzten sechs Jahre so auch zu. Denn in diesen Jahren gewann Real Madrid nie die Champions League und „nur“ zweimal die spanische Meisterschaft. Das ist für den größten und erfolgreichsten Verein der Welt wenig, sehr wenig.
Und wie man das inzwischen im Fußball so macht, lässt man sich entweder kaufen und schleudert mit Geld um sich (Stichwort: Chelsea, Manchester City) oder, wenn man nicht in England beheimatet ist, dann wählt man sich einen leicht größenwahnsinnigen Präsidenten, der Geld hat und Geld ausgeben will. Der heißt in Real Madrids Fall Florentino Perez und ist seit kurzem zum zweiten Mal Präsident der „Königlichen“.
Und weil das eben bei Real die letzten Jahren nicht ganz so prickelnd war, bläst man nun zu einer Großoffensive, die selbst für die geldvolle Fußballwelt so einzigartig ist.
Man nehme:
- den besten Fußballer der Welt: Cristiano Ronaldo für 94 Millionen
- den besten Spielmacher der Welt: Kaka für 65 Millionen
- einen der besten Stürmer Europas: Karim Benzema für 35 Millionen
Wenn man jetzt noch bedenkt, dass man mit Ruud van Nistelrooy, Raul und Gonzalo Higuain schon verdammt gute Angreifer hat, dann klingt das doch super, oder ?
Doch dann fielen einem zwei kleine Probleme auf:
- was, wenn der Gegner uns angreift und an den Stürmern vorbei ist?
Lösung:
- Raul Albiol, Verteidiger, für 15 Millionen
- Alvaro Arbeloa, Außenverteidiger, für 5 Millionen
- Xabi Alonso, defensives Mittelfeld, für 35,5 Millionen
- Esteban Granero, defensives Mittelfeld, für 4 Millionen
253,5 Millionen Euro – 253 500 000 Euro !
In Sachen Fußballwetten gibt es da nur eine Antwort: Real gewinnt mindestens alles ! Ich glaube ja nicht daran, aber lassen wir uns überraschen. Ihr erstes Ligaspiel haben sie zu Hause gegen Deportivo La Coruna immerhin mal gewonnen.Blog-Eintrag lesen |
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31.08.2009 | Kommentare: 0
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Arjen Robben – kennt man. Fußballexperten schon lange, Fans seit einigen Jahren, alle anderen seit Samstag Abend. Ist ja auch ne coole Socke, der Holländer.
Er ist der, den die Bayern am Freitag Vormittag für 25 Millionen Euro verpflichtet haben. Obwohl alle dachten, dass sie einen Rechtsverteidiger und einen Torwart holen.
Er ist der, der sich am Donnerstag in Madrid noch von seinen alten Kollegen bei Real verabschiedet hat.
Er ist der, der am Freitag und nur am Freitag einmal mit den Bayern trainiert hat.
Er ist der, der am Samstag gegen den amtierenden deutschen Meister die komplette zweite Halbzeit gespielt, gezaubert und überragt hat.
Robben, 25 Jahre, Meistertitel mit PSV Eindhoven, Chelsea, Real Madrid, holländischer Nationalspieler und der Inbegriff eines Flügelstürmers.
Von seiner Spielanlage her ähnelt er Ribéry und er soll mit dem Franzosen die Flügelzange bilden und mit Gomez das neue Sturmtrio bilden.
Eine Drei-Stürmer-Variante ist in Holland, als Trainer van Gaal’s Heimat, gang und gäbe.
Ich finde den Robben eigentlich zu gut für die Bundesliga, aber vor allem finde ich ihn besser als den Franzosen, weil …
- er besser aussieht
- er sympathischer ist
- er keine Diva ist
- er sich super für ein Team kann
- er vielseitig ist und dies auch sein will.
Bei den Fußballwetten wird es einen Ansturm gegeben haben, dass Bayern jetzt doch Meister wird, da sie mit Ribéry, Gomez und Robben, sofern sie denn so spielen, eine Offensive haben, die sich nun wirklich mit den besten der Welt messen kann.
Schlechte Nachrichten also für Klose und Schweinsteiger. Für Luca Toni sowieso. Denn Gobbéry (Gomez, Ribéry, Robben) wird sich durchsetzen. Bei Bayern, in der Bundesliga, in der Champions League.
Die einzige Hoffnung für die Bayern-Gegner muss sein, dass Rib und Rob ihrem Verletzungspech treu bleiben, aber als fairer Sportsmann schließe ich mich dem nicht an.Blog-Eintrag lesen |
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05.08.2009 | Kommentare: 0
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Arie Haan war in den 70er und Anfang der 80er Jahre ein erfolgreicher holländischer Fußballspieler, auch Nationalspieler seines Landes, gefürchtet wegen seiner besonders harten Weitschüsse, wo man fast wetten konnte , dass sie ins Tor gingen. In China, wo er momentan als Trainer arbeitet, hat er jetzt richtig auf sich aufmerksam gemacht – doch dazu später etwas mehr.
Seit Mitte der 1980er Jahre ist er Trainer und hat – wie man sich vorstellen kann – dementsprechend viele Klubs trainiert und viele Erfahrungen gesammelt, unter anderem auch beim VfB Stuttgart (1987-90) und beim 1.FC Nürnberg (1990-91). Und wenn man so viel erlebt hat in seiner Trainerzeit, dann beginnt man nunmal sich neuen Herausforderungen zu stellen und macht komische Dinge.
In Haans Fall heißt das: Den FC Chongqing in China trainieren. Das ist ein Aufsteiger, was als Synonym für „schlechte Mannschaft“ angesehen werden kann. Der 60-jährige hatte letztens mit seinem Verein den Tabellenführer, also eine richtig gute Mannschaft, Guoan Peking zu Gast. Und wie es manchmal eben im Fußball passiert, gab es einen Strafstoß – und zwar für den Gast, also Haans Gegner. Haan, scheinbar unzufrieden mit der Entscheidung des Unparteiischen, ging zu dessen Assistenten und wedelte mit einem Bündel 100 Yuan-Scheine und fragte: "Willst Du Geld?"
Das ganze wurde als ziemlicher Skandal aufgefasst, weil es in China in den 1990er Jahren einen Bestechungsskandal mit Schiedsrichtern gab und man seitdem recht streng mit solchen „Späßen“ umgeht. Dies beweist jetzt auch der Chinesische Fußball-Verband (CFA) und verhängte gegen Haan eine Sperre von drei Erstliga-Spielen sowie eine Geldstrafe von umgerechnet 1500 Euro. „Grobes Fehlverhalten gegenüber dem Schiedsrichter-Gespann“ – lautete die Anklage. Haan habe den vierten Offiziellen "auf flegelhafteste Art und Weise" beschimpft, so die Urteilsbegründung des Verbandes.
Wirklich bemerkenswert finde ich drei Dinge:
1) Der CFA erklärte auch noch, dass Haans Geste einen "negativen sozialen Einfluss" auf die
Bevölkerung habe.
2) Die Partie hat Haans Mannschaft mit 3:2 gewonnen – wozu also die Aufregung ?
3) Der Schiedsrichter-Assistent hat das Geld nicht angenommen.Blog-Eintrag lesen |
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04.08.2009 | Kommentare: 0
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Fußballer haben den Ruf, dumm zu sein. So deutlich muss man das sagen.
Es gibt ja auch zahlreiche Beispiele, die das eindrucksvoll unterstreichen. Die deutsche Akademie für Fußballkultur vergibt jährlich einen Preis für den besten Fußballspruch, allerdings nur solche mit einem gewissen intellektuellen Hintergrund. 2008 hat der damalige österreichische Nationaltrainer Josef Hickersberger gewonnen für „Wir haben nur unsere Stärken trainiert, deswegen war das Training heute nach 15 Minuten abgeschlossen.“ Gefällt mir gut.
Vor Hickersberger hatte auch schon Lukas Podolski abgeräumt, der mit seiner Zote (eventuell aus Versehen) echt zum Nachdenken anregte. „So ist Fußball. Manchmal gewinnt der Bessere.“ – das waren des Poldis Worte nach dem WM-Aus 2006. Der Spruch ist wirklich tiefgründig.
Sprüche ohne Intellekt und Niveau gibt es auch, sogar sehr viele. Einer meiner absoluten Lieblingssprüche im Fußball ist nach wie vor der von dem Kaiser Franz Beckenbauer stammende Satz "Die Schweden sind keine Holländer - das hat man ganz genau gesehen." Beckenbauer glänzte auch nach dem 2:5-Heimdebakel seiner Bayern gegen Bremen in der vergangenen Saison, indem er sagte: „Es gibt Tage, da bricht man sich beim Nasebohren den Finger.“
Der absolute Klassiker sind allerdings Sprüche, die Fußballer als Weisheit raushauen wollen, die aber jeglicher Wahrheit entbehren und damit der Belustigung dienen. Beispiele?
Roland Wohlfarth mit "Zwei Chancen, ein Tor - das nenne ich hundertprozentige
Chancenauswertung."
Aleksandar Ristic und sein "Wenn man ein 0:2 kassiert, dann ist ein 1:1 nicht mehr möglich."
Berti Vogts mit "Ich glaube, dass der Tabellenerste jederzeit den Spitzenreiter schlagen
kann."
Fehlen darf natürlich nicht Lothar Matthäus. Die Auswahl fällt schwer, ich habe mich entschieden für "Wir sind eine gut intrigrierte Gruppe."
Ich gehe jede Wette ein, dass auch in den kommenden Jahren eine Menge solcher Sprüche dazukommen werden und Liste immer länger wird…
Denn auch hier hat Fußball-Deutschland jede Menge Talente …Blog-Eintrag lesen |
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30.07.2009 | Kommentare: 0
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Vor 94 Tagen wurde Jürgen Klinsmann beim FC Bayern München wegen Hardcore-Erfolglosigkeit entlassen – heute feiert er seinen 45. Geburtstag und hat ein dickes Geschenk seines doppelten Ex-Klubs bekommen. "Das beste Konzept nutzt nichts, wenn irgendwann nicht die Ergebnisse kommen ", hatte Manager Uli Hoeneß bei Klinsmanns Entlassung ernüchtert festgesellt.
Offiziell wird ein Trainer ja selten entlassen, sondern nur „beurlaubt“, also nach Hause oder sonstwohin geschickt. Der teils hochdotierte Vertrag läuft weiter und weiter, selbst die Erfolgsprämien bekommt ein Trainer noch, auch wenn er schon lange keinen Erfolg mehr hatte bzw. schon einige Zeit nicht mehr für den Verein arbeitet, sondern eben „urlaubt“.
Pseudo-tapfer hatte sich Klinsi dann ja irgendwann mal in der Öffentlich gezeigt, gestand mit einigen Wochen Abstand mittlerweile, dass "der Stachel unglaublich tief" saß nach der Entlassung.
Knappe fünf Millionen Euro Jahresgehalt hatte der Grinsebub bekommen bei dem großen FCB – soviel wie kein anderer in de Bundesliga – is klar. Sein Vertrag lief noch bis einschließlich Juni 2010, also noch fast ein komplettes Jahr.
Jetzt – endlich muss man sagen – haben sich die Bayern und des Klinsi’s Anwälte geeinigt, knappe vier Millionen Euro bekommt der Mann, den man im Sommer 2006 noch liebte wie kaum einen anderen.
"Wenn man jede Woche infrage gestellt wird, ist es schwer, diesen Prozess mittel- und langfristig zum Erfolg zu führen. Jede Kleinigkeit hat für einen Riesen-Aufruhr gesorgt. Das Sportliche wurde in den Hintergrund gerückt. Es ging nur emotional und populistisch um die verschiedensten Themen", so Klinsmann weiter. Dass dieses regelmäßige Hinterfragen und In-Frage-Stellen etwas ganz normales im Fußball ist (und entsprechen mehr beim großen FC Bayern München, dem so schnelllebigen Geschäft, scheint ihm heute noch nicht bewusst gewesen sein. Genau aus den beiden genannten Gründen, dem hohen Gehalt und der eisernen Weigerung, zu lernen oder nachzugeben, wird es der Weltmeister von 1990 wohl nicht mehr auf eine deutsche Trainerbank schaffen.
Geld genug hat er ja spätestens jetzt …Blog-Eintrag lesen |
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30.07.2009 | Kommentare: 0
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Der große FC Bayern München, Klassenprimus im deutschen Fußball – eine Sammlung von Stars und solchen, die es gerne wären bzw. denken zu sein. Das Leistungsprinzip steht ja nicht oft im Vordergrund im Fußball, doch die ach so armen Ribéry und Toni bekommen es jetzt zu spüren – zu Recht.
Zwei Jahre sin die beiden jetzt bei den Bayern, beide Saisons waren sie immer gesetzt, wenn sie nicht gerade verletzt oder gesperrt waren. Immer durften si e spielen, egal wie lust- oder erfolglos sie waren. Vor allem in der vergangenen Saison, einer der schlechtesten der letzten Jahre bei den Münchner Bayern, waren Ribéry und Toni oft die schwächsten, auch weil die Erwartungen die größten waren. Nur logisch, nach der überragenden ersten Saison , die die beiden Nationalspieler ihrer Länder in Süddeutschland hatten.
Schön finde ich, dass Ribéry jetzt fehlt, weil er nach seiner Knieverletzung, resultierend aus zu viel Wechselgedanken, noch nicht in den Trainingsbetrieb wieder einsteigen durfte. Ich gönne ihm die Verletzung nicht, bitte nicht falsch verstehen – aber der Franzos‘ muss jetzt erstmal um seinen Platz kämpfen und das ist er nun einmal einfach nicht gewohnt. Herr Superstar muss also unter dem neuen Trainer erstmal zeigen, was er wirklich kann und dass er wirklich will – wenn dem denn überhaupt so ist.
Und dass Luca Toni jetzt richtig viel laufen muss, um seine Kondition aufzubessern, das ist etwas stink-normales im Fußball, was jeder Fußballer so oft machen muss. Sein lustloses Gesicht soll er sich dabei bitte sparen, denn erstens finden die ganzen Frauen sein Lachen viel schöner finden und zweitens hat er bei seinem Lebensstandard und Kontoauszug überhaupt keinen Grund, irgendwie einen auf beleidigt zu machen. Und wenn er das trotzdem tun will, dann würde ich mir das an seiner Stelle für die Zeit sparen, die er auf der Bank sitzen wird, und das wird einiges sein.
Das Leistungsprinzip ist eingezogen in die Säbener Straße – das ist gut so und lange überfällig – auch für die vermeintlichen Superstars.Blog-Eintrag lesen |
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21.07.2009 | Kommentare: 0
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Eigentlich steht unsere Nationalmannschaft ja so gut da wie schon lange nicht mehr – aber warum wird denn immer wieder gestritten wie in einer Kita, wenn si ausnahmsweise mal nicht bestreikt wird?
Und schuld ist Bi-Ba – nein, nicht Butzelmann - sondern das Duo Bierhoff-Ballack. Irgendwie habe die immer mit schlechten Nachrichten zu tun. Erst hatten sie sich ja miteinander gezofft, weil der Kapitän Ballack gelinde gesagt kein Bock hatte, nach dem verlorenen EM-Finale sich bei den Fans zu bedanken, was Papa bzw. Nationalmannschaftsmanager Bierhoff den Spielern aber so angeordnet hatte.
Und dann gab es ja diesen Wortwechsel, in dem der eine den anderen beschuldigte, nicht toll genug sein. Nach dem Motto: „Die Nationalmannschaft war schon gut bevor du da warst und wird auch gut sein, wenn du nicht mehr da bist.“ Kindisch, irgendwie. Fußball ist ein Teamsport, das sollten die beiden doch eigentlich wissen, immerhin machen sie Werbung für Bier, Handy uns Reiseportale.
Jedenfalls hat Bierhoff jetzt gesagt, dass der deutsche Fußball schon lange keine echten Weltstars mehr hervorgebracht hat, so wie „in den 90er Jahren“. Aus zweierlei Gründen spricht mit Bierhoff diesmal aus der Seele: Erstens, Ballack ist kein Weltstar. Danke, endlich sagt es mal jemand. Zweitens, Bierhoff hat zwar in den 90er Fußball gespielt, nennt sich selbst aber zum glück nicht namentlich, was er sonst sehr selten tut oder durch die Formulierung „wir beim DFB“ kaschiert.
Wen Bierhoff ist der dusslige Matthäus und der Klinsmann, so habe ich das interpretiert. Was ich gut finde, ist dass Bierhoff sagt, dass genau das (also Weltstars) das Ziel des DFB sei. Das klingt beruhigend, auch wenn man das irgendwie hatte ahnen können. Wird ja kaum das Ziel sein, keine Stars hervorzubringen. Aus meiner Sicht ist übrigens Lahm kurz davor, ein echter Weltstar zu werden und ich hoffe, er packt es bald. Toller Kerl, echt geil.
Eines beunruhigt mich dann aber doch wieder und deshalb ist es ein klassischer Bierhoff: „Zurzeit leben wir vom Mannschaftsgeist“ – sagt Bierhoff. Welcher Mannschaftsgeist? – Derjenige, bei dem sich Spieler während der WM-Qualifikation auf dem Spielfeld gegenseitig watschen? Komischer Teamgeist…Blog-Eintrag lesen |
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14.07.2009 | Kommentare: 1
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Dass ein Mensch 93 Millionen wert sein soll, dass es Berufe gibt, für die man 13 Millionen Euro im Jahr netto verdienen soll und dass diese Leute dann auch noch das schönste Leben führen – von einem Luxushotel zum nächsten tingeln, Fußball spielen dürfen und gefeiert werden wie Halbgötter, das ist doch irgendwie fies und echauffiert viele – vermutlich auch zu Recht!
Aber es gab zum Glück auch noch andere Zeiten – als der Fußball noch nicht omnipräsent war und es Tage gab, an denen gar kein Fußball gespielt wurde. Eine schöne Zeit muss das gewesen sein…
- Bernd Trautmann, eine lebende Torhüterlegende spielte in den 50er Jahren in England, sogar mal mit Genickbruch und wurde dadurch zum Held. Er hat nie in seinem Leben auch nur eine Sekunde Torwarttraining gehabt. Heute gibt es teure Fußballstars, die wegen einer Blase am Fuß das Training abbrechen.
- Paul Steiner spielte von 1981 bis 1991 beim 1.FC Köln, wo er heute Mitarbeiter im Scouting ist. Ende der 80er Jahre wurde er gefragt, ob die Nationalmannschaft für ihn ein Thema wäre. Seine Antwort: „Nein, die spielen immer mittwochs, da habe ich keine Zeit.“ Legendär. Ob gegen seinen Willen oder nicht ist nicht bekannt, aber Steiner wurde von Franz Beckenbauer für die WM 1990 nominiert und darf sich, auch wenn er dort keine Sekunde spielte, als Fußball-Weltmeister bezeichnen.
- Horst Szymaniak gehörte Ende der 50er Jahre zu den besten Fußballern Europas. Trotzdem bliebt er bodenständig und bescheiden. Schimmi, so sein Spitzname, schaffte es in den 60er Jahren sogar zu Inter Mailand, ehe er nach Deutschland zurückkehrte. Bei seinen damaligen Gehaltsverhandlungen sagte er: „Ein Drittel mehr Gehalt? Nee, ich will mindestens ein Viertel!“ Sympathisch.
Aber man muss auch ehrlich sein und sagen, dass es Fußballer oft nicht einfach haben bei dem Erwartungs- und Leistungsdruck, der auf Ihnen lastet. Berti Vogts nannte das mal so: „Wenn ich übers Wasser laufe, dann sagen meine Kritiker:’Noch nicht einmal schwimmen kann er!’“
In diesem Sinne…Blog-Eintrag lesen |
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22.06.2009 | Kommentare: 0
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Es war der 19. August 1995. „You can’t win anything with kids“ – es ist eines der berühmtesten Zitate in England, obwohl es nie als solches gemeint war. Als Alan Hansen zu Beginn der Premier League Saison 1995-96 genau diesen Satz sprach, war die Frage dazu keine fünf Sekunden alt. Wie aus der Pistole geschossen kam er, der Spruch: Mit Kindern kann man keine Titel gewinnen.
Manchester United, also Alex Ferguson (noch kein „Sir“ damals) hatte gerade mit Mark Hughes, Paul Ince und Andrei Kanchelskis drei seiner besten und wichtigsten Spieler – allesamt Nationalspieler - verkauft und stand von hier auf gleich ohne sein etatmäßiges Mittelfeld da. Ferguson, das sei dazugefügt, tat dies aus freien Stücken und ohne jegliche Not. Vor allem Hughes war fast eine United Legende, Ince ein umjubelter Spieler, der über Inter Mailand später zu Erzrivale Liverpool ging. Kanchelskis war der Inbegriff des Flügelflitzers, was er bei der EURO 96 in England unter Beweis stellte, als er mit der tschechischen Republik bis ins Finale dribbelte.
Alan Hansen war damals Experte im englischen Fernsehen und brachte seinen Spruch kurz nachdem er die Mannschaftsaufstellung von United am ersten Spieltag der Folgesaison betrachtete, Gegner war Aston Villa. Gary (20 Jahre) und Phil (18) Neville, Nicky Butt (20) und Paul Scholes (20) in der Startelf, David Beckham (20) später eingewechselt. Dazu kam noch, das Ryan Giggs (damals 21) verletzungsbedingt fehlte und sonst auch gespielt hätte. Mit Giggs wären es sechs (!!) Spieler gewesen, die 21 Jahre oder jünger waren und mit Manchester United Meister werden sollten – das war das Ziel von Ferguson. Alan Hansen’s Standpunkt schien vernünftig und angebracht – spätestens 90 Minuten später, als Aston Villa mit 3-1 (United’s Tor durch Beckham) vom Platz ging.
Dies sollte sich jedoch dramatisch ändern, als United 37 Spieltage später mit vier Punkten Vorsprung auf Newcastle Meister wurde und eine Woche danach in Wembley zudem den FA Cup holte. Pusteblume, Hansen.
Das alle Youngsters von damals es dauerhaft (und teilweise bis heute) bei United geschafft haben, dürfte sich herumgesprochen haben. Doch eben weil unter anderem Giggs, Gary Neville und Scholes damals so jung waren, sind sie heute so alt und stehen kurz vor dem Karriereende. Sportlich wie persönlich gilt es nicht nur sie, sondern auch Edwin van der Sar (38), in Bälde zu ersetzen – denn all sie sind Teil von einer der erfolgreichsten Mannschaften der Neuzeit.
Und genau um dieses „ersetzen“, also das „extreme Generationswandeling“ bei United soll es in diesem meinen Blog in Zukunft gehen.
Im folgenden eine Mannschaftsaufstellung von Manchester United mit Spielern, die allesamt schon unter (Vor-)Vertrag stehen und sind somit schon „Red Devils“. Allesamt sind ähnlich jung oder sogar jünger als die „Youngsters“ von 1995.
Um den Stellenwert von United und Sir Alex Ferguson auch bei der Wahl der Kriterien gebührend zu beachten, sind alle jungen Herren in der Aufstellungen erst nach Ferguson’s Dienstantritt bei United (01. August 1986) geboren.
Zieler (1989)
Rafael (1990) Evans (1988) de Laet (1988) Fabio (1990)
[Eckersley (1990)]
Gibson (1987) Anderson (1988) Tosic (1987)
[Possebon (1989)]
Campbell (1987) Macheda (1991) Welbeck (1990)
[Ljajic (1991)]Blog-Eintrag lesen |
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